Test: Dell XPS 13 (2015) mit QHD+-Display und Core i7

Das Ultrabook Dell XPS 13 bietet ein kompaktes Aluminiumgehäuse, ein hochauflösendes 13,3-Zoll-QHD+-Display, eine leistungsstarke Core-i7-CPU und einen 52-mWh-Akku. Folgender Test verrät, ob sich das Notebook für den mobilen Einsatz eignet.

Mit dem XPS 13 hat Dell im Januar 2015 auf der CES in Las Vegas ein Ultrabook mit Intels-Broadwell-CPU der fünften Generation vorgestellt, das trotz 13,3-Zoll-Display gerade einmal so groß wie ein MacBook Air mit einem 11-Zoll-Bildschirm ist. Die Preise des Gerätes beginnen bei 999 Euro. Getestet wurde die zweitteuerste Konfiguration mit einem Core-i7-Prozessor, einem QHD+-Touchscreen, 8 GByte RAM und einer 256-GByte-SSD. Ob das Dell XPS 13 zurecht den CES Excellence Award 2015 gewonnen hat, das verrät nachfolgender Test.

Dell XPS 13 (Bild: CNET).

Das Dell XPS 13 bietet einen Core-i7-Prozessor, einen QHD+-Touchscreen, 8 GByte RAM und eine 256-GByte-SSD (Bild: CNET).

Design, Portabilität & Wartung

Auf den ersten Blick sieht das neue Dell XPS 13 nicht viel anders aus als frühere Versionen. Bei der Verarbeitung setzt Dell wieder auf Premium-Materialien. Das Gehäuse besteht aus eloxiertem Aluminium und ist dementsprechend sehr hochwertig und stabil. Auf dem in Silber gehaltenen Deckel prangert wie üblich das Logo des Unternehmens.

Die Unterseite ist nun nicht mehr aus Karbonfaser, sondern ebenfalls aus Aluminium und mit zwei Gummilippen versehen, die dem Ultrabook einen sicheren Stand verleihen. Auf einem lackierten Holzschreibtisch steht das XPS 13 dadurch sehr sicher und rutsch beim Arbeiten keinen Millimeter.

Dell XPS 13 (Bild: CNET).

Auch die Rückseite des Dell XPS 13 ist aus Aluminium (Bild: CNET).

Das Innere des Notebooks ist in Schwarz gehalten. Die Bereiche rundum die Tastatur und das Trackpad sind aus einem Karbonfaserverbund samt einer Softouch-Lackierung und fühlen sich leicht gummiert und sehr angenehm an. Die Oberfläche ist mit einem leichten Karbonmuster versehen und etwas anfällig für Fingerabdrücke, die man aber nicht nur im richtigen Licht deutlich zu Gesicht bekommt. Auf dem Alu-Deckel bleiben gar keine Fingerabdrücke zurück.

Dell XPS 13 (Bild: CNET).

Die Handballenablagen des Dell XPS 13 sind aus einem Karbonfaserverbund (Bild: CNET).

Aufklappen lässt sich das Notebook nicht mit einer Hand. Das Scharnier ist dafür zu schwergängig. Das muss es allerdings auch sein, um den Touchscreen-Eingaben standzuhalten. Die solide Mechanik hält den Bildschirm auch sehr sicher in seiner Position. Bei heftigen Eingaben beginnt das Gehäuse zu kippen, das das Display bewegt sich nicht.

Das Gehäuse des XPS 13 ist insgesamt sehr hochwertig verarbeitet und äußerst stabil. Im Inneren gibt es so gut wie gar nicht nach, wenn man Druck darauf ausübt. Das Display ist ebenfalls relativ verwindungssteif und lässt sich weniger verdrehen als der Vorgänger. Insgesamt sind Design und die Verarbeitung großartig und können mehr als überzeugen.

Dell XPS 13 (Bild: CNET).

Das Dell XPS 13 ist an der dicksten Stelle 1,52 Zentimeter…(Bild: CNET).

Für ein 11-Zoll-Gerät ist das Dell-Notebook äußerst kompakt. Das schicke Aluminium-Gehäuse des XPS 13 misst nur 30,4 mal 20 Zentimeter in der Breite und Tiefe und kommt damit auf die Größe eines MacBook Air mit 11-Zoll-Diagonale. Dies erreicht Dell durch äußerst dünn gehaltene Displayrahmen, die an drei Seiten nur rund 5,2 Millimeter breit sind. Dell zufolge nehmen sie im Verhältnis nur 2 Prozent der Vorderseite ein. Das Gehäuse kommt an der dicksten Stelle auch auf nur rund 1,52 Zentimeter und an der dünnsten auf 9 Millimeter. Damit ist es insgesamt noch etwas dünner als das MacBook Air.

