Lese-Tipp

Wissenschaftler sind ständig im Stress und verstehen keine Spaß? Von wegen! Diese zum Teil haarsträubenden Experimente und Grafiken beweisen das Gegenteil. 23 x Geek at its best!

weiterlesen

Canon Powershot N2

Testbericht

Hersteller: Canon Listenpreis: 329 Euro Fazit:

Die Powershot N2 verbindet cooles Design mit intelligenten Features. Die Bildqualität ist einwandfrei, Fokus und Belichtung arbeiten tadellos. Ein Highlight ist der Kreativmodus mit den vielfältigen Effekten. Hier hätte man sich aber mehr Einflussmöglichkeiten für den Anwender gewünscht. Der Preis von 329 Euro ist in Ordnung, sofern man bereit ist, für das clevere Bedienkonzept und das Design einen Aufpreis zu bezahlen.

Pro
  • gutes Touchdisplay
  • vielfältige Effekte
  • sehr kompakt
  • gute Leistungsdaten
Contra
  • kurze Akkudauer
  • Gehäuse wenig griffig
  • Effekte kaum beeinflussbar
Testurteil
SEHR GUT
7,9
von 10 Punkten
7,9 stars

Digicam mit Kreativ-Turbo: Canon Powershot N2 im Test

Mit der Powershot N2 stellt Canon eine unkonventionelle Digicam vor, die mobilen Fotospaß und attraktives Design verbindet. Der CNET-Test zeigt, ob die Bildqualität passt und ob die N2 auch Anwender überzeugt, die sonst nur noch mit dem Smartphone knipsen.

Canons Powershot N2 will eine besondere Kamera sein. Das macht sie schon beim Auspacken klar. Ein annähernd quadratischer Gehäuseblock, dessen Vorderseite fast ganz vom Objektiv und dessen Rückseite vom Display beherrscht wird. Die zu den Seiten hin sanft nach hinten fliehende Kunststofffront und die glatte Oberfläche verstärken noch den modern-puristischen Eindruck der N2. Typische Bedienelemente wie Auslöser, Zoomhebel oder Einstellräder sucht man vergebens. Die wenigen versenkt angebrachten Tasten an den Schmalseiten fallen anfangs gar nicht auf.

Die 329 Euro teure und in Schwarz oder Weiß erhältliche Powershot N2 ist also auf jeden Fall schon einmal eines: ein gelungener Design-Coup.

Gelungenes Design: Die Powershot ist eine gute Wahl für Anwender, die eine schicke und einfach zu bedienende Digicam suchen, die in Sachen Bildqualität und Einstellmöglichkeiten aber fast alle Smartphones übertrifft. (Foto: Mehmet Toprak)

Gelungenes Design: Die Powershot ist eine gute Wahl für Anwender, die eine schicke und einfach zu bedienende Digicam suchen, die in Sachen Bildqualität und Einstellmöglichkeiten aber fast alle Smartphones übertrifft. (Foto: Mehmet Toprak)

Das Grundkonzept

Mit coolem Design, Touchdisplay, WLAN-Modul und vor allem mit vielen Effektfiltern soll die N2 mobilen Fotospaß für die Generation „Touchscreen“ bieten. Das Konzept zielt auf Nutzer, die mit klassischer Fotografie eher wenig am Hut haben und im Alltag nur noch mit dem Smartphone knipsen. Aber Fotohandys mit hochwertiger Bildqualität sind teuer. Das Sony Xperia Z3 beispielsweise kostet 649 Euro. Und aufgrund des dünnen Gehäuses können Smartphones auch nicht mit einem starken optischen Zoom aufwarten. Zudem bieten die größeren Linsen und Bildsensoren der Digicams einfach mehr Spielraum für hochauflösende Bilder. Nicht zu vergessen, das Thema Akku. Bei intensiver Nutzung des Digicam-Moduls, etwa im Urlaub, verbraucht der Smartphone-Akku viel Energie, die dann für die eigentlichen Smartphone-Funktionen fehlt.

Es gibt also gute Argumente, die für eine Digicam sprechen. Die Frage ist allerdings , ob die Powershot N2 nicht nur ein schickes Foto-Gadget ist, sondern auch die Ansprüche erfüllt, die man an die Produkte eines renommierten Kameraherstellers stellt.

Die Powershot N2 mit ausgefahrenem Zoomobjektiv. Der Schiebeschalter an der Schmalseite wechselt zwischen Normal- und Kreativ-Modus. Der versenkte Knopf darunter aktiviert die WLAN-Verbindung.

