Umfragen ergeben nur mäßiges Kaufinteresse an der Apple Watch

Rund zwei Drittel aller Befragten geben an, die Apple Watch wahrscheinlich nicht zu kaufen. Der Hauptgrund dafür sind sicherlich die hohen Preise der Armbanduhr aus Cupertino. Apple soll seine Erwartungen bereits selbst zurückgeschraubt und statt 6 nur noch 3 Millionen Exemplare bei Lieferanten bestellt haben.

Die Apple Watch stößt mehreren Umfragen zufolge nur auf ein mäßiges Interesse. Laut Erhebungen der Nachrichtenagentur Reuters, unserer Schwesterseite Gizmodo.de sowie dem Online-Martkforschungsunternehmen Survata erwägen nur rund ein Drittel aller Befragten, die Smartwatch zu kaufen. Deutlich weniger sind sich dagegen sehr sicher, die Uhr zu erwerben.

Apple Watch Sport (Foto: CNET).

Die Apple Watch Sport kostet in der günstigsten Version bereits 399 Euro (Foto: CNET).

Die Reuters-Umfrage lief vom 9. bis 13. März. Den Ergebnissen zufolge haben 47,5 Prozent der Teilnehmer angegeben, überhaupt kein Interesse an der Apple Watch zu haben. Weitere 22,1 Prozent sind an der Uhr aus Cupertino nicht sehr interessiert. Demnach haben 69,6 Prozent der Befragten keine oder nur eine sehr geringe Intention, die Apple Watch zu kaufen. Rechnet man die unschlüssigen Probanden mit, liegt ein Kaufinteresse bei 30,4 Prozent aller Nutzer vor, wovon aber nur 9,4 Prozent „sehr interessiert“ und 15,2 Prozent „etwas interessiert“ an der Uhr sind.

Die Umfrage von Survata, die zwischen dem 11. Und 12. März lief, ergibt ein noch schlechteres Umfrageergebnis. Von den 1000 befragten, gaben 77 Prozent an, die Apple Watch wahrscheinlich nicht zu kaufen. Nur 3 respektive 7 Prozent werden sie „sehr“ oder „einigermaßen wahrscheinlich“ erstehen. 13 Prozent waren noch unentschlossen. Sogar die Umfrage unserer Schwesterseite Gizmodo.de, bei der hauptsächlich technikaffine Personen mitgemacht haben dürften, ergibt, dass sich 66 Prozent die Apple-Smartwatch nicht kaufen werden.

Der Hauptgrund sind sicherlich die hohen Preise der Apple Watch, die der iPhone-Macher am 9. März auf seiner Keynote in San Francisco verkündet hat. Die Einstiegspreise sind mit 399 Euro für die Sport-Edition respektive 649 Euro für die Edelstahl-Ausführung deutlich höher als bei den Smartwatches der Konkurrenz. Die teuerste Ausführung der Uhr kostet sogar 18.000 Euro.

Wie die Gizmodo-Umfrage erkennen lässt, sind noch 22 Prozent bereit, bis zu 400 Euro auszugeben. Dies langt allerdings gerade einmal für die Sport-Edition mit Kautschuk-Armband. Danach fällt die Zahl schnell ab. 7 Prozent können sich noch vorstellen, die einfachste Version der Apple Watch mit Edelstahlgehäuse und Lederarmband zu kaufen. Nur gut 5 Prozent wären bereit, mehr als 700 Euro für die teureren Varianten der Armbanduhr auszugeben.

Ein weiter Grund für das eher geringe Interesse dürften die Funktionen der Apple Watch sein, die sich nicht großartig von den Smartwatches anderer Hersteller abheben. Auch die Akkulaufzeit ist mit durchschnittlichen 18 Stunden nicht überragend. Zudem ist die Apple Watch nicht zu allen iPhones und iOS-Versionen kompatibel. Voraussetzung sind ein iPhone 5, 5c, 5s, 6 oder 6 Plus mit iOS 8.2 oder neuer. Laut Apples aktueller Statistik nutzen noch 25 Prozent aller iOS-Anwender iOS 7 oder eine frühere Version des Betriebssystems. Zu beachten ist natürlich auch, dass die Apple Watch generell nur mit iOS-Geräten zusammenarbeitet und nicht auch mit Android-Smartphones funktioniert. Demnach dürften alle Android-Nutzer, die an den Umfragen teilgenommen haben, das Ergebnis negativ beeinflussen.

Dennoch hat Apple seine Erwartungen offenbar selbst deutlich zurückgeschraubt. Das Wall Street Journal hatte Mitte Februar berichtet, dass Apple 5 bis 6 Millionen Exemplare bei Lieferanten in Asien bestellt hätte. Laut aktuellen Berichten aus China habe das Unternehmen aus Cupertino nun erst einmal nur 3 Millionen Modelle in Auftrag gegeben. Dennoch wäre dieser Absatz noch beachtlich. Im Jahr 2014 wurden insgesamt nur 1,4 Millionen Android-Smartwatches und Pebble-Uhren verkauft.

[Mit Material von Chris Matyszczyk, CNET.com]

Autor: Christian Schartel
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