Apple Watch wird zunächst nur nach Bestellung produziert

Das Unternehmen aus Cupertino hat dem Apple-Kenner Chris Howe zufolge bislang Vorbestellungen für rund 3,1 Millionen Smartwatches erhalten. Mit einer auftragsbezogenen Produktion will Apple angeblich das mit dem Start einer neuen Produktkategorie verbundene Risiko minimieren.

Apple fertigt die erste Auflage der Apple Watch anhand der Vorbestellungen wohl auftragsbezogen, davon geht jedenfalls laut AppleInsider der langjährige Apple-Kenner Carl Howe aus. Apple könne so seine Lagerkosten niedrig halten und auf die individuelle Nachfrage seiner Kunden reagieren. Apple gehe es wahrscheinlich darum, das mit dem Start der neuen Produktkategorie – der ersten seit fünf Jahren – verbundene Risiko möglichst gering zu halten. Die größte Unbekannte bei der Produktionsplanung seien die verschiedenen Modelle der Uhr.

Apple Watch Edition (Bild: Apple)

Apple Watch Edition (Bild: Apple)

AppleInsider zitiert aus Howes Blog: „Ich glaube, Apple fertigt kleine Mengen von jedem Modell für die Stores und die Präsentationen und montiert die eigentlichen Gehäuse und Armbänder auftragsbezogen“. Apple nutze die Daten aus dem Vorverkauf, um so die eigentliche Produktion und Montage festzulegen, so der Analyst weiter.

Apple werde wahrscheinlich zwischen 24. April und 8. Mai 3,1 Millionen Exemplare der Smartwatch ausliefern, und zwar 1,8 Millionen Apple Watch Sport mit Aluminium-Gehäuse und 1,3 Millionen Apple Watch mit Edelstahlgehäuse. Von der Apple Watch Edition im Goldgehäuse soll Apple anfänglich immerhin 40.000 Einheiten verkaufen. Damit wäre die Apple Watch schon zum Start ein Multi-Milliarden-Dollar-Geschäft für Apple.

Howe ermittelt aus den Verkaufszahlen einen Umsatz von mehr als 2 Milliarden Dollar. 900 Millionen Dollar sollen alleine auf die Edelstahl-Variante entfallen. Die 40.000 Apple Watch Edition entsprechen aufgrund ihres hohen Preises demnach aber immer noch Einnahmen von rund 500 Millionen Dollar. Darüber hinaus erwartet der Analyst, dass die Apple Watch Apples bisher profitabelstes Produkt ist.

Er schätzt die Bruttogewinnmarge der intelligenten Armbanduhr auf mehr als 60 Prozent. Im ersten Fiskalquartal 2015 lag Apples Bruttomarge bei 39,9 Prozent. Die Bilanz für das zweite Geschäftsquartal, das jedoch noch keine Zahlen zur Apple Watch enthält, legt das Unternehmen aus Cupertino kommenden Montag vor.

In der vergangenen Woche hatte Apple den für diese Woche geplanten offiziellen Verkaufsstart der Apple Watch abgesagt. Noch mindestens bis Ende Mai können Interessenten die Uhr nur online vorbestellen. In den Apple Stores kann die Smartwatch also frühestens ab Juni gekauft werden, was dem derzeitigen Liefertermin für Vorbestellungen entspricht.

[Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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