Test: Acer Aspire V 15 Nitro (VN7-591G-75TD) mit 4K-Display, Core-i7 und 16 GByte RAM

Das Acer Aspire V 15 Nitro Black Edition (VN7-591G-75TD) bietet ein 15,6-Zoll-4K-Display, eine Intel-Core-i7-CPU, 16 GByte RAM, eine Nvidia GeForce GTX 860M, eine 256- GByte-SSD sowie 2 TByte HDD-Speicher und Windows 8.1 als OS. Folgender Artikel verrät, wie sich das Notebook im Test schlägt.

Mit dem Aspire V 15 Nitro Black Edition hat Acer ein leistungsstarkes Notebook im Angebot, das sich vor allem an Gamer richten soll. Acer bewirbt es zumindest mit dem Spruch „Das Gaming-Notebook für ein Leben auf der Überholspur“.  Allerdings dürfte das Modell auch für Multimedia-Nutzer interessant sein. Bei dem Gerät handelt es sich im Grunde um einen Desktop-Ersatz, den Acer in ein stylisches und verhältnismäßig dünnes und leichtes Gehäuse gepackt hat. Das V Nitro steht als Black Edition in mehreren Konfigurationen mit unterschiedlicher Hardwareausstattung zum Verkauf. Wir haben das Modell VN7-591G-75TD mit 15,6-Zoll-4K-Display, Core i7, 16 GByte RAM, GeForce GTX 860M und 256 GB SSD sowie 2 TByte HDD-Speicher getestet. Acer bietet seine V-Nitro-Serie auch noch mit größerem 17-Zoll-Bildschirm an.

Acer V Nitro (Foto: CNET).

Das getestete Acer Aspire V 15 Nitro Black Edition (VN7-591G-75TD) bietet ein 15,6-Zoll-4K-Display, eine Intel-Core-i7-CPU, 16 GByte RAM, eine Nvidia GeForce GTX 860M, eine 256- GByte-SSD sowie 2 TByte HDD-Speicher und Windows 8.1 als OS. (Foto: CNET).

Preis & Verfügbarkeit

Das Acer Aspire V 15 Nitro (VN7-591G-75TD) ist schon länger im Handel erhältlich und kann bei diversen Online-Shops zu einem durchschnittlichen Preis von 1.500 Euro erstanden werden. Auf seiner Webseite führt Acer einige Anbieter an, die das Gerät im Angebot haben. Damit zählt sich das V 15 Nitro zu den mittelpreisigen Gamer-Notebooks. Eine ähnlich ausgestattete Alternative wäre beispielsweise das Lenovo IdeaPad Y50-70.

Acer V Nitro (Foto: CNET).

Acer V 15 Nitro ausgepackt (Foto: CNET).

Design, Portabilität & Wartung

Das Gehäuse der Black Edition sieht stylisch aus, wenn auch auf den ersten Blick etwas unscheinbar. Es besteht aus Kunststoff, der fast komplett in einem matten Schwarzton gehalten ist. Einzig und allein die Leiste unter dem Display sowie dessen Scharniere glänzen in Silber. Das Cover ist mit einer angenehmen, griffigen und gegen Fingerabdrücke resistenten Nano-Struktur mit vertikal verlaufenden Rillen versehen. Die Unterseite fühlt sich leicht gummiert an, und wird an den Rändern sowie nach vorne hin dünner. Insgesamt ist das Äußere damit eher dezent und im Vergleich zu anderen Gaming-Notebooks vielleicht nicht so auffällig. Dafür dürfte es aber auch Multimedia-Anwender, die hauptsächlich Filme anschauen oder Videos schneiden wollen, nicht zu protzig sein. Ein guter Kompromiss, wie ich finde.

Acer V Nitro (Foto: CNET).

Das Cover des Acer V 15 Nitro ist mit einer angenehmen und griffigen Nano-Struktur versehen, auf der keine Fingerabdrücke zurückbleiben (Foto: CNET).

