Microsoft Windows 10: Release schon im Sommer mit neuen biometrischen Passwörtern

Microsoft Windows 10 kommt im Sommer 2015 in 190 Ländern und 111 Sprachen heraus. Das biometrische Authentifizierungverfahren Windows Hello soll Passwörter obsolet machen und ein Entsperren per Gesicht, Iris oder Fingerabdruck ermöglichen.

Microsoft Windows 10 wird schon etwas früher herauskommen, als anfangs angenommen, wie Microsoft auf der WinHEC-Konferenz im chinesischen Shenzhen bestätigte. Laut Terry Myerson, dem Chef der Windows-Sparte, wird Windows 10 weltweit schon im Sommer 2015 starten. Bisher wurde der Herbst als Release-Termin angenommen. Einen konkreten Termin für das Erscheinen des neuen Betriebssystem nannte Myerson allerdings noch nicht. Dafür gab er einen Ausblick auf ein neues biometrisches Authentifizierungsverfahren mit der Bezeichnung „Windows Hello“, das in Microsoft Windows 10 integriert sein wird, und traditionelle Passwörter überflüssig machen soll. Biometrische Zugangssysteme hatte der Konzern bereits im Februar angekündigt.

(Screenshot: ZDNet.de).

Microsoft Windows 10 kommt im Sommer 2015 in 190 Ländern und 111 Sprachen heraus (Screenshot: ZDNet.de).

Die Entwicklung von Windows 10 lief offenbar besser, als von Microsoft erwartet. Laut Myerson habe man „große Fortschritte“ gemacht. Die neue OS-Version wird daher schon in diesen Sommer in 190 Ländern und 111 Sprachen auf den Markt kommen. Dies geht aus einem Blogeintrag des Windows-Chefs hervor.

Windows Hello ermöglicht ein Entsperren eines Windows-10-Gerätes mit dem Gesicht, dem Fingerabdruck oder per Iris-Erkennung. Die Geräte müssen dafür aber mit den zugehörigen Sensoren ausgestattet sein. Die Funktion wird auch von Drittanbieter-Systemen wie Intels RealSense unterstützt, einer Technik, die Infrarotkameras nutzt, um die Position von Objekten im Raum zu ermitteln.

Die biometrische Authentifizierung, die auf einmaligen physischen Eigenschaften wie einem Fingerabdruck basiert, soll nicht nur Passwörter ersetzen, sondern auch die Sicherheit verbessern. Bisherige Implementierungen solcher Funktionen in Consumer-Geräte werden diesem Anspruch allerdings nicht unbedingt gerecht. Sicherheitsforschern ist es beispielsweise gelungen, die Fingerabdruckscanner von Apples iPhone 5S und iPhone 6 sowie Samsungs Galaxy S5 zu überlisten.

Darüber hinaus kündigte auch Myerson eine Version von Microsoft Windows 10 fürs Internet der Dinge an. “Windows 10 wird Versionen für diverse Arten von IoT-Geräten bieten, von leistungsfähigen Geldautomaten über Ultraschall-Geräte bis zu Geräten mit limitierten Ressourcen wie Gateways.”

Laut einem neuen durchgesickerten Test-Build von Microsoft Windows 10 kann das Betriebssystem Updates auch aus anderen Quellen als Microsofts zentralen Servern beziehen. Künftig soll es demnach möglich sein, Updates im Peer-to-Peer-Verfahren (P2P) zu empfangen. Firmen müssen Updates somit nur noch ein einziges Mal herunterladen und können sie anschließend intern verbreiten.

Außerdem soll das neue Betriebssystem weniger Speicherplatz benötigen als seine Vorgänger. Durch die Komprimierung von Systemdateien und den Wegfall von Recovery-Partitionen könnte eine Windows-Installation um rund 6,6 GByte schrumpfen.

Inzwischen steht auch ein neuer offizieller Build (10041) von Microsoft Windows 10 zum Download bereit. Er bringt Cortana nun auch in deutscher Sprache mit. Außerdem enthält er das bereits durchgesickerte transparente Startmenü sowie Verbesserungen der Funktionen Virtual Desktop, Photos und des Sperrbildschirms. Der Spartan-Browser ist noch nicht verfügbar. Folgender Artikel verrät nähere Details.

[mit Material von Steven Musil, News.com]

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Autor: Christian Schartel
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