Endspurt: Kickstarter-Projekt für Pebble Time endet in ein paar Stunden

Pebble-Unterstützer haben auf Kickstarter noch ein paar Stunden Zeit, um die Pebble Time oder Pebble Time Steel vorzubestellen oder bestehende Beteiligungen noch schnell zu ändern. Die Kunststoffversion gibt es derzeit ab 179 Euro, die Edelstahlversion ab 250 Dollar. Die Auslieferung erfolgt dann ab Mai respektive Juli.

In wenigen Stunden – konkret heute Nacht um drei Uhr – läuft das Crowfundig-Projekt von Pebble auf Kickstarter aus. Aktuell sind es rund 78.000 Backer, die die Pebble Time, den Nachfolger der ersten Pebble Smartwatch bereits vorbestellt haben. Statt des ursprünglich anvisierten Finanzierungsziels von 500.000 Dollar sind inzwischen über 20 Millionen Dollar zusammengekommen. Das ursprüngliche Ziel war bereits 17 Minuten nach dem Start am 24. Februar erreicht.

Pebble hält damit den neuen Kickstarter-Rekord. Interessierte haben jetzt noch die Möglichkeit zuzugreifen. Die Pebble Time gibt es ab 179 Euro, die Pebble Time Steel für 250 Dollar inklusive Leder- und Edelstahlband. Dazu kommen noch Versand- beziehungsweise Einfuhrgebühren. Das Early-Bird-Angebot für 159 Euro ist zwar bereits vergriffen, wer aber etwas Geduld hat, kann hier unter Umständen nachrücken, da immer wieder Backer wechseln oder abspringen. Das gilt auch für die Edelstahlversion für 250 Euro, die ab Juli lieferbar ist. Bei den späteren Lieferterminen ist die Lage entspannter.

Pebble Time Steel (Bild: Pebble)

Dass sich die Pebble über einen so guten Zulauf freuen kann, liegt an der Unterstützung von Android und iOS und der vergleichsweise langen Akkulaufzeit. Einen spürbaren Anstieg der Backer-Zahl konnte Pebble nach der Vorstellung der Pepple Time Steel verzeichnen, nachdem viele potentielle Interessenten zunächst zögerlich auf die Kunststoffausführung der Pebble Time reagierten. Den zweiten Schub hatte Pebble dann Apple und der Vorstellung der Apple Watch zu verdanken. Für gesteigertes Interesse sorgte natürlich auch die Ankündigung der sogenannten Smart Straps, der Armbänder beispielsweise von Drittanbietern, die in der Lage sind mit der Pebble Time über den „Smart Accessory Port“ auf der Rückseite der Uhr zu kommunizierten und mit GPS, Pulsmesser oder zusätzlichem Akku ausgestattet sein könnten. Über den Smart Accessory Port wird die Uhr auch geladen.

Anders als die erste Generation kommt die Pebble Time mit Farbdisplay. Die Pebble Time Steel nutzt wie die normale Pebble Time ebenfalls ein E-Paper-Display, das 64 Farben darstellen kann. Die E-Paper-Anzeige arbeitet gegenüber einem LCD oder OLED deutlich energieeffizienter und ist zudem dauerhaft aktiv. Ein weiterer Vorteil ist der hohe Kontrast, der das Display auch bei direktem Lichteinfall gut ablesbar macht.

Die Akkulaufzeit hat der Hersteller bei der Steel-Ausführung der Time nochmals verbessert: Mit einer Ladung soll die Uhr nun bis zu 10 Tage durchhalten, während das Standardmodell rund eine Woche schafft. Dafür müssen Nutzer ein 1 Millimeter dickeres Gehäuse in Kauf nehmen. Der Nachfolger der letztjährigen Pebble Steel (229 Euro) übernimmt auch alle weiteren Neuerungen der Pebble Time. Dazu zählen ein eingebautes Mikrofon, das dem Nutzer den Versand von Sprachnachrichten und das Erstellen von Sprachnotizen erlaubt, sowie das Timeline-Konzept, das die jüngsten Benachrichtigungen wie auch anstehende oder zurückliegende Termine in chronologischer Reihenfolge anzeigt.

Wie die Pebble Time ist auch die Pebble Time Steel wasserdicht. Außer dem Gehäuse bestehen die Einfassung und alle Bedienknöpfe aus Edelstahl. Eine Scheibe aus Gorilla Glass schützt das Display vor Kratzern. Außer einem Edelstahlarmband wird ebenfalls eine Lederarmband erhältlich sein. Mittels eines Schnellverschlusses lassen sich die Armbänder leicht wechseln.

Die ersten Exemplare der Pebble Time werden an die Early-Bird-Backer im Mai ausgeliefert, die nächsten Besteller erhalten die Kunststoff-Version dann im Mai und Juni. Eie Pebble Time Steel will der Hersteller ab Juli ausliefern, ein bis zwei Monate nach der Pebble Time. Sie wird in Silber, Schwarz und Gold erhältlich sein.

Unter Android verspricht der Hersteller Kompatibilität zu hunderten Apps, darunter SMS, Hangouts, Gmail, Facebook Messenger und Whatsapp. Unter iOS beschränkt sich die Nutzung vorerst auf Gmail.

Mit bisher über einer Million verkaufter Smartwatches dürfte Pebble Marktführer sein – Samsung hat dem Vernehmen nach bis dato rund 800.000 Uhren seiner diversen Modellreihen ausgeliefert. Diese Zahlen dürften sich aber mit dem Start der Apple Watch im April 2015 relativieren, wobei mehrere Umfrage nur ein mäßiges Kaufinteresse an der Apple Watch ergaben.

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann

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