Mit einer Bauhöhe zwischen 22 und 24 Millimetern sowie 389,6 mal 257,5 Millimetern in der Länge und Breite ist das V 15 Nitro für ein derart leistungsstarkes Gaming-Notebook angenehm dünn und kompakt. Das konisch zulaufende Gehäuseunterteil verstärkt diesen Eindruck noch etwas. Mit einem Gewicht von 2,4 Kilogramm ist es auch nicht so schwer wie manch andere Modelle und reiht sich bei den leichten Gamer-Notebooks ein.

Acer V Nitro (Foto: CNET).

Mit einer Bauhöhe von 22 bis 24 Millimetern zählt es sich zu den dünneren Gaming-Notebooks (Foto: CNET).

Mit seinen Maßen passt das Gerät auch noch gut in eine herkömmliche Laptoptasche oder in einen Rucksack mit entsprechendem Fach, sodass man es gut zum Zocken zu Freunden oder auf eine LAN-Party mitnehmen kann. Auch wenn es sich zu den leichteren Modellen seines Genres zählt, ist das Acer V Nitro auf Grund seines Gewichtes aber dennoch kein Notebook, das man unbedingt den ganzen Tag mit sich herumschleppen will. Man übersteht zwar auch ohne Probleme einen Tag mit dem Gerät auf dem Rücken, für den wirklich mobilen Einsatz unterwegs sind aber leichtere Modelle besser geeignet.

Acer V Nitro (Foto: CNET).

Die Tastatur wird von einer roten Hintergrundbeleuchtung bestrahlt (Foto: CNET).

Klappt man das Notebook auf, was gerade noch bei leichtem Kippen des Gehäuses mit einer Hand funktioniert, kommt das 15,6 Zoll große 4K-Display, eine Chiclet-Tastatur mit Nummernblock und einer roten Hintergrundbeleuchtung sowie ein großes und leicht nach links ausgerichtetes Touchpad zum Vorschein. Die softtouchartige Oberfläche rund um die Tastatur sowie der Rahmen um das Display sind angenehm angeraut und fühlen sich trotz Kunststoff sehr hochwertig an. Ein kleiner Nachteil ist, dass das Material anfällig für Fingerabdrücke ist, die man im richtigen Licht zu sehen bekommt.

Acer V Nitro (Foto: CNET).

Design und Verarbeitungen können beim Acer V 15 Nitro überzeugen (Foto: CNET).

Das Gehäuse ist zum Großteil sehr stabil und gibt kaum nach, wenn man Druck darauf ausübt. Zwischen Trackpad und Tastatur lässt es sich aber etwas eindrücken und auch das Display verwindet sich, wenn man es darauf anlegt. Insgesamt lässt die Verarbeitung aber kaum Wünsche offen und kann überzeugen.

Acer V Nitro (Foto: CNET).

Das Acer V 15 Nitro hat keine Warteklappe (Foto: CNET).

Auf der Unterseite befinden sich vier Gummistandfüße, die dem Acer Aspire V 15 Nitro (VN7-591G-75TD) auch einen soliden Halt geben. Auf einem lackierten Holzschreibtisch steht es sehr sicher und rutsch im Grunde nicht. Die Wartung gestaltet sich beim Acer-Notebook etwas schwieriger. Eine Wartungsklappe gibt es nämlich nicht. Um an die Hardware heranzukommen müssen 12 Schrauben gelöst und die Oberseite samt Tastatur abgenommen werden. Ein Tausch des Akkus beziehungsweise der SSD ist aber ohne großes handwerkliches Geschick möglich, genauso wie das Reinigen der Lüfter.

Testvideo zum Acer Aspire V 15 Nitro Black Edition (VN7-591G-75TD):

Anschlüsse

Bei den Anschlüssen muss man auf Grund des kompakteren Design wohl kleinere Abstriche in Kauf nehmen. Alle Anschlüsse des Acer-Notebooks sind zudem auf der rechten Seite des Gehäuses untergebracht, was unter Umständen nicht ganz optimal ist. Neben dem Stromanschluss sind hier insgesamt drei USB-3.0-Anschlüsse, ein HDMI-Port, ein Ethernet-Port sowie ein Kombi-Anschluss für Kopfhörer und Mikrofon untergebracht. Der LAN-Port ist durch eine Klappe geschützt, die man nach unten drücken muss, was eventuell anfangs als lästig empfunden werden könnte, aber nach etwas Übung leicht von der Hand geht. Je nach Ausrichtung kommt einem allerdings der L-förmige Stromstecker beim Einstecken des LAN-Kabels in die quere. Zudem kann es bei größeren USB-Steckern etwas eng werden.

