Apple TV: neue Generation kommt zum Start wohl ohne 4K-Unterstützung

Das hochauflösende Videoformat ist beeindruckend, aber bei Inhalteanbietern bisher nur wenig verbreitet. So finden sich beispielsweise in den Angeboten von Netflix, Amazon und Sony bis dato nur wenige Filme in diesem Format. Auch Apples Infrastruktur selbst könnte für die Einschränkung infrage kommen.

Wie BuzzFeed News unter Berufung auf nicht näher genannte mit Apples Plänen vertraute Personen berichtet, wird die vierte Generation von Apples Settop-Box Apple TV zum Start angeblich nicht die Wiedergabe von 4K-Videos unterstützen. „4K ist großartig, aber es steckt noch in den Kinderschuhen“, sagte demnach eine der Quellen.

Apple TV (Bild: Apple)

Apple TV (Bild: Apple)

Ein Entwickler hatte laut AppleInsider im November festgestellt, dass der im iPhone 6 und im iPhone 6 Plus verbaute A8-Prozessor 4K-Videos unterstützt. Daraufhin war vermutet worden, der Chip werde auch die nächste Apple-TV-Generation antreiben – und diese damit um 4K-Support erweitern.

Das Format ist bei Inhalteanbietern bisher nur wenig verbreitet, auch wenn inzwischen selbst die ersten Smartphone-Kameras Videos mit einer Auflösung von 3840 mal 2160 Bildpunkten (Quad Full High Definition oder Ultra High Definition) beziehungsweise 4096 mal 2304 Bildpunkten (4K) aufnehmen. Netflix, Amazon und Sony haben laut AppleInsider nur sehr wenige 4K-Inhalte in ihrem Angebot. Auch gibt es bisher nur sehr teure Fernseher, die über eine 4K-Auflösung verfügen.

Als mögliche Einschränkung käme laut BuzzFeed News aber auch Apples Content Delivery Network infrage. Apple habe im vergangenen Jahr damit begonnen, Videostreams über eine eigene Infrastruktur anzubieten. Ob das Netzwerk auch in der Lage sei, ultrahochauflösende Inhalte bereitzustellen, sei nicht klar. Zudem verfügten viele US-Haushalte nicht über die dafür benötigte Breitbandverbindung.

Buzzfeed News macht zu einem möglichen Marktstart der nächsten Apple-TV-Generation keine Angaben. Zuvor war vermutet worden, Apple werde seine Settop-Box im Juni anlässlich der Worldwide Developers Conference aktualisieren. Den Preis für die aktuelle Version hatte der iPhone-Hersteller erst kürzlich auf 69 Dollar gesenkt, was eigentlich ein Hinweis darauf ist, dass ein neues Modell in Arbeit ist.

Apple entwickelt angeblich auch einen Streaming-Dienst. Der webbasierte Abo-Dienst soll im Herbst starten. Die Verhandlungen mit Fernsehsendern laufen aber wohl noch. Laut New York Post könnte Apple für ein Abonnement mit 25 Kanälen um die 20 Dollar pro Monat verlangen.

[Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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