Die Powershot N2 mit ausgefahrenem Zoomobjektiv. Der Schiebeschalter an der Schmalseite wechselt zwischen Normal- und Kreativ-Modus. Der versenkte Knopf darunter aktiviert die WLAN-Verbindung.

Ausstattung und Bedienung

Mit Abmessungen von 80,9 mal 62,0 mal 32,3 Millimetern und einem Gewicht von etwa 200 Gramm ist die Powershot N2 so kompakt, dass sie auch in die Jackentasche passt. Im Lieferumfang befindet sich auch eine Trageschlaufe. Es ist dringend zu empfehlen, die Schlaufe anzubringen. Denn so richtig griffig ist die kleine Canon nicht. Rund um das Objektiv bietet das Gehäuse wenig Platz für die Finger. Zudem ist der Kunststoff völlig glatt, so dass die Kamera anfangs leicht aus der Hand rutscht, wenn man die Handhabung noch nicht gewohnt ist. Und genau das passierte auch gleich zu Beginn des Praxistests. Als der Tester die Powershot schnell aus der Tasche ziehen wollte, glitt sie aus der Hand und fiel auf den Boden. Mehr als eine Schramme am Gehäuse blieb in diesem Fall nicht zurück. Das hätte aber auch anders ausgehen können.

Das 7,1 Zentimeter große Display ist um 180 Grad nach oben klappbar. Auch die Anzeige auf dem Display wird dann automatisch gedreht. So kann der Anwender mühelos Selfies knipsen. Also auch in dieser Hinsicht eine Konkurrenz für Smartphones.

Das 7,1 Zentimeter große Display lässt sich um 180 Grad nach oben klappen, so wird die Powershot N2 zur Selfie-Kamera. (Foto: Mehmet Toprak)

Das 7,1 Zentimeter große Display lässt sich um 180 Grad nach oben klappen, so wird die Powershot N2 zur Selfie-Kamera. (Foto: Mehmet Toprak)

Viele Bedienelemente gibt es nicht. Auf der rechten Schmalseite findet sich ein Schalter mit dem man zwischen den Standard-Kameramodus und dem sogenannten Kreativmodus wechseln kann sowie eine versenkter Knopf für den Aufbau einer WLAN-Verbindung. Auf der linken Schmalseite sind Ein-/Ausschalter und der Knopf für den Wiedergabe-Modus platziert. Ansonsten ist das Bedienkonzept ganz auf das Touchdisplay ausgerichtet. Über das Display werden fast alle Einstellungen vorgenommen.

Eine gute Idee sind die zwei Metallringe auf der Vorderseite, die das Objektiv umfassen. Der äußere Ring dient als Auslöser. Drückt man ihn halb herunter werden Schärfe und Belichtung festgelegt, drückt man ihn ganz herunter wird das Foto ausgelöst.

Statt der üblichen SD-Karten nimmt die Powershot N2 die winzigen Micro-SD-Karten auf. (Foto: Mehmet Toprak)

Statt der üblichen SD-Karten nimmt die Powershot N2 die winzigen Micro-SD-Karten auf. (Foto: Mehmet Toprak)

Der innere geriffelte Ring dient zur Regelung der Brennweite des 8fach-Zoomobjektivs. Die Brennweite lässt sich mit digitalen Tricks bis auf den Faktor 32 steigern. Ein dreifarbiger Balken im Display zeigt den Zoom-Status an. Ist der optische Zoom erschöpft, hält der Zoom an und ein weißer Balken zeigt an, dass die Grenze erreicht wurde. Will man näher an das Motiv heran, muss man den Zoomring nochmal betätigen und der Balken wird gelb. Ist der digitale Zoom so extrem, dass das Bild körnig zu werden droht, wechselt die Farbe zu Blau. Der Praxistest zeigt, dass diese Einteilung durchaus hilfreich ist. Wenn man den digitalen Zoom nicht ganz ausreizt, ist auch die Bildqualität im Tele-Bereich noch ganz in Ordnung.