Acer V Nitro (Foto: CNET).

Anschlüsse des Acer V 15 Nitro (Foto: CNET).

Aufgrund des Kombi-Audio-Ports benötigt man zudem einen Adapter, falls das Gaming-Headset zwei separate Anschlüsse für Kopfhörer und Mikrofon besitzt. Diese gibt es im Netz aber schon für rund 5 Euro. Auf der linken Seite befindet sich nur ein Steckplatz für ein Kensington-Schloss.

An der vorderen Seite hat Acer noch einen SD-Kartenleser verbaut, in dem ab Werk übrigens ein kleines Plastikplättchen zum Schutz steckt. Die meisten SD-Karten hat der Leser erkannt, Probleme gab es, wie es sich aber auch bei anderen Notebooks schon bemerkbar machte, mit Adaptern für microSD-Karten. Die Speicherkarten versinken übrigens nicht ganz im Gehäuse, sondern stehen immer ein Stück heraus, sodass sie beim Transport besser nicht im Slot bleiben sollten. Auf ein optisches Laufwerk, einen VGA-Anschluss oder einen Display-Port muss man beim V 15 Nitro verzichten.

Acer V Nitro (Foto: CNET).

Das Acer V 15 Nitro (VN7-591G-75TD) kommt mit einem 4K-Display (Foto: CNET).

Display

Das Highlight des Acer V Nitro ist sicherlich sein 15,6 Zoll großes IPS-LC-Display mit einer gestochen scharfen 4K-UHD-Auflösung von 3840 mal 2160 Pixel bei einem Bildformat von 16:9. Der Bildschirm ist matt, wodurch er im Grunde so gut wie gar nicht spiegelt und man auch bei direkter Lichteinstrahlung kaum beeinträchtigt wird. Dank IPS-Technologie ist das Bild auch sehr blickwinkelstabil und verändert sich in Sachen Helligkeit und Farben nur minimal bei Betrachtung von der Seite. Die Helligkeit, die Farben sowie der Kontrast des Displays sind auch sehr gut und runden den insgesamt äußerst positiven Eindruck des 4K-Bildschirms ab. Um übrigens die volle Helligkeit zu erreichen, muss in den Energieeinstellungen die adaptive Helligkeitsregelung abgeschaltet werden.

Acer V Nitro (Foto: CNET).

Das 4K-Display des Acer V 15 Nitro bietet eine gute Blickwinkelstabilität (Foto: CNET).

Für den Multimediagenuss ist das Acer-Notebook damit optimal ausgestattet und auch für die kommende Zeit zukunftssicher, wenn es mehr 4K-Inhalte gibt. Bei Spielen profitiert man dagegen weniger von der hohen Auflösung. Aber dazu im Teil „Hardware und Leistung“ mehr. Ein Nachteil es 4K-Displays macht sich bei älterer Software bemerkbar. Ist diese noch nicht für die UHD-Auflösung angepasst, sind die Benutzeroberflächen samt Schrift, Symbolen, Toolbars & Co. unter Umständen extrem klein, was sich dann auch nicht durch Ändern der Bildschirmauflösung in Windows verbessert. Ein Bespiel wäre Adobe Premiere CS5, bei dem das Bearbeiten von Videos auf dem 4K-Display zu einem Präzisionsakt wird. Bei EAs Origin-Software ist dies beispielsweise auch der Fall, auch wenn es hier weit weniger an den Nerven zehrt. Dies ist natürlich auch bei anderen Notebooks mit 4K-Auflösung nicht anders, gut zu wissen ist es aber dennoch.