Dell XPS 13 (Bild: CNET).

…und an der dünnsten 9 Millimeter dünn (Bild: CNET).

Im direkten Vergleich mit dem Apple-Notebook mit 13-Zoll-Display sind die Unterschiede gravierend. Auch das 11-Zoll-Modell wirkt durch die deutlich größer ausfallenden Ränder rundum das Display sowie die Tastatur nicht so kompakt und stylisch wie das Dell XPS 13.

Dell XPS 13 (Bild: CNET).

Vergleich: MacBook Air 11, Dell XPS 13, MacBook Air 13 (Bild: CNET).

Das Gewicht des Ultrabooks ist mit knapp 1,26 Kilogramm mit Touchscreen ebenfalls näher am 11- als 13-Zoll-Modell von Apple. Dank des kompakten und leichten Gehäuses ist das XPS 13 auch optimal für den Einsatz unterwegs geeignet. Es passt in jede Laptoptasche oder auch schmalere Rucksäcke mit entsprechendem Fach und lässt sich wunderbar transportieren.

Dell XPS 13 (Bild: CNET).

Mit dem Dell XPS 13 kann man gut auf dem Schoß arbeiten (Bild: CNET).

Auch für den Einsatz auf der Couch, im Liegestuhl im Garten oder abends im Bett ist das XPS 13 bestens geeignet. Auf den Knien ist ein längeres Arbeiten oder Surfen auch nach mehreren Stunden nicht schwerfällig oder unkomfortabel geworden. Als sehr praktisch erweist sich in diesen Einsatzszenarios auch der Touchscreen, der die Bedienung im Sitzen oder im angelehnten Zustand deutlich angenehmer macht als mit dem Trackpad. Das Schreiben mit der Tastatur klappt dagegen auch in der fast-horizontalen Position im Bett noch gut. Noch komfortabler ist es dann nur mit einem Convertible-Notebook, das sich komplett zu einem Tablet umklappen lässt. Allerdings gibt es keine Modelle, die bei einer 13-Zoll-Diagonale ein derart leichtes und kompaktes Gehäuse bieten. Hier muss man dann wiederum Abstriche bei der Display-Größe machen.

Dell XPS 13 (Bild: CNET).

Scheint die Sonne direkt auf die schwarze Innenseite des XPS 13, erwärmt sich diese stark (Bild: CNET).

Wer das Dell XPS 13 im Freien bei direkter Sonneneinstrahlung nutzen möchte (dazu beim Punkt Display noch mehr), der sollte sich allerdings darauf gefasst machen, dass sich die schwarze Innenseite samt Tastatur und Touchpad sehr stark erwärmt. Die Sonne hat das Mauspad sogar so stark erhitzt, dass man es nicht mehr allzu lange anfassen wollte. Draußen sollte man sich daher am besten so positionieren, dass das Display oder anderes Schatten spendet.

Die Wartung gestaltet sich beim Dell XPS 13 etwas schwieriger. Auf der Unterseite des Gehäuses ist zwar wieder eine kleine Klappe zu finden, darunter versteckt sich aber nur wie üblich der Express-Service-Code und einige weitere Angaben. Eine Wartungsklappe gibt es auch beim neuen XPS 13 nicht. Um an die Hardware heranzukommen, müssen acht Torx-Schrauben an den Rändern des Gehäuses sowie eine Phillips-Schraube unter der Service-Klappe gelöst werden. Dann lässt sich allerdings die Aluminium-Rückseite lösen und abnehmen. Beim Dell müssen Nutzer also nicht den Umweg über die Oberseite gehen und die Tastatur abnehmen. Ist das Innere freigelegt lässt sich mit nur einer Schraube beispielsweise die SSD austauschen. Auch der Akku kann ausgewechselt, werden falls er irgendwann an Leistung verliert oder den Geist aufgibt. Eine Anleitung hält Dell auf seiner Webseite bereit. Der Arbeitsspeicher ist dagegen nicht ohne das Ausbauen des Mainboards zugänglich und fest mit diesem verlötet. An den Lüfter kommt man für eine Reinigung aber wieder problemlos heran.

