Samsung arbeitet angeblich an runder Smartwatch

Samsungs neue Smartwatch dürfte als Gear A in zwei Versionen kommen. Eine der beiden geplanten Varianten kommuniziert über WLAN, die andere, wie schon die Gear S, zusätzlich auch via 3G. Die Uhr wird über den Touchscreen, die Krone und eine drehbare Lünette gesteuert.

Einem Bericht von SamMobile zufolge ist die unter dem Codenamen Orbis entwickelte Uhr, an der Samsung seit Monaten arbeitet, im Premium-Segment angesiedelt. SamMobile will den Namen der Uhr in der Erfahrung gebracht haben: Gear A. Wann sie in den Handel kommt, ist aber noch nicht bekannt.

Samsung Gear S (Bild: Samsung)

Samsung Gear S (Bild: Samsung)

Während die Ende August 2014 vorgestellte gebogene Smartwatch Gear S nur in einer Version mit Mobilfunkchip auf den Markt gebracht wurde, soll die Gear A in in zwei Varianten erhältlich sein. Eine davon kann lediglich Verbindungen per Bluetooth und WLAN herstellen, die andere unterstützt, wie die Gear S, auch Anrufe im 3G-Mobilfunknetz. Die beiden Modelle haben dem Bericht zufolge die Artikelnummern SM-R720 (ohne 3G) und SM-R730 (mit 3G). Zudem soll es Modelle mit und ohne SIM-Lock geben, unter anderem für Südkorea und die US-Mobilfunkprovider AT&T, Sprint, Verizon und T-Mobile USA.

SamMobile hatte schon Ende Januar von nicht näher genannten Quellen erfahren, dass Samsung die Gear A mit einer drehbaren Lünette und einem an eine klassische Krone angelehnten Ein-Aus-Schalter ausstattet. Der Touchscreen der Uhr lässt sich demnach mit Gesten bedienen. Eine Wischbewegung von oben nach unten soll das Menü öffnen, während das Wischen von unten nach oben die Liste mit den zuletzt verwendeten Apps anzeigen soll. Die drehbare Lünette wiederum erlaubt es angeblich, durch das App-Menü zu blättern. Ein Druck auf die Krone soll die App-Übersicht wieder schließen.

Die Lünette gibt vom Homescreen aus laut SamMobile Zugriff auf die benutzten Widgets. Sie soll außerdem das Blättern in Nachrichten vereinfachen. Zudem lassen sich eingehende Anrufe durch eine Drehung nach rechts ablehnen. Wird der Ring stattdessen nach links gedreht, erhält der Anrufer zudem eine vordefinierte Nachricht. Ein angenommenes Telefonat soll wiederum ein Druck auf die Krone beenden. Samsung will die drehbare Lünette offenbar aber auch für die Steuerung des Musik-Players, des Weckers und den Aufruf der Wettervorhersage nutzen.

Dem Wall Street Journal hatte Samsungs Marketing-Chefin Young-hee Lee Anfang März gesagt, ihr Unternehmen nehme was Smartwatches betrifft bewusst eine Auszeit. Samsung habe mehr Produkte eingeführt als irgendjemand anders. Ziel sei es nun, ein „perfektes Produkt“ anzubieten.

Ob Apples Smartwatch Apple Watch schon ein solches perfektes Produkt ist, bleibt abzuwarten. Die Uhr des iPhone-Herstellers kommt am 24. April in den Handel. Nutzer können sie allerdings schon ab dem 10. April vorbestellen. Der Piper-Jaffray-Analyst Gene Munster erwartet eine Millionen verkaufte Einheiten am 24. April. Am Freitag sollen bei Apple außerdem rund 300.000 Vorbestellungen für die verschiedenen Apple-Watch-Modelle eingehen, die zu Preisen zwischen 350 und 17.000 Dollar erhältlich sein werden.

[Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
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