Acer V Nitro (Foto: CNET).

Manche Software ist noch nicht für die 4K-Auflösung angepasst (Foto: CNET).

Bedienung

Wie bereits erwähnt kommt das Acer Aspire V 15 Nitro (VN7-591G-75TD) mit einer Chiclet-Tastatur, die von einer roten Hintergrundbeleuchtung bestrahlt wird, was auch zu dem Gesamtbild eines Gamer-Notebooks passt. Gerade beim Zocken in abgedunkelten Räumen ist dies auch ziemlich praktisch. Bei Bedarf lässt sie sich aber auch abschalten. Das Layout der Tastatur selbst ist im Vergleich zu einem normalen Keyboard eines Desktop-PCs natürlich etwas kompakter. Besonders die F-Tasten und der Shift-Button sind kleiner gehalten. Die übrigen Tasten sowie der Nummernblock sind aber angenehm groß und dank einem merklichen Druckpunkt auch gut zu bedienen, auch wenn sie natürlich einen deutlich kürzen Weg haben, was aber Gamern sowieso eher in die Karten spielt.

Acer V Nitro (Foto: CNET).

Das Touchpad ist nicht allzu präzise (Foto: CNET).

Das leicht nach links versetzte Multi-Touchpad lässt sich überall klicken und fühlt sich im Grunde genauso an wie die Oberfläche des Notebooks selbst, ist also leicht rau. Dadurch erzeugt es eine etwas zu große Reibung, was präzise Eingaben erschwert. Bei kleinen Bewegungen zeigte es sich als etwas sprunghaft, was die Arbeit mit der winzigen Premiere-Oberfläche nicht gerade einfacher machte. Aber wer verwendet schon das Touchpad – besonders als Gamer.

Hardware und Leistung

Das Herzstück des Acer Aspire V 15 Nitro (VN7-591G-75TD) ist ein Intel-Core-i7-Haswell-Chip der Modellreihe 4170HQ mit 2,5 GHz Basistakt und 3,5 GHz im Turbomodus. Das Modell VN7-591G-75TD ist mit 16 GByte RAM ausgestattet. Dabei handelt es sich um zwei im Dual-Channel-Mode betriebene 8 GByte-DDR3-1600-Riegel von Kingston (PC3). Die Grafik übernehmen Intels HD-4600-Chip sowie Nvidias GeForce GTX 860M, die im Dual-Grafik-Verbund mit Nvidias Optimus-Technologie laufen. Das bedeutet, dass die leistungsschwächere Intel-GPU die alltäglichen Aufgaben übernimmt und die GeForce beispielsweise dann bei Spielen zum Einsatz kommt. Dadurch spart das System Strom. Die GeForce 860M zählt sich leider eher zu den gehobenen Mid- als absoluten High-End-Grafikkarten, und ist auch nicht das Top-Modell von Nvidias 800er-Serie. Neuere Gaming-Notebooks setzen meist auf die GTX 970M oder GTX 980M. Acer hat beim Modell VN7-591G-727P auch schon nachgebessert und eine GTX 960M verbaut. Im dem Nitro-Modell 75TD kommt die 860M aber immerhin mit 4 GByte DDR5-Speicher zum Einsatz. Für das System ist weiterhin eine schnelle 256 GByte große SSD von LiteOn verbaut. Daten finden auf einer 2 TByte großen HDD von Seagate mit 5400rpm Platz, die genügend Kapazität für zahlreiche Spiele, 4K-Filme oder Roh-Videodaten bietet. Bei der Konkurrenz gibt es häufig nur weniger Speicher. Die SSD ist auch richtig flott. Das System bootet im ausgeschalteten Zustand in rund 9 Sekunden und ist in gut 4 Sekunden heruntergefahren. Aus dem Standby ist es sofort wieder aufgeweckt. Ein Neustart dauert knapp 20 Sekunden.

acervnitro15_19

Das Notebook erreicht im 3D Mark Fire Strike Benchmark 3702 Punkte (Foto: CNET).

