Apples Musik-Streaming-Dienst soll frühestens im Juni starten

Apples Musik-Streaming-Dienst wurde ursprünglich für Anfang des Jahres erwartet. Es soll jedoch Probleme bei der Integration der Beats-Technologien geben und das Ausscheiden von Android-Entwicklern für Verzögerungen sorgen. Ein Start soll nun zur WWDC im Juni oder gar erst im Herbst erfolgen.

Apple soll seinen Musik-Streaming-Dienst, der auf der Technologie von Beats Music basiert, frühestens im Juni auf der World Wide Developers Conference (WWDC) starten, und nicht etwa bereits am Montag, auf dem Event “Spring Forward”, auf der es auch die Apple Watch sowie iOS 8.2 veröffentlichen wird. 9to5Mac erwartet, das Apple im Rahmen seiner WWDC-Keynote, die wahrscheinlich am 8. Juni stattfindet, mindestens eine Beta-Version freigeben wird. Die Webseite beruft sich auf Insider aus der Musikbranche, die Apple bereits über seine Pläne informiert hat.

(Bild: Apple)

Apples Musik-Streaming-Dienst wurde ursprünglich für Anfang des Jahres erwartet. Es soll jedoch Probleme bei der Integration der Beats-Technologien geben und das Ausscheiden von Android-Entwicklern für Verzögerungen sorgen. Ein Start soll nun zur WWDC im Juni oder gar erst im Herbst erfolgen (Bild: Apple).

Der Launch von Apples Musik-Streaming-Dienst, der nicht mehr den Namen Beats Music tragen wird, wurde eigentlich schon für Anfang des Jahres 2015 erwartet. Apple soll allerdings Schwierigkeiten bei der Integration der Beats-Technologien haben. Außerdem verzögere das Ausscheiden wichtiger Mitarbeiter, darunter Android-Entwickler, die Fertigstellung des Dienstes. Es dürfte kein Zufall sein, dass der iPhone-Macher seit Kurzem nach neuen Android-Entwicklern sucht.

Laut einem Bericht der Webseite Techcrunch soll Apples Musik-Dienst nämlich nicht nur für iOS, sondern auch andere Plattformen verfügbar sein. Apple arbeite an einem Web-Interface sowie eine App für Googles Android. Schon mit iTunes für Windows habe es Nutzer außerhalb seines Geräte-Ökosystems angesprochen, und erst kürzlich habe es eine kostenlose Webversion von iWork auch für Windows-Anwender geöffnet. Auch ein Musik.Streaming-Dienst biete Apple die Chance, neue Kunden zu erreichen und später mit exklusiven zusätzlichen Funktionen zum Kauf seiner eigenen Hardware zu bewegen.

Apples derzeitige Pläne sehen laut 9to5Mac den Start des neuen Streamingdienstes mit iOS 8.4 für iPhone, iPad und iPod nach der WWDC vor. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Der Dienst könnte auch mit iOS 9 im Herbst gebündelt werden, das ansonsten ganz auf Stabilität und Performance optimiert werden soll. Für Macs soll der neue Service mit einem iTunes-Update bereitgestellt werden, und bei Apple TV den bisherigen Beats-Channel ersetzen.

Mit einem monatlichen Abopreis von 7,99 Dollar will Apple angeblich die Konkurrenten Spotify und Rdio um 2 Dollar unterbieten. Gleichzeitig ist von exklusiven Verträgen mit bekannten Künstlern die Rede, die Apple anstrebt – und sich das einiges kosten lassen könnte. Im Gegensatz zu Spotify und YouTube wird Apple Berichten von Recode zufolge keine kostenlose, mit Werbung finanzierte Version seines Dienstes herausbringen.

Früher hatte das Unternehmen das Streaming-Format abgelehnt. Firmengründer Steve Jobs bezeichnet es sogar als “bankrott” und bestand darauf, dass Nutzer “ihre Musik besitzen wollen”. Da sich die Kaufgewohnheiten verändert haben und der Trend hin zu Diensten wie Beats Music geht, kann sich Apple inzwischen dem Musikstreaming nicht mehr verschließen.

[Mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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