Mittelklasse-Smartphones mit 128 GByte Speicher im Kommen

Die hohen Speicherkapazitäten zu mittleren Preisen macht Samsungs neu vorgestellte Flashspeicher-Technologie für Smartphones und Tablets möglich. Die neuen NAND-Flash-Module basieren auf eMMC 5.0 und speichern 3 Bit pro Zelle.

In Zukunft werden auch etwas erschwinglichere Smartphones mit einem großen internen Speicher ausgestattet sein, den man sonst nur bei High-End-Modellen findet. Denn Samsung hat nun eine entsprechende Flashspeicher-Technologie vorgestellt, die natürlich auch in Tablets zum Einsatz kommen kann, und Kapazitäten von bis zu 128 GByte in Mittelklasse-Modellen ermöglicht. Die auf dem eMMC-5.0-Standard basierenden NAND-Flash-Module, die 3 Bit in einer Speicherzelle aufnehmen können, erlauben nicht nur höhere Kapazitäten, sondern bringen auch noch Vorteile in Sachen Geschwindigkeit mit sich.

(Bild: Samsung).

Die hohen Speicherkapazitäten zu mittleren Preisen macht Samsungs neu vorgestellte Flashspeicher-Technologie für Smartphones und Tablets möglich. Die neuen NAND-Flash-Module basieren auf eMMC 5.0 und speichern 3 Bit pro Zelle (Bild: Samsung).

Eine höhere Speicherdichte als sie die neuen Flashspeicherbausteine des koreanischen Unternehmens bieten, gibt es bei keiner anderen eMMC-5.0-Lösung. Sie sollen künftig bei Geräten im mittleren Preisspektrum zum Einsatz kommen und die Speicherkapazität auf bis zu 128 GByte anheben. Damit schließt Samsung die Lücke zwischen den Top-Modellen, für die es bereits Speicher mit 128 GByte Kapazitäten auf der Basis des UFS-2.0- oder eMMC-5.1-Standards vorgestellt hatte.

Im Vergleich zu UFS 2.0 oder eMMC 5.1 ist der neue 128-GByte-Speicher eMMC 5.0 aber offenbar deutlich günstiger herzustellen. Beim sequenziellen Lesen von Daten kann er zudem mit 260 MByte/s gut mithalten, aber natürlich nicht in jeder Hinsicht die gleiche Performance bieten. Für wahlfreie Lese- und Schreibzugriffe sind bis zu 6000 IOPS (Ein-/Ausgabebefehle pro Sekunde) beziehungsweise 5000 IOPS spezifiziert. Das genügt laut Hersteller für die Verarbeitung von HD-Videos sowie Multitasking-Funktionen. Relativ zu einer typischen externen Speicherkarte seien diese IOPS-Geschwindigkeiten viermal beziehungsweise zehnmal schneller.

Samsung hat den neuen Speichertyp speziell für Smartphone- und Tablet-Massenmärkte entwickelt. In seinem Flaggschiff-Smartphone Galaxy S6 hingegen arbeitet er bereits mit Flashspeicher nach dem Standard Universal Flash Storage (UFS) 2.0, der eine deutlich höhere Performance ermöglicht. Gegenüber dem bisherigen Standard eMMC 5.0 erzielt dieser einen fast dreimal höheren Durchsatz. Samsung erreicht das unter anderem mit der von SSDs bekannten Technik “Command Queuing”, wodurch Anfragen an den Controller parallel abgearbeitet werden können. Zudem kommt diese neue Flashtechnik mit einer etwa 50 Prozent geringeren Leistungsaufnahme als die Vorgängergeneration aus.

[Mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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