Im Cinebench R15, der den Prozessor sowie die Grafikkarte auf den Prüfstand stellt, erreichte das VN7-591G-75TD 48,64 fps im OpenGL-Test und 578 respektive 129 Punkte im 64-Bit-CPU-Multi und Single-Core-Bench. Im 3D Mark 11 (Performance mit 720p, Skalierung: ausgedehnt), der hauptsächlich die Grafikpower misst, schaffte es einen Score von 5149 Punkte. Im neueren 3D Mark Bench (2013) schnitt es im FireStrike mit 3702, im Sky Diver mit 11546, im CloudGate mit 14798 und im Ice Storm mit 69362 Punkten ab. Damit liegt das Acer Aspire V 15 Nitro auf einem Niveau mit ähnlich ausgestatteten Konkurrenten und hat, wie man es auch von diesen Hardwarekomponenten erwarten würde, insgesamt gesehen ordentlich Power. Mit den absoluten High-End-Gaming-Notebooks oder gar -PCs mit noch schnelleren Core-i7-CPUs und GeForce-Grafikkarten kann es aber natürlich nicht ganz mithalten.

Für reguläre Arbeiten, beispielsweise mit Office & Co. reicht die Power des V 15 Nitro damit um Längen aus. Auch das Bearbeiten von Videos inklusive 4K-Material, Fotos oder Musik ist dank des Core i7 und großen Arbeitsspeichers kein Problem für das Acer-Notebook und geht flott. Games sind in HD- und zum Großteil auch Full-HD-Auflösung sehr gut spielbar. Hardcore-Gamer, die allerdings 100 Frames anpeilen, werden sich bei anspruchsvollen Titeln häufig bei Auflösungen rund um 1366 mal 768 (WXGA) wiederfinden und müssen gegebenenfalls auch die Grafikdetails etwas herunterschrauben. Fürs Zocken mit 4K-Auflösung ist die GeForce GTX 860M leider etwas zu schwach. Einige Titel mit weniger schneller Action lassen sich zwar noch in 4K spielen, bei aufwendigeren Games gehen die Frames dann aber schon arg in den Keller. Zudem muss man die Grafikdetails meist auf das Minimum reduzieren. Auch bei älteren Games wie Counterstrike 1.6 auf Basis der Half-Life-1-Engine kommt das Notebook in 4K nicht über 30 bis 45 Frames. Das Bild sieht aber natürlich auch mit 1080p richtig gut aus, dennoch sollten sich reine Gamer den Kauf der Full-HD-Version des Acer V 15 Nitro überlegen.

Lüfterlautstärke & Wärmeentwicklung

Das Acer Aspire V Nitro kommt mit zwei Lüftern, die die Wärme von CPU & Co. durch Schlitze auf der Rückseite des Notebooks direkt unter dem Displayscharnier abführen. Acers DustDefender- und Coolboost-Technologie gibt es beim V 15 Nitro leider nicht. Bei einer geringfügigen Belastung ist das Acer V Nitro mit rund 29 db angenehm leise und das Rauschen der Lüfter kaum zu hören. Auch die Festplatte arbeit nahezu lautlos. Sobald man aber anspruchsvolle Spiele startet drehen die Lüfter auf und machen deutlich mehr Lärm, den man auch noch aus 3 Meter Entfernung wahrnehemen kann. Bei voller Last haben wir Werte zwischen 37 und 44 db gemessen, womit es sich aber immer noch zu den leisen Gaming-Notebooks zählt.

Acer V Nitro (Foto: CNET).

Insgesamt ist das Acer V 15 Nitro eines der leiseren Gaming-Notebooks (Foto: CNET).

Der Bereich rundum die Lüfterschlitze ist im normalen Betrieb stets warm, sodass es auch beim Surfen nach einiger Zeit etwas unangenehm wird, das Notebook direkt auf dem Schoß zu verwenden. Wenn die Hardware richtig arbeiten muss, entwickelt sie noch mehr Wärme. Die Verwendung einer Unterlage ist anzuraten, falls einem das Notebook an sich nicht sowieso schon zu schwer für diesen Einsatzzweck ist.

