Sony: Musikdienst „Music Unlimited“ wird durch Spotify ersetzt

Sony wird seinen Musikstreaming-Dienst „Music Unlimited“ zum 29. März weltweit einstellen. Als Ersatz soll dann im Frühjahr die von Spotify betriebene Musikplattform „PlayStation Music“ an den Start gehen. Sie soll auf allen aktuellen PlayStation-Konsolen und Sonys Xperia-Mobilgeräten in 41 Ländern verfügbar sein.

Bald ist mit Music Unlimited Schluss, denn Sony wird seinen Musikstreaming-Dienst zum 29. März weltweit einstellen. Das Unternehmen will als Ersatz für Music Unlimited ab Frühjahr 2015 die neue Musikplattform „PlayStation Music“ anbieten, für die der Konzern mit dem Musikstreaming-Anbieter Spotify zusammenarbeitet. Sie soll in 41 Märkten auf allen aktuellen PlayStation-Konsolen sowie auf allen Xperia-Smartphones und -Tablets verfügbar sein, wie die Partner mitteilen. Sonys Musikdienst Music Unlimited war Ende 2010 zunächst in Großbritannien und Irland gestartet, ehe er auf insgesamt 19 Länder ausgeweitet wurde. In der Folge durchlief er eine Reihe Anpassungen und Integrationen in Sonys verschiedene Mediennetzwerke.

Auf Music Unlimited folgt Ende März PlayStation Music (Screenshot: ZDNet.de)

Auf Music Unlimited folgt Ende März PlayStation Music (Screenshot: ZDNet.de)

„Die Partnerschaft bringt die besten Services in Musik und Gaming zusammen und bietet sowohl den musikbegeisterten Spotify-Nutzern als auch der leidenschaftlichen PlayStation Network Community einen großen Mehrwert. Wir freuen uns, mit Spotify einen erfahrenen Partner an der Seite zu haben, mit dem wir PlayStation Music gemeinsam aufbauen können“, sagte Andrew House, Präsident und CEO von Sony Computer Entertainment.

User des PlayStation-Network werden ihren Account künftig mit Spotify verknüpfen können, um Spotify Premium über PlayStation Network Wallet zu abonnieren. Der Musikkatalog soll über 30 Millionen Lieder und rund 1,5 Millionen Playlists umfassen. Besitzer der PlayStation 3 und 4 sowie von Sonys Xperia-Geräten erhalten über „PlayStation Music“ im Rahmen der Kooperation Zugriff auf zahlreiche Funktionen von Spotify. Sie können beispielsweise persönliche Musiksammlungen erstellen, eigene oder Playlists von anderen Nutzern hören und die von Spotify kuratierten Wiedergabelisten verwenden. PS4-Besitzer haben zudem die Möglichkeit, Musik via Spotify während des Spielens im Hintergrund wiederzugeben.

Music-Unlimited-Abonnenten müssen für den letzten Monat vor der Einstellung des Dienstes am 29. März nichts mehr zahlen. Außerdem erhalten sie ab dem 28. Februar einen kostenlosen Testzugang für Spotify Premium.

PlayStation Music wird in nahezu allen Märkten verfügbar sein wie Music Unlimited. Auf der Liste der 41 bedienten Länder finden sich auch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Drittanbieter-Streaming-Dienste wie Spotify oder Rdio haben sich in der Vergangenheit oft als beliebter erwiesen als Angebote von Hardwareherstellern. Ein ähnliches Schicksal wie Sonys Music Unlimited ereilte beispielsweise schon 2011 Nokias Ovi Music Unlimited. Sony nimmt allerdings eine Sonderstellung ein, weil es sowohl Hardwarehersteller als auch Medienunternehmen ist. Doch auch das hat ihm letztlich offenbar nichts genützt.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
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