Qualcomm Snapdragon 415, 425, 618 und 620 vorgestellt

Die neuen Snapdragon-CPUs von Qualcomm sind für die Einstiegs- und Mittelklasse gedacht. Beim Top-Modell Qualcomm Snapdragon 620 handelt es sich um ein Octa-Core-Modell mit vier Cortex-A72- und vier Cortex-A53-Kernen, die mit 1,8 beziehungsweise 1,2 GHz takten. Der Chip unterstützt QHD-Displays, 21-Megapixel-Kameras, 4K-Videoaufnahme und LTE Cat 7.

Der Chip-Entwickler Qualcomm hat gleich vier neue CPUs der Snapdragon-Serie für Einstiegs- und Mittelklasse-Geräte angekündigt. Die Snapdragon-SoCs 415, 425, 618 und 620 basieren auf der 64-Bit-Architektur und bieten bis zu LTE Cat 7 mit Download- beziehungsweise Uploadraten von bis zu 300 respektive 100 MBit/s. In Geräte sollen Hersteller die Chips ab dem zweiten Halbjahr einbauen können.

Qualcomm Snapdragon 620 (Screenshot: CNET).

Qualcomm Snapdragon 620 (Screenshot: CNET).

Beim Snapdragon 618 und 620 handelt es sich um Modelle mit sechs respektive acht Kernen, die auf der ARMv8-A-Architektur basieren. Zum Teil kommen bereits die erst vor einigen Tagen von ARM vorgestellten Cortex A72 zum Einsatz. Sie sollen bei gleicher Leistung mit 75 Prozent weniger Strom auskommen als ihre Vorgänger. Die maximale Leistung der neuen CPUs ist bis zu dreieinhalbfach höher als noch bei den Cortex-A15-Modellen.

Der Snapdragon 620 arbeitet nach dem big.LITTLE-Konzept und kommt mit vier A72-Kernen mit 1,8 GHz sowie vier Cortex-A53-Cores mit bis zu 1,2 GHz. Beim Snapdragon 618 verwendet Qualcomm hingegen nur zwei A72-Kerne und vier Cortex A53. Das Speicherinterface (zweimal 32 Bit) ist in beiden Modellen 14,9 GByte/s schnell. Als GPU ist eine nicht näher spezifizierte “Next-gen-Adreno”-Grafikeinheit verbaut. Die neuen Qualcomm-Prozessoren sollen Videos mit einer Auflösung von 4K bei 30 fps abspielen und aufnehmen können. Bei Videos mit 1080p-Auflösung steigt die Bildwiederholrate auf 120 fps. Das integrierte Modem unterstützt LTE Cat 7 mit bis zu 300 MBit/s im Download und maximal 100 MBit/s im Upload. Weiterhin sind Bluetooth 4.1, Displays mit einer QHD-Auflösung von 2560 mal 1600 Pixel sowie Kameras mit bis zu 21 Megapixel unterstützt.

Die beiden Low-End-Prozessoren Snapdragon 415 und 425 verfügen jeweils über Cortex-A53-SoCs mit insgesamt acht Kernen. Im 425 sind sie mit bis zu 1,7 GHz getaktet, während sie im 415 auf 1,4 GHz begrenzt sind. Die Speicheranbindung erfolgt anders als bei den 600er-Modellen nur über ein 32-Bit breites Interface. Dementsprechend ist die Bandbreite mit 7,5 GByte/s (425) respektive 5,3 GByte/s (415) deutlich niedriger. Die verbaute Grafikeinheit Adreno 405 reicht für die Aufnahme von 1080p-Videos mit 30 respektive 60 fps aus. Während der Snapdragon 425 ebenfalls LTE Cat 7 unterstützt, ist der 415 bei der Internetanbindung mit Cat 4 nur halb so schnell. Der 415er ist für HD-Displays mit 720p sowie Kameras mit maximal 13 Megapixel ausgelegt. Das etwas schnellere Modell kann auch in Smartphones oder Tablets mit Full-HD-Screen und 21-Megapixel-Kameras eingesetzt werden. Bluetooth 4.1 ist bei den günstigen SoCs ebenfalls an Bord. Zudem sind alle vier neuen Chips für LTE Broadcast, LTE-Multimode-Dual-SIM sowie VoLTE gerüstet.

[Mit Material von Kai Schmerer, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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