Sound, Webcam & Mikrofon

Das Acer Aspire V Nitro kommt mit vier Lautsprechern mit Dolby-Digital-Plus-Zertifizierung und virtuellem Surroundsound, die nach unten gerichtet sind. Für optimale Ergebnisse sollte das Notebook daher auf einer soliden Oberfläche stehen, sonst geht der Sound etwas unter. Klanglich kann das Soundsystem aber insgesamt überzeugen. Auch die Lautstärke ist mit maximal gemessenen 85 db ordentlich und reicht aus, um einen kleineren Raum zu beschallen. Beim Anschauen von Youtube-Videos pendelte die Lautstärke im Schnitt rundum 70 bis 75 db.

Acer V Nitro (Foto: CNET).

Die vier Lautsprecher des Acer V 15 Nitro reichen aus, um einen kleineren Raum zu beschallen (Foto: CNET).

Des Weiteren ist das Gerät mit einer HD-Webcam für Skype & Co. ausgestattet, die oberhalb des Bildschirms sitzt, und Fotos sowie Videos mit maximal 1.280 mal 720 Pixel aufnimmt. Die Qualität ist für Videotelefonie ausreichend, auch abends bei Zimmerbeleuchtung. Eine Online-Identifikation mit WebID, dem digitalen Pendant zum PostIDENT-Verfahren, hat ebenfalls geklappt, auch wenn die Webcam Probleme hatte, den Ausweis in unmittelbarer Nähe zur Kamera scharf zu stellen. Ein integriertes Mikrofon ist ebenfalls an Bord, das zur Verständigung via Videotelefonie genutzt werden kann. Es sitzt an der vorderen Kante links neben dem SD-Kartenleser und ist für Skype oder Google Hangouts vollkommen ausreichend, wenn man die Lautstärke voll aufdreht. Gegenfalls lässt auch noch die Mikrofonverstärkung hinzuschalten, die aber für mehr Rauschen sorgt.

Kommunikation

Zur Kommunikation stehen Gigabit-Ethernet (10, 100 und 1000 MBit/s), WLAN 802.11 a/g/n sowie Bluetooth 4.0 zur Verfügung. Beim dem WLAN-Modul handelt es sich um das Modell Qualcomm Atheros QCA61x4. Der WLAN-Empfang ist in der Nähe des Routers sehr gut. In unserem Büro liegt dieser im Umkreis von 10 Metern. In der Küche, die rund 25 Meter entfernt und durch zwei Wände vom Router getrennt ist, brach die Verbindung zum WLAN ab. Bei 25 Metern hatte allerdings beispielsweise auch das Smartphone den Kontakt zum Router verloren. In rund 15 Metern waren es drei fünf fünf Strichen. Insgesamt war der WLAN-Empfang damit noch in Ordnung.

Akkulaufzeit

Das Acer Aspire V 15 Nitro (VN7-591G-75TD) kommt mit einem 4600-mAh-Akku  (AC14A8L) mit 52 Wh. Bei normalen Arbeiten beziehungsweise beim Surfen kamen wir ohne Energiesparmodus, also bei voller Helligkeit, auf eine Akkulaufzeit von knapp über zwei Stunden. Bei gut 7 Prozent hat sich das Notebook abgeschaltet. Mit Energiesparmodus und adaptiver Helligkeitsanpassung kommt es auf eine durchschnittliche Laufzeit von rund 4,5 Stunden. Beim Anschauen eines Videos kamen wir auf eine Laufzeit von 2 Stunden und 34 Minuten. Bei anspruchsvolleren Aufgaben wie Benchmark-Tests ging dem Acer schon früher der Saft aus. Nach knapp über einer Stunde war der Akku entladen. Bei Spielen verhält es sich ähnlich.

Acer V Nitro (Foto: CNET).

Das Netzteil ist ein ständiger Begleiter des Acer V 15 Nitro (Foto: CNET).