Der kleine Akku der Powershot N2 reicht für einen ganzen Tag – wenn man darauf verzichtet, die Fotos lange auf dem Display zu betrachten. (Foto: Mehmet Toprak)

Der kleine Akku der Powershot N2 reicht für einen ganzen Tag – wenn man darauf verzichtet, die Fotos lange auf dem Display zu betrachten. (Foto: Mehmet Toprak)

Das kapazitive Touchdisplay reagiert sensibel und zuverlässig, nicht anders als man es von Smartphones gewohnt ist. Zudem lässt sich die Empfindlichkeit des Displays einstellen. Ein gutes Touchdisplay ist bei einer Digicam ist nicht so selbstverständlich, wie man vielleicht glauben könnte. Noch beim teuren Camcorder Legria HF G25 hatte Canon ein Sensordisplay verwendet, das nur auf kräftigen Fingerdruck reagiert.

Unkonventionell aber praktisch: Der geriffelte Ring dient zur Einstellung der Brennweite, der äußere Ring als Auslöser. (Foto: Mehmet Toprak)

Unkonventionell aber praktisch: Der geriffelte Ring dient zur Einstellung der Brennweite, der äußere Ring als Auslöser. (Foto: Mehmet Toprak)

Technische Daten

Die technischen Daten bewegen sich auf dem Niveau, das man von einer kompakten Digicam erwartet. Sie übertreffen dementsprechend auch die Möglichkeiten der Digicam-Module in Smartphones oder Tablets. Das Canon-Objektiv arbeitet mit Linsen in 7 Gruppen, und bietet einen 8fach-Zoom mit einer Brennweite von 28 Millimeter Weitwinkel bis 224 Millimeter Tele (Kleinbild). Eingefangen werden die Bilder von einem 1/2,3-Zoll großen, hintergrundbeleuchteten CMOS-Sensor. Auf der Fläche von 5,6 mal 4,2 Millimetern bringt er 16,1 Megapixel unter. Die werden wiederum von Canons Bildprozessor Digic 6 verarbeitet. Der Bildstabilisator ist im Objektiv untergebracht und bringt laut Hersteller einen Spielraum von 2,5 Blendenstufen.

Ausgeglichene Belichtung bei Mehrfeldmessung. (Foto: Mehmet Toprak)

Ausgeglichene Belichtung bei Mehrfeldmessung. (Foto: Mehmet Toprak)

Gespeichert werden Fotos und Videos auf microSD-Karten. Für die sonst bei Digicams üblichen SD-Karten war wohl kein Platz im Mini-Gehäuse. Das ist aber kein Problem, da die kleinen microSD-Karten immer mit Adapter verkauft werden und damit auch in die Kartenleser von Notebooks oder PCs gesteckt werden können. Aufgeladen wird der Akku über einen Netzadapter, der via USB an die Digicam angeschlossen wird.

Bildqualität, Fokus, Belichtung

Bei der Bildqualität liefert die N2 eine ordentliche Leistung ab. Ein Vergleich mit der Powershot HS SX270 zeigt keine sichtbaren Nachteile bei der N2. Die Schärfe ist gut, die Farben wirken natürlich, solange man auf Effektfilter verzichtet. Für die Ansprüche von Gelegenheitsfotografen sind die Bilder völlig in Ordnung. Zumal der Fokus sehr flott zu Werke geht und im Verbund mit dem Belichtungsmesser zuverlässig gute Ergebnisse liefert.

Der beachtliche 8-fach-Zoom reicht von 28 Millimeter Weitwinkel (entsprechend Kleinbild) im großen Foto bis zu 224 Millimeter Tele im kleinen Bild. (Fotos: Mehmet Toprak)

Der beachtliche 8-fach-Zoom reicht von 28 Millimeter Weitwinkel (entsprechend Kleinbild) im großen Foto bis zu 224 Millimeter Tele im kleinen Bild. (Fotos: Mehmet Toprak)

Im Automatikmodus zeigt das Display grüne Rahmen um die Objekte, die von der Digicam als Motiv erkannt wurden und scharf gestellt werden. Diese Rahmen erscheinen, wenn man den Auslösering halb durchgedrückt hält. Wie inzwischen eigentlich alle Digicams, beherrscht die kleine Powershot auch die Gesichtserkennung und legt – wenn diese Funktion nicht deaktiviert wird – die Schärfe automatisch auf Gesichter. Beim Touch-Autofokus hingegen tippt der Nutzer auf dem Display auf das gewünschte Objekt, dann stellt die Digicam darauf scharf.

