Pebble zeigt Edelstahlversion seiner Smartwatch Pebble Time auf dem MWC

Kurz nach Ankündigung der Pebble Time in der Standardversion hat der Hersteller jetzt auch eine Steel-Variante angekündigt. Sie bietet die selben Features wie die Pebble Time, bringt aber eine verlängerte Akkulaufzeit von bis zu 10 Tagen mit. Unterstützer auf Kickstarter können ihre Beteiligung noch ändern und sich alternativ für mindestens 250 Dollar an der Time Steel beteiligen.

Wie bereits erwartet hat Pebble heute in Barcelona im Rahmen des Mobile World Congress (MWC) eine Edelstahlausführung der Smartwatch Pebble Time präsentiert. Sie nutzt das von der kürzlich vorgestellten Kunststoffversion bekannte E-Paper-Display, das 64 Farben darstellen kann. Die E-Paper-Anzeige arbeitet gegenüber einem LCD oder OLED deutlich energieeffizienter und ist zudem dauerhaft aktiv. Ein weiterer Vorteil ist der hohe Kontrast, der das Display auch bei direktem Lichteinfall gut ablesbar macht.

Die Pebble Time Steel bietet eine Akkulaufzeit von bis zu 10 Stunden (Bild: Pebble).

Die Pebble Time Steel bietet eine Akkulaufzeit von bis zu 10 Stunden (Bild: Pebble).

Die Akkulaufzeit hat der Hersteller bei der Steel-Ausführung der Time nochmals verbessert: Mit einer Ladung soll die Uhr nun bis zu 10 Tage durchhalten, während das Standardmodell rund eine Woche schafft. Dafür müssen Nutzer ein 1 Millimeter dickeres Gehäuse in Kauf nehmen.

Der Nachfolger der letztjährigen Pebble Steel (229 Euro) übernimmt auch alle weiteren Neuerungen der Pebble Time. Dazu zählen ein eingebautes Mikrofon, das dem Nutzer den Versand von Sprachnachrichten und das Erstellen von Sprachnotizen erlaubt, sowie das Timeline-Konzept, das die jüngsten Benachrichtigungen wie auch anstehende oder zurückliegende Termine in chronologischer Reihenfolge anzeigt.

Auch die Pebble Time Steel ist natürlich wasserdicht. Außer dem Gehäuse bestehen die Einfassung und alle Bedienknöpfe aus Edelstahl. Eine Scheibe aus Gorilla Glass schützt das Display vor Kratzern. Außer einem Edelstahlarmband wird ebenfalls eine Lederarmband erhältlich sein. Mittels eines Schnellverschlusses lassen sich die Armbänder leicht wechseln.

Der „Smart Accessory Port“ auf der Rückseite des Gehäuses dient zum einen zum Laden der Uhr, zum anderen können Drittentwickler darüber zusätzliche Hardware anbinden. Denkbar ist beispielsweise ein Armband mit integriertem GPS-Sensor, Pulsmesser oder zusätzlichem Akku.

Wer sich bereits an der Kickstarter-Finanzierung für die Pebble Time beteiligt hat, kann ein Upgrade auf die Steel-Version durchführen, ohne seinen Platz in der Reihenfolge der Unterstützer zu verlieren. Statt 179 Dollar muss er dann mindestens 250 Dollar zusagen. Regulär soll die Pebble Time Steel 299 Dollar kosten und damit 100 Dollar mehr als die Standardausführung.

Der Hersteller will die Pebble Time Steel im Juli ausliefern, ein bis zwei Monate nach der Pebble Time. Sie wird in Silber, Schwarz und Gold erhältlich sein. Zum Lieferumfang gehört ein Edelstahl- und ein Lederarmband. Unter Android verspricht der Hersteller Kompatibilität zu hunderten Apps, darunter SMS, Hangouts, Gmail, Facebook Messenger und Whatsapp. Unter iOS beschränkt sich die Nutzung vorerst auf Gmail.

„Unsere offene Plattform ermöglicht es jedem, smarte Armbänder für Pebble-Uhren zu entwerfen“, erklärt Pebble-CEO Eric Migicovsky. „Wir können es kaum erwarten, zu sehen, was die Leute entwickeln werden. Die Möglichkeiten sind grenzenlos.“ Nach eigenen Angaben arbeitet Pebble bereits mit einigen Accessory-Entwicklern und Smartband-Designern zusammen. Die ersten smarten Armbänder sollen im Lauf des Jahres verfügbar werden.

Mit bisher über einer Million verkaufter Smartwatches dürfte Pebble Marktführer sein – Samsung hat dem Vernehmen nach bis dato rund 800.000 Uhren seiner diversen Modellreihen ausgeliefert. Diese Zahlen dürften sich aber mit dem Start der Apple Watch im April 2015 relativieren. Marktforscher erwarten von Apple bis zu 20 Millionen verkaufte Uhren im ersten Jahr.

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Pebble zeigt Edelstahlversion seiner Smartwatch Pebble Time auf dem MWC

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *