Neue Luxus-Android-Smartwatch mit Intel-Chip erscheint in Q4

Die Luxus-Smartwatch von TAG Heuer wird von einer Intel-CPU angetrieben und läuft mit Android Wear. Das Design soll den Eindruck einer „normalen“ Luxus-Armbanduhr vermitteln. Die Funktionen sollen denen der Apple Watch ähneln.

Die von dem Schweizer Uhrmacher TAG Heuer entwickelte Luxus-Smartwatch mit Android Wear als OS und Intel-Prozessor wird im vierten Quartal des Jahres herauskommen, wie der CEO des Unternehmens Jean-Claude Biver bestätigte. Die neue smarte Uhr soll laut einer Pressemitteilung von Intel „neue Maßstäbe hinsichtlich Innovation, Kreativität und Design setzten“.

TAG Heuer (Screenshot: CNET).

Die Smartwatch soll eine digitale Version einer Uhr aus TAG Heuer’s Modellreihe Carrera werden (Screenshot: CNET).

Konkrete Details zu der Smartwatch oder Preisen wurden auf der der Messe Baselworld, auf der die Uhr von den drei Unternehmen TAG Heuer, Intel und Google unter dem Motto „Silicon Valley trifft auf die Schweiz“ angekündigt wurde, nicht genannt. Eine offizielle Vorstellung soll am Ende des Jahres zwischen Oktober und Dezember 2015 erfolgen.

Berichten von Reuters zufolge soll es sich bei der Smartwatch um eine digitale Version einer Uhr aus der Modellreihe Carrera handeln. Das Design soll demnach auch den Eindruck erwecken, als würde man eine normale Luxus-Armbanduhr tragen. Angetrieben wird die Uhr wie erwähnt von einem Intel-Prozessor. Google steuert das Betriebssystem Android Wear bei. Die Funktionen sollen denen der Apple Watch ähneln. Unter anderem soll die Uhr in der Lage sein, den Standort sowie die zurückgelegte Strecken zu ermitteln.

(Bild: TAG Heuer).

Auf der Baseworld kündigte TAG-Heuer-CEO Jean-Claude Biver die Entwicklung einer Smartwatch in Kooperation mit Intel und Google an. Von links nach rechts: Guy Sémonm, TAG Heuer, Michael Bell, Intel, David Singleton, Google, Jean-Claude Biver, TAG Heuer (Bild: TAG Heuer).

Mit der Smartwatch erhofft sich TAG Heuer neue Kundengruppen zu erschließen. Jean-Claude Biver, CEO von TAG Heuer, und auch Nick Hayek, CEO der TAG-Heuer Mutter Swatch Group, sind sich einig, dass Smartwatches den „Kuchen“ für die gesamte Branche vergrößerten. Biver ist zuversichtlich, dass vor allem junge Smartwatch-Käufer später auch „echte Uhren“ des Unternehmens kaufen werden.

Die Swatch Group selbst hat laut Reuters angekündigt, sie werde auch verschiedene Uhren ihrer Marken mit der Nahfunktechnik NFC ausstatten. Den Anfang soll Swatch machen, gefolgt von Tissot und Omega.

Darüber hinaus verspricht die zum französischen Luxusgüterkonzern LVMH gehörende Swatch Group längere Akkulaufzeiten als bei der Apple Watch. Dafür sollen ihre Smartwatches aber auch weniger Funktionen bieten. Die Apple Watch muss nach Herstellerangaben bei “normaler Nutzung” nach rund 18 Stunden wieder aufgeladen werden.

Dem Reuters-Bericht zufolge werden allerdings nicht alle Uhrenhersteller auf den Smartwatch-Zug aufspringen. Traditionelle Anbieter wie Hermes und Patek Philippe setzen demnach darauf, dass es immer eine Nachfrage nach klassischen Armbanduhren geben wird. “Wenn sie eine Patek Philippe kaufen, dann kaufen sie ein zeitloses Stück Handwerkskunst”, sagte Thierry Stein, Chairman von Patek Philippe. “Das wäre so, also würde man den Menschen sagen, sie sollen nicht länger Kunstwerke kaufen sondern TV-Bildschirme, die ein Bild eines Kunstwerks wiedergeben.” Patek Philippe und Hermes erklärten gegenüber Reuters, sie planten derzeit keine Smartwatches.

[Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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