Der Effektmodus verwandelt simple Motive wie ein Hausdach in ein Grafikkunstwerk. (Foto: Mehmet Toprak)

Der Effektmodus verwandelt simple Motive wie ein Hausdach in ein Grafikkunstwerk. (Foto: Mehmet Toprak)

Funktionen und Einstellmöglichkeiten

Ein Hauptfeature der N2 ist der Modus „Kreative Aufnahme“. Der wird über den oben erwähnten Schiebeschalter aktiviert. Dabei fertigt die Kamera von jedem Schnappschuss gleich mehrere Fotos mit jeweils unterschiedlichen Effektfiltern an. Drückt man den Auslösering oder tippt auf das Touchdisplay werden in kurzer Folge hintereinander drei Fotos gemacht, eine normales und fünf Bilder, die jeweils mit einem anderen Effekt aufgepeppt sind. Hierbei werden nicht nur Farbfilter über die Fotos gelegt, sondern auch das Bildformat und der Bildausschnitt verändert. So gibt die N2 beispielsweise auch Bilder im Hochformat aus.

Der Anwender wählt bei den Effekten zwischen verschiedenen Themen, so gibt es das Thema „Monochrom“, bei dem die Bilder jeweils mit einem einzigen Farbton überzogen sind, das Thema „Spezial“, das besonders saftige oder schrille Farben auf das Bild legt und natürlich das unvermeidliche Thema „Retro“. In der Einstellung „Automatisch“ wählt die Kamerasoftware aus allen Effekt-Themen.

Der direkte Bildvergleich mit einer Canon Powershot SX270 (oben) zeigt kaum Unterschiede in der Qualität. (Foto: Mehmet Toprak)

Der direkte Bildvergleich mit einer Canon Powershot SX270 (oben) zeigt kaum Unterschiede in der Qualität. (Foto: Mehmet Toprak)

Auch bei Videoclips funktioniert der Kreativmodus. Dabei wird das aufgenommene Video in der Kamera zerstückelt, einzelne Sequenzen mit verschiedenen Bildausschnitten und wechselnden Farbeffekten aneinandergehängt. Auch eine Zeitlupensequenz ist darunter. Der Anwender hat allerdings keinen Einfluss darauf, welche Effekte angewandt werden und welche Sequenz im Zeitlupenmodus wiedergegeben werden. Mit ein wenig Glück bekommt man auf diese Weise originelle Videoclips. Die Videos sind dabei in der Länge auf etwa 15 Sekunden begrenzt, Ton wird im Kreativmodus nicht aufgenommen.

Natürlich dreht die Powershot Videos auch ohne Effektfilter. Full-HD-Filmchen macht die N2 mit 30 Bildern pro Sekunde. Einen Zeitlupenmodus gibt es dagegen nicht. Schade, einer Kamera deren Konzept auf coole Effekte und Schnappschüsse ausgerichtet ist, hätte ein Zeitlupenmodus gut zu Gesicht gestanden.

Die Powershot N2 beherrscht auch den simplen Schnappschuss ohne Farbmanipulationen.Natürliche Farben, gute Auflösung, feine Kontraste und zuverlässige Belichtung zeichnen die Powershot aus. Brennweite 28 Millimeter (Kleinbild), Blende 3, 1/500 Sekunde, ISO 125. (Foto: Mehmet Toprak).

Die Powershot N2 beherrscht auch den simplen Schnappschuss ohne Farbmanipulationen.Natürliche Farben, gute Auflösung, feine Kontraste und zuverlässige Belichtung zeichnen die Powershot aus. Brennweite 28 Millimeter (Kleinbild), Blende 3, 1/500 Sekunde, ISO 125. (Foto: Mehmet Toprak).

Weitere Features und Einstellmöglichkeiten

Im Automatikmodus versucht die Kamera selbst zu erkennen, um was für ein Motiv es sich handelt. Dafür sind insgesamt 58 Aufnahmesituationen in der Kamerasoftware hinterlegt. Bei Belichtung und Fokus bietet die N2 einige Einstellmöglichkeiten. Einen regelrechten Manuell-Modus gibt es zwar nicht, das ist bei einer Kamera für Spaß- und Gelegenheitsknipser aber auch gar nicht nötig.

Doch es gibt immerhin einen Programm-Modus, in dem man viele Änderungen vornehmen kann. Bei der Belichtung gibt es die Wahlmöglichkeiten zwischen Mehrfeldmessung, mittenbetonter und Spotmessung. Der Weißabgleich lässt sich ebenso manuell einstellen wie das gewünschte Bildformat, der ISO-Wert oder die Auflösung der Fotos. Auch die Helligkeit lässt sich in Richtung heller oder dunkler anpassen. Im Display lassen sich Gitternetzlinien einblenden.

