Microsoft Windows 10: neuer Build 10041 steht zum Download bereit

Der neue Build 10041 von Microsoft Windows 10 bringt Cortana nun auch in deutscher Sprache mit. Außerdem enthält er das bereits durchgesickerte transparente Startmenü sowie Verbesserungen der Funktionen Virtual Desktop, Photos und des Sperrbildschirms. Der Spartan-Browser ist noch nicht verfügbar.

Es ist ein neuer offizieller Build von Microsoft Windows 10 erschienen. Das teilt Gabe Aul, Leiter des Insider-Programms von Windows 10, per Blogbeitrag mit. Der Build trägt die Nummer 10041 und wird wie üblich per Windows Update an die Tester verteilt. Er enthält zahlreiche Neuerungen, bringt aber wie auch der inoffizielle Build noch nicht den neuen Browser Spartan mit. Außerdem kündigt Microsoft an, Windows Insider, die die Fast-Ring-Option für schnelle Builds gewählt haben, öfter mit Aktualisierungen der Technical Preview zu versorgen.

(Bild: Microsoft)

Das neue transparente Startmenü (Bild: Microsoft)

Um die neue Vorabversion von Microsoft Windows 10 zu erhalten, müssen Tester alle bisherigen Aktualisierungen installiert haben. Vorliegen muss insbesondere das Update mit der Kennnummer „KB3038930/KB3040021“, da es die Quelle für künftige Upgrades von fbl_awesome” auf “fbl_ impressive” umstellt.

(Screenshot: ZDNet).

Für das Windows-10-Update von Build 9926 auf 10041 müssen alle bisherigen Aktualisierungen vorliegen (Screenshot: ZDNet.de).

Die erste Neuheit, die Tester zu sehen bekommen, ist das aus dem inoffiziellen Build 10036 bekannte transparente Startmenü. Erste Bilder zeigen auch Veränderungen an der Oberfläche. Nicht jeder Tester findet übrigens jede neue Optik auch tatsächlich auf seinem System vor. Microsoft führt noch Tests mit Alternativen durch, um zu ermitteln, was besser ankommt.

Eine weitere Neuerung der aktuellsten Build von Microsoft Windows 10 sind neue Sprachversionen von Cortana. Erstmals liegt der digitale Assistent nun auch in Deutsch vor. Außerdem experimentieren die Windows-Entwickler mit dem Sperrbildschirm. Sie testen Möglichkeiten, über diesen Tipps und Tricks an die User weiterzugeben. Er wird laut Microsoft durch “schöne Fotos” aufgehübscht, sieht je nach Land aber anders aus.

Erweitert wurde auch die Funktion Virtual Desktops, die Microsoft zufolge die beliebteste unter allen Testern war. In Build 10041 können Nutzer erstmals ein komplettes Fenster auf einen solchen Virtual Desktop ziehen. Bisher war dazu ein Umweg über das Kontextmenü nötig. Außerdem wird nun eine gefilterte Taskleiste unterstützt.

(Bild: Microsoft)

Windows 10 erlaubt kurze handschriftliche Eingaben (Bild: Microsoft).

Dem Blogbeitrag zufolge wurde außerdem die App Photos überarbeitet. Die nach dem Start zu sehenden jüngsten Fotos schließen nun auf OneDrive gespeicherte ein. Außerdem wurde Support für Rohdatenformate (RAW) integriert, und es gibt erstmals Tastaturkürzel. Neu ist auch eine durchgängig verfügbare Möglichkeit, kurze handschriftliche Eingaben zu machen.

Verbessert wurden auch die für Tester bestimmten Apps Feedback und Insider Hub. Feedback enthält jetzt eine Filtermöglichkeit und die Option, sich Rückmeldungen und Fehlerberichten anderer anzuschließen. Zahlreiche Schritte, vom Start bis zur Suche, wurden beschleunigt. Im Insider Hub hält die Seite “Your Progress” jetzt fest, wie viele Missionen ein Tester absolviert hat, und auch, wie oft er auf Bitten zum Feedback reagiert hat. Dadurch – und durch ausgeschriebene Preise – versucht Microsoft, seine “Windows Insider” zu gründlichen Tests anzuhalten.

Während der Browser Spartan selbst fehlt, ist seine Rendering-Engine an Bord, wie Microsoft-News.com berichtet – und diese Engine hat Microsoft für den neuen Build um zahlreiche Funktionen ergänzt, etwa verbesserte Kompatibilität zu ECMAScript 6 (bis zu 74 Prozent im Test Kangax ES6), erweiterte Unterstützung für DOM L3 XPath und Unterstützung für WAI-ARIA Landmark Roles, CSS Conditional Rules, Web Audio API sowie CSS Gradient Midpoints. Die Integration des SVG-Filters FeBlend wurde verbessert und auf die Fullscreen API wird nun ohne Präfix zugegriffen. Außerdem unterstützt die Engine jetzt die Touch Events API. Touch Events werden automatisch aktiviert, wenn ein Touchscreen vorhanden ist. Sie lassen sich auch unter “about:flags” konfigurieren. Dort kann auch die Spartan-Engine aktiviert werden, indem man die Option “Enable Experimental Web Platform Features” einschaltet.

Allerdings bringt die neue Build auch ein paar Fehler mit. So erweisen sich die Apps Mail, Kalender und People als nicht mehr erreichbar. Um sie dennoch zu nutzen, schlägt Microsoft immerhin einen Workaround vor.

(Bild: Microsoft).

So wechselt man wieder von „Fast“ auf „Slow“ (Bild: Microsoft).

Über die Vorstellung des neuen Builds hinaus hat Gabe Aul von Microsoft einige Erklärungen zum Windows-Insider-Programm abgegeben. Er gab zu, dass der frühere Prozess mit drei Runden interner Tests bei Microsoft unnötig konservativ war. “Wir haben erkannt, dass die Insider, die sich bei der Installationsart für Vorschau-Builds für die Option ‘Schnell’ entscheiden, bereit sind, höheres Risiko einzugehen.” Ihr Qualitätsanspruch sei zudem mit dem bestimmter interner Testgruppen identisch. Deshalb werde etwa der aktuelle Build für die Öffentlichkeit nur 48 Stunden später verfügbar als für die interne Operating Systems Group (OSG).

“Wir erwarten nun, dass es mehr Builds geben wird, häufiger, mindestens einmal im Monat”, erklärte Aul gegenüber ZDNet.com. “Das könnte auch heißen, dass es in einem Monat mehrere neue Builds geben wird.” Allerdings solle man keinen festen Zeitplan von Microsoft erwarten.

Für Windows Phones ist der neue Build nicht verfügbar. “Wir brauchen dafür noch etwas mehr Zeit”, sagt Aul. “Dafür unterstützen wir wahrscheinlich weitere Smartphones, wenn wir ihn freigeben.” Bisher kann die Mobile-Version von Windows 10 nur auf einem halben Dutzend Lumia-Modelle ausprobiert werden.

[Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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