Anschlüsse

An Anschlussmöglichkeiten bringt das Dell XPS 13 zwei USB-3.0-Anschlüsse mit, die sich auf der rechten sowie linken Seite des Gehäuses befinden. Auf der rechten Seite befindet sich zudem noch ein 3-in-1-SD-Kartenleser und ein Kensington-Schloss. Die meisten SD-Karten hat der Leser erkannt, Probleme gab es, wie es sich aber auch bei anderen Notebooks schon bemerkbar machte, mit Adaptern für microSD-Karten. Die Speicherkarten versinken nicht ganz im Gehäuse, sondern stehen immer ein Stück heraus, sodass sie beim Transport besser nicht im Slot bleiben sollten.

Dell XPS 13 (Bild: CNET).

Anschlüsse des Dell XPS 13 (rechts) (Bild: CNET).

Auf der linken Seite sitzt zudem noch ein Mini-Display-Port, der Anschluss für das Netzteil, die Kopfhörerbuchse und eine LED-Anzeige für den Akkustand mit fünf Lichtern. Durch die Verteilung der USB-Anschlüsse auf beide Seiten kommt man sich eigentlich nicht mit den Steckern in die Quere. Einzig und allein der Display-Port ist nahe an einem der USB-Buchsen untergebracht. Auch der Ladestecker ist angenehm schlank und dessen Kabel stört auch nicht den Zugang zu den Anschlüssen.

Dell XPS 13 (Bild: CNET).

Ein Ethernet-Port ist nur über einen Adapter verfügbar (Bild: CNET).

Für weitere Anschlüsse ist dann allerdings ein Adapter nötigt. Dell bietet für rund 100 Euro einen Adapter mit einem zusätzlichen USB-3.0 und USB-2.0-Anschluss sowie einem HDMI-, VGA- und Ethernet-Port an. Auf diese sowie ein optisches Laufwerk muss man ab Werk leider verzichten.

Dell XPS 13 (Bild: CNET).

Anschlüsse des Dell XPS 13 (links) (Bild: CNET).

Bedienung

In dem kompakten Gehäuse findet eine Chiclet-Tastatur sowie ein großes Touchpad Platz. Die Tastatur ist mit einer zum Gesamtbild passenden weißen Hintergrundbeleuchtung ausgestattet, die beim Arbeiten in abgedunkelten Räumen – beispielsweise während einer Präsentation – äußerst praktisch ist. Das Layout der Tastatur ist im Vergleich zu einem normalen Keyboard eines Desktop-PCs etwas kompakter. Einen Nummernblock gibt es nicht. Kleiner als üblich sind vor allem die F-Tasten, Shift und Enter. Die übrigen Tasten sind aber angenehm groß. Alle Tasten haben zudem einen ausreichend langen Weg und gute Druckpunkte, sodass es sich komfortabel mit der Tastatur schreiben lässt.

Dell XPS 13 (Bild: CNET).

Das Touchpad ist präzise (Bild: CNET).

Auch das Touchpad des Dell XPS 13 ist sehr gut. Der Finger gleitet fast ohne Reibung über die angenehm glatte Oberfläche. Dadurch machen mit dem Touchpad auch präzise Eingaben keine großen Mühen. Das Mauspad ist weiterhin Mutli-Touch-fähig und kann in jedem Bereich geklickt werden.

Display

Punkten kann das Dell-Ultrabook neben dem hochwertigen, edlen und annähernd rahmenlos wirkenden Design auch mit einem hochauflösenden und hellen Display. Das 13,3-Zoll-UltraSharp-Infinity-Touchdisplay von Sharp, das wahlweise übrigens auch ohne Touchscreen-Funktionalität zu haben ist, verfügt in der uns vorliegenden und teuersten Version über eine QHD+-Auflösung von 3.200 mal 1.800 Pixel und ist damit äußerst scharf. Geschützt ist das Display von Cornigs Gorilla Glas. Der Touchscreen reagiert gut und ist ein Features, dass vor allem beim mobilen Arbeiten sehr praktisch ist. Leider handelt es sich bei dem Bildschirm nicht um ein mattes Panel, sondern eines das merklich spiegelt. Die Full-HD-Version ist mit einem matten Panel, aber leider ohne Touch-Funktion ausgestattet.

Dell XPS 13 (Bild: CNET).

Das Display des Dell XPS 13 ist leider spiegelnd, was von der hohen Helligkeit aber wieder etwas ausgeglichen wird (Bild: CNET).

Die Anzeige der QHD+-Variante kommt aber dank der IGZO-Technik auf eine hohe durchschnittliche Helligkeit von knapp unter 400 cd/m² und gleicht den Spiegeleffekt wieder etwas aus. Das Display lässt sich auch im Freien bei Sonneneinstrahlung noch ablesen, wenn man es im richtigen Winkel positioniert. Auf der anderen Seite lässt sich der Screen auch relativ stark abdunkeln, sodass ein Arbeiten auch in dunklen Umgebungen nicht unangenehm ist.

Dell XPS 13 (Bild: CNET).

Das Dell XPS 13 ist äußerst blickwinkelstabil (Bild: CNET).

Dank der sehr guten Blickwinkelstabilität des IPS-Panels erkennt man auch bei geneigtem Display Schriften, Farben und Inhalte ohne jegliche Beeinträchtigung. Schaut man etwas seitlich oder von oben auf den Bildschirm machen sich keine Farbveränderungen bemerkbar. Der Helligkeitsverlust ist minimal. Dadurch sind die Nutzung im Freien oder Videotelefonie bei geneigtem Display kein Problem. Die Farben und Kontraste des QHD+-Displays überzeugen ebenfalls in fast allen Bereichen. Das XPS 13 bietet sehr gute Schwarzwerte, gute Weißwerte und ein gutes Kontrastverhältnis. Das Panel bietet auch eine gute Farbsättigung und stellt fast den kompletten sRGB-Farbraum dar.

Dell XPS 13 (Bild: CNET).

Auch wenn man von oben auf das Display schaut (Bild: CNET).

Ein Nachteil des QHD+-Displays macht sich allerdings wie auch bei 4K-Panels bei einiger Software bemerkbar, die nicht richtig skaliert. Ist diese nicht für die hohe Auflösung angepasst, sind die Benutzeroberflächen samt Schriften, Symbolen, Toolbars & Co. unter Umständen extrem klein, was sich dann auch nicht durch Ändern der Bildschirmauflösung in Windows verbessert. In Programmen wie Adobe Premiere CS5 oder Photoshop CS5 muss man dann beispielsweise mit winzigen Menüs, Buttons und Schiebereglern auskommen und sich schon deutlich näher an das Display heranbewegen als normal. Dank des präzisen Touchpads sind aber auch kleine Eingaben unterwegs nicht allzu nervig.

Leistung

Das uns zur Verfügung gestellte Top-Modell des Dell XPS 13 wird von der Intel-Core-i7-5500U-CPU der Broadwell-Reihe angetrieben. Die zwei Kerne des Prozessors takten standardmäßig mit 2,4 GHz und maximal mit 3 GHz. Der in 14 nm gefertigte Chip kommt im Vergleich zur Haswell-Generation, die noch im 22-Nanometer-Verfahren gefertigt wird, mit weniger Strom aus. Die Grafik übernimmt beim XPS 13 Intels integrierte HD-5500-GPU, die mit 300 bis maximal 950 MHz taktet. Prozessor und Grafik stehen insgesamt 8 GByte DDR3L-1600-RAM zur Seite. Dabei handelt es sich um zwei 4-GByte-Riegel, die im Dual-Channel-Betrieb laufen. Für das Betriebssystem, Programme und Daten ist eine 256 GByte große SSD von Samsung (SATA600) verbaut, die die M.2-Schnittstelle nutzt.

Mit dieser Hardwareausstattung läuft das Windows-8.1-System auf dem Dell XPS 13 absolut flüssig und flott. Programme und Apps öffnen sich ohne störende Verzögerungen und auch Multi-Tasking mit zahlreichen geöffneten Chrome-Tabs ist für das Ultrabook kein Problem. Die Leistung und der Arbeitsspeicher reichen auch gut für die Videobearbeitung mit Adobe Premiere aus. Das Kompilieren eines knapp über 1 GByte großen Clips in H.264 hat rund eine Stunde gedauert. Die SDD arbeitet ebenfalls flott. Das System bootet vom ausgeschalteten Zustand in die Metro-Oberfläche (ohne Anmeldung) in unter 15 Sekunden.