Reihenaufnahmen beherrscht die Kamera ebenfalls und natürlich ist auch der Selbstauslöser an Bord, mit dem man zwischen 2 und 10 Sekunden Vorlaufzeit wählen kann. Bei Makros beträgt die kleinste Entfernung 1 Zentimeter.

Im Makromodus kann man bis auf einen Zentimeter herangehen. Brennweite 28 Millimeter (Kleinbild), Blende 3,2, Verschlusszeit 1/160 Sekunde, ISO 100 (Foto: Mehmet Toprak)

Im Makromodus kann man bis auf einen Zentimeter herangehen. Brennweite 28 Millimeter (Kleinbild), Blende 3,2, Verschlusszeit 1/160 Sekunde, ISO 100 (Foto: Mehmet Toprak)

Wer seine Aufnahmen für bestimmte Motive optimieren, aber die Einstellungen aber nicht selbst anpassen will, findet im Kameramenü Motivprogramme wie „Wenig Licht“ und „Selbstporträt“. Daneben gibt es Effektfilter wie „Fisheye“, „Weichzeichner“ oder „Spielzeugkamera“.

Wiedergabemodus

Der Wiedergabemodus der kleinen Powershot N2 bietet viele Funktionen zum komfortablen Anzeigen, Durchsuchen von Bildern. So lassen sich beispielsweise Bilder als Favoriten markieren oder mit einer Wertung versehen.

Eine Rote-Augen-Korrektur und einige Grundfunktionen zum Schneiden von Videoclips sind ebenfalls an Bord. Vor allem der Schneiden von Videoclips kann sinnvoll sein, wenn man diese gleich via Smartphone verschicken will. So kann man mithilfe des Videoschnitts überflüssige Szenen herausschneiden und damit gleichzeitig die Größe der Datei beschränken. Zusätzlich kann man Videodateien in der Kamera komprimieren.

Ungewöhnliche Formate und schrille Farben, Monochrom-Darstellung oder Retro-Stil, der Effektmodus der N2 kennt viele Varianten. (Fotos: Mehmet Toprak)

Ungewöhnliche Formate und schrille Farben, Monochrom-Darstellung oder Retro-Stil, der Effektmodus der N2 kennt viele Varianten. (Fotos: Mehmet Toprak)

WLAN und Smartphone-App

Die Verbindung zum Smartphone klappt im Test nicht auf Anhieb. Hat man die im Handbuch angegebene Android-App „Camera Window“ heruntergeladen und installiert, erscheint die Meldung, die App sei nicht aktuell, man solle stattdessen „Camera Connect“ installieren. Mit dieser App klappt es dann und die Verbindung ist bis zu etwa zehn Meter stabil.

Mit der App lässt sich die Digicam von fern auslösen und der Zoom betätigen. Daneben kann man Geodaten vom GPS-Modul des Smartphones auf die Fotos übertragen und die Bilder von der Digicam auf das Mobilgerät übertragen. Viel mehr bietet die Canon-App aber nicht. Weder lassen sich Belichtungseinstellungen korrigieren, noch Videoaufnahmen starten. Da bieten Mitbewerber wie Olympus oder Panasonic deutlich mehr.

Die Smartphone-App "Camera Connect" erlaubt die Fernsteuerung der Canon. (Screenshots: Mehmet Toprak)

Die Smartphone-App „Camera Connect“ erlaubt die Fernsteuerung der Canon. (Screenshots: Mehmet Toprak)

Fazit: Intelligente Freizeitkamera

Die Powershot N2 verbindet cooles Design mit einfacher Touchbedienung und intelligenten Features. Die Bildqualität ist einwandfrei, Fokus und Belichtung arbeiten tadellos, hier macht sich die Erfahrung des etablierten Kameraherstellers bemerkbar. Ein Highlight ist sicher der Kreativmodus mit den vielfältigen Effekten. Hier hätte man sich aber mehr Einflussmöglichkeiten für den Anwender gewünscht. Der Preis von 329 Euro ist in Ordnung, sofern man bereit ist, für das clevere Bedienkonzept und das Design einen Aufpreis zu bezahlen.

Die Canon Powershot N2 ist in Schwarz oder Weiß erhältlich. Der Preis liegt bei 329 Euro. (Foto: Mehmet Toprak)

Die Canon Powershot N2 ist in Schwarz oder Weiß erhältlich. Der Preis liegt bei 329 Euro. (Foto: Mehmet Toprak)

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Digicam mit Kreativ-Turbo: Canon Powershot N2 im Test

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *