806 ppi: Sharp entwickelt 4K-Display für Smartphones

Das LC-Display von Sharp löst mit einer 4K-Auflösung von 3840 mal 2160 Pixel auf und kommt bei seiner Diagonale von 5,5 Zoll auf 806 ppi. Die Massenfertigung des Panels soll im Jahr 2016 beginnen.

Im Jahr 2016 könnten die Displays der Flaggschiffe von Samsung, LG & Co. nicht mehr nur in QHD, sondern wie aktuelle Premium-Fernseher oder wenige hochpreisige Monitore bereits mit einer 4K-Auflösung, sprich 3840 mal 2160 Pixel, auflösen. Mit Sharp hat nun jedenfalls ein Hersteller ein entsprechendes Panel angekündigt, das im kommenden Jahr in die Massenfertigung gehen soll. Auch Samsung soll laut Phone Arena an einem ähnlich hochauflösenden Display für Smartphones arbeiten, das womöglich sogar noch 2015 im Galaxy Note 5 zum Einsatz kommen wird.

(Bild: Sharp).

Das LC-Display von Sharp löst mit einer 4K-Auflösung von 3840 mal 2160 Pixel auf und kommt bei seiner Diagonale von 5,5 Zoll auf 806 ppi. Die Massenfertigung des Panels soll im Jahr 2016 beginnen (Bild: Sharp).

Im Gegensatz zu den Koreanern setzt Sharp aber nicht auf die AMOLED-Technologie, sondern die LCD-Technik. Das IGZO-Panel hat eine Diagonale von 5,5 Zoll und kommt bei einer 4K-Auflösung auf 806 Pixel pro Zoll. Das Samsung Galaxy S6, das schon ein äußerst scharfes 5,1-Zoll-QHD-Display hat, verfügt beispielsweise über 577 ppi.

Viele Verbraucher und zum Teil auch Hersteller sehen allerdings bereits 2K-Bildschirme – also Panels mit bis zu 2048 mal 1530 Bildpunkten – als übertrieben und in der Praxis als wenig nützlich an. 4K-Displays könnten laut Phone Arena jedoch zwei Vorteile bieten: Sie können 4K-Inhalte Pixel für Pixel wiedergeben und dürften bei der Nutzung von Virtual-Reality-Brillen wie der Gear VR merkliche Verbesserungen bringen.

Der Bericht weist aber auch auf einen gravierenden Nachteil hin. Ohne eine Weiterentwicklung der Akku-Technik werde ein 4K-Display wahrscheinlich so viel Strom verbrauchen, dass die Akkulaufzeit auf unter einen Tag sinke – eine Marke, die für viele Nutzer als entscheidendes Kaufkriterium gilt.

Wann die Displays dann tatsächlich in Smartphones zum Einsatz kommen, das bleibt noch abzuwarten. Anfänglich werden die Displays wahrscheinlich nur für den chinesischen Markt produziert werden. Erst nach der Ausweitung der Produktionskapazitäten ist mit einer Verfügbarkeit in anderen Märkten zu rechnen.

[Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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