Betriebssystem

Als OS kommt natürlich Windows 8.1 zum Einsatz. Eine Installations-CD liegt nicht bei. Acer hat ein Reihe an Programmen vorinstalliert. Darunter seine BYOC-Apps abDocs, abFiles, abMedia und abPhoto. Außerdem spielt es ab Werk sein Care Center, einen Videoplayer, den Explorer Agent und Launch Manger sowie Anwendungen für das Power- sowie Recovery-Management auf. Daneben findet sich auch ein Programm namens „Acer User Epxerience Improvement Programm App Monitor Plugin/Framework“ auf der Festplatte, das wohl Daten zum „Verbessern der Nutzererfahrung“ sammelt. Ansonsten sind der FoxitPDF-Reader, Dolby Digital Plus Home Theater sowie eine Testversion von McAffe und Spotify vorinstalliert. Microsoft Office ist beispielsweise nicht kostenlos mit an Board.

Acer V Nitro (Foto: CNET).

Auf dem Acer V 15 Nitro läuft natürlich Windows 8.1 (Foto: CNET).

Fazit

Das Acer Aspire V 15 Nitro (VN7-591G-75TD) Black Edition ist eines der kompakteren Gaming-Notebook, bietet aber dennoch mit einem leistungsstarken Core-i7, einer Nvidia GeForce 860M, 16 GByte RAM, einer 256 GByte SSD sowie 2 TByte HDD eine ordentliche Hardwareausstattung mit viel Speicherplatz. Es macht insgesamt einen hochwertigen und gut verarbeiteten Eindruck. Dafür sorgt nicht zuletzt das mattschwarze Softtouch-Finish, das für ein insgesamt eher schlichtes, aber stylisches Design sorgt, und auch Multimedia-Nutzern nicht zu protzig sein dürfte. Ein Highlight ist sicherlich das matte 15,6-Zoll-4K-Display, das sowohl bei den Farben als auch der Helligkeit und Blickwinkelstabilität einen sehr guten Eindruck macht, und besonders bei der Multimedianutzung zur Geltung kommt.

Das  V 15 Nitro bringt so gut wie alle aktuellen Spiele flüssig auf den Schirm bringen – wenn auch mit verringerter Auflösung. Will man beim Zocken die volle UHD-Auflösung des Bildschirms ausnutzen, stößt die Grafikkarte leider schnell an ihre Grenzen, womit reine Gamer sich den Kauf der Full-HD-Version des Acer V Nitro überlegen sollten. Als leistungsstarker Desktop-Ersatz für Videoschnitt & Co. ist das V 15 Nitro (VN7-591G-75TD) bestens geeignet, solange man aktuelle Software verwendet. Als alltäglicher mobiler Begleiter ist das Gerät trotz seines verhältnismäßig kompakten und leichten Designs, zwar nicht unbedingt zu empfehlen, aber noch einsetzbar. Allerdings hält der Akku ohne Stromzufuhr nicht sehr lange durch, aber dafür ist das Notebook ja eigentlich auch nicht gedacht, sondern als Desktop-Ersatz, den man sehr gut zum Zocken zu Freunden oder auf eine LAN-Party mitnehmen kann.

Testvideo zum Acer Aspire V 15 Nitro Black Edition (VN7-591G-75TD):

Autor: Christian Schartel
Christian Schartel Christian Schartel Christian Schartel

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Test: Acer Aspire V 15 Nitro (VN7-591G-75TD) mit 4K-Display, Core-i7 und 16 GByte RAM

  • Am 14. September 2015 um 19:02 von anna

    Ich habe das gute Stück jetzt seit einem Jahr. Grundsätzlich bin ich zufrieden, aber der LAN-Anschluss ist bereits defekt und was mich wirlich nervt ist die Tastaturbeleuchtung, die sich nicht dauerhaft ausschalten lässt. Man kann sie mit Strg+F9 ausschalten, aber nach einem Neustart oder wenn sich das Notebook „schlafen legt“, ist die Tatstaturbeleuchtung wieder da. Ich habe das Gefühl, ich stelle sie etwa 20 Mal pro Tag aus. Nervig so etwas… :/

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *