Apple soll im Herbst abobasierten TV-Dienst starten

Apples abobasierter TV-Streaming-Dienst soll zu allen iOS-Geräten wie dem iPhone, iPad und iPod Touch sowie der Settop-Box Apple TV kompatibel sein. Anfangs werden in den USA 25 verschiedene Angebote wie ABC, CBS oder Fox zur Auswahl stehen. Die Preise werden auf 30 bis 40 Dollar geschätzt.

Es sind neue Details zu Apples TV-Streaming-Dienst durchgesickert, an dem der iPhone-Macher Gerüchten von Ende Februar zufolge arbeitet. Laut einem Bericht des Wall Street Journals soll der abobasierte TV-Dienst von Apple im kommenden Herbst an den Starten gehen – wie üblich wohl erst einmal nur in den USA.

Apple arbeitet angeblich an einem eigenen TV-Streaming-Dienst

Apples TV-Streaming-Dienst soll im Herbst starten und Anfangs 25 verschiedene Angebote beinhalten (Bild: Apple).

Das Unternehmen aus Cupertino soll sich bereits in Verhandlungen mit mehreren US-amerikanischen Fernsehsendern befinden. Anfangs sollen Zuschauer 25 verschiedene TV-Angebote wie ABC, CBS und Fox auf allen iOS-Geräten wie dem iPhone, iPad und iPod Touch sowie der Settop-Box Apple TV zur Verfügung stehen.

Möglicherweise wird Apple den Dienst schon im Juni auf der WWDC ankündigen, so der Bericht. Apples TV-Abonnements stünden in direkter Konkurrenz zu Dishs Sling TV und einem von Sony geplanten Angebot. Wie viel Apple für ein Abonnement verlangen wird, geht nicht aus dem Bericht hervor. Das WSJ nennt lediglich Schätzungen von Vertretern der Medienbranche, die bei 30 bis 40 Dollar pro Monat liegen. Dishs Sling TV, das 12 Kanäle bietet, kostet 20 Dollar pro Monat.

Apple hat schon mehrfach angedeutet, dass es an einem vollständigeren und hochwertigen Video-Streaming-Angebot arbeitet. Bisher gab es allerdings noch keine Anzeichen für eine baldige Markteinführung. Als Grund dafür wurden meist Probleme bei den Verhandlungen mit den Inhalteanbietern über angemessene Gebühren genannt.

“TV ist ein schwer zu lösendes Problem”, hatte Eddy Cue, Senior Vice President für Internet Software and Services bei Apple, im Mai gesagt. “Eines der Probleme ist, dass du ein nicht einheitliches System mit einer Vielzahl von Anbietern hast. Es gibt keine Standards. Es gibt aber viele rechtliche Probleme.”

Die Quellen des Wall Street Journal stützen einen Bericht von Recode, das im Februar gemeldet hatte, dass Apple einen webbasierten Pay-TV-Dienst plane. Auch der Blog zog Vergleiche zu Dishs Sling TV und Sonys kommendem Streamingdienst. “Das bedeutet, dass Apple das Fernsehen, so wie es heute funktioniert, nicht neu erfindet, aber seine eigene Version anbietet, mit einer eigenen Bedienoberfläche und einem eigenen Nutzererlebnis”, schrieb Recode.

Laut WSJ wird Apples TV-Abo wohl nicht alle großen US-Fernsehsender einbeziehen. Beispielsweise nehme NBC nicht an den Gesprächen teil. Hintergrund sei ein Streit zwischen Apple und dem Kabelnetzbetreiber Comcast. Beide hätten im vergangenen Jahr erfolglos über ein gemeinsames Streaming-Angebot verhandelt. Apple habe Comcast schließlich vorgeworfen, eine Vereinbarung zu verzögern und gleichzeitig eine eigene Settop-Box zu entwickeln. Comcast ist Eigentümer von NBCUniversal, das wiederum die Mutter des landesweiten TV-Senders NBC ist.

Apple TV kostet in den USA nach einer Preissenkung nur noch 69 Dollar. Außerdem können Inhalte des TV-Senders HBO ab April für eine monatliche Gebühr von knapp 15 Dollar abgerufen werden.

[Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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