MWC: Google bestätigt seine Mobilfunkpläne

Sundar Pichai hat Verhandlungen seines Unternehmens mit Mobilfunkbetreibern bestätigt, eine „Antwort“ werde es in den kommenden Monaten geben. Google verhandelt angeblich mit Sprint und T-Mobile USA. Bei dem Angebot soll es sich wohl um einen Hybrid-Service handeln, der WLAN und Mobilfunk umfasst.

Sundar Pichai, Senior Vice President des Bereichs Produkte bei Google, ging damit auf Spekulationen ein, wonach Google zusammen mit Providern einen Hybrid-Service anbieten wird, der WLAN und Mobilfunk kombiniert. Ein Firmensprecher präzisierte später Pichais Aussage. In den kommenden Monaten werde kein Dienst starten. Stattdessen sei in diesem Zeitraum eine Ankündigung geplant.

Google-Logo (Bild: Google)

Er werde an einen eigenen Mobilfunkdienst von Google genauso herangehen wie an das Nexus-Programm, so Pichai weiter. Nexus sei keine Konkurrenz zu Googles Partnern, sondern eine Möglichkeit für den Internetkonzern, Innovationen für Software und Hardware voranzutreiben.

Bei seiner Rede auf dem MWC sagte Pitchai: „Wir haben nicht vor, ein großer Mobilfunkbetreiber zu werden. Wir arbeiten mit Mobilfunkpartnern. Unsere Antwort sehen sie in den kommenden Monaten. Unser Ziel ist es, bestimmte Innovationen voranzubringen, die wir für wichtig erachten, wie bei den Nexus-Geräten aber in einem kleineren Umfang, damit die Leute sehen, was wir machen.“

Google macht sich mit den Nexus-Smartphones und –Tablets für ein „reines“ Android-Erlebnis stark. Die zusammen mit Geräteherstellern wie Asus, HTC, Motorola, LG und Samsung entwickelten Geräte kommen mit der Standard-Android-Oberfläche und nur mit den vorinstallierten Google-Apps. Außerhalb des Nexus-Programms setzen sich die Hersteller durch eigene Oberflächen und eigene vorinstallierte Anwendungen voneinander ab, was jedoch zu einem inkonsistenten Nutzererlebnis führt.

Ein Mobilfunkangebot von Google wird sich wahrscheinlich auf den US-Markt beschränken. Den könnte es aber, ähnlich wie Googles Projekt Fiber, vollständig umkrempeln. Das superschnelle Breitbandinternet, das Google Kunden in bestimmten Regionen anbietet, hat die traditionellen Telekommunikations- und Kabelanbieter bereits gezwungen, ihre Bandbreiten zu erhöhen und die Preise zu senken. Google Fiber wiederum entspricht der Mission des Unternehmens, mehr Menschen mit dem Internet zu verbinden – und damit auch mehr Nutzer zu finden, die sich beispielsweise Suchwerbung anschauen.

Google führt angeblich Gespräche mit Sprint und T-Mobile USA. Zudem sollen lokale WLAN-Netzwerke helfen, die Abdeckung zu erhöhen. Andere Reseller in den USA wie Republic Wireless verfolgen bereits einen ähnlichen Ansatz, allerdings verfügen sie nur über eine beschränkte Geräteauswahl – der Dienst von Republic Wireless kann nur mit Android-Smartphones genutzt werden.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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