Da das Dell XPS 13 nur auf Intels integrierte HD-Grafik setzt, schneidet das Notebook beim Gaming nicht besonders gut ab, wofür es aber auch nicht gemacht ist. Im Vergleich zu Modellen mit GeForce-Karte liegt es deutlich zurück. Zudem sorgt das hochauflösende QHD+-Display im Vergleich zur FHD-Version des Gerätes für einen noch höheren Rechenaufwand. Die meisten gängigen Spiele laufen bei einer Auflösung von 1366 mal 786 Pixel und mittleren Grafikdetails nicht flüssig. Erst auf den niedrigsten Einstellungen sind einige spielbar. Ältere Spiele wie DOTA 2 laufen allerdings auch auf dem XPS 13 mit mittleren Grafikdetails relativ ruckelfrei.

Lüfterlautstärke & Wärmeentwicklung

Im Dell XPS 13 werkelt ein Lüfter, der bei normalen Arbeiten so gut wie nie merklich zum Einsatz kommt. Bei Textverarbeitung oder dem Surfen im Netz ist das Dell XPS 13 absolut geräuscharm. Beim Anschauen von Videos im Vollbild muss der Core i7 schon manchmal gekühlt werden, aber nicht mit voller Drehzahl. Nur bei leistungsintensiven Anwendungen wie dem Kompilieren eines Videos ist der Lüfter durchgehend im Einsatz und mit durchschnittlichen 42 dB deutlicher hörbar. Er fährt allerdings auch schnell wieder seine Drehzahl herunter, sobald keine Belastung mehr herrscht. Insgesamt hält sich die Geräuschentwicklung des Dell XPS 13 damit sehr in Grenzen und ist gut zu ertragen. Ein lüfterloses Ultrabook mit Intels Core-M-CPU wie das Asus ZenBook UX305 ist in dieser Hinsicht natürlich noch angenehmer, bietet aber auch nicht die Leistung eines Core-i7-Gerätes.

Dell XPS 13 (Bild: CNET).

Probleme mit übermäßiger Lautstärke oder Wärme gibt es nicht (Bild: CNET).

Auch bei der Temperaturentwicklung kann sich das Dell XPS 13 sehen lassen. Bei weniger belastenden Arbeiten wie dem Surfen oder Schreiben von Texten wurde die Unterseite des Gehäuses kaum warm, sodass man das Gerät stets auf dem Schoß nutzen konnte. Auch unter Volllast erhitzt das Notebook nicht übermäßig stark, sodass es nie unangenehm wurde.

Sound & Webcam

Das Dell XPS 13 ist mit zwei Stereo-Lautsprecher mit insgesamt 2 Watt und Waves Maxx-Audio-Technologie ausgestattet. Diese sind jeweils an der rechten und linken vorderen Gehäuseseite untergebracht und sorgen somit für einen ordentlichen Stereoeffekt. Die Lautstärke ist ebenfalls erstaunlich gut für ein Ultrabook. Die Maximalwerte lagen bei über 80 dB und reichen aus, um einen kleineren Raum zu beschallen. Auch klanglich machen die Lautsprecher eine gute Figur mit wie üblich ausgeprägten Höhen, aber auch gut Tiefen.

Dell XPS 13 (Bild: CNET).

Auch der Sound kann sich sehen lassen (Bild: CNET).

Für Videotelefonie ist eine 2-Megapixel-Webcam vorhanden, die in HD auflöst und vollkommen ausreichend ist. Die Positionierung links unter dem Display ist allerdings nicht ganz optimal, da man den Bildschirm etwas stärker als üblich neigen muss, um richtig im Bild zu sein. Dank der sehr guten Blickwinkelstabilität erkennt man aber auch dann noch den Gesprächsparnter problemlos. Das Mikrofon sitzt an der vorderen Kante des Gehäuses leicht rechts eingerückt unter dem Touchpad. Im Test mit Skype gab es an der Gesprächsqualität nichts auszusetzen und man war stets gut verständlich.

Dell XPS 13 (Bild: CNET).

Die Webcam des Dell XPS 13 ist nicht optimal positioniert (Bild: CNET).

Kommunikation

An Kommunikationsmöglichkeiten bietet das Dell XPS 13 WLAN 802.11ac, Dual-Band-WiFi und Bluetooth 4.0. Der WLAN-Empfang ist sehr gut. In der Nähe des Routers, der bei uns im Büro im Umkreis von 10 Metern, hatte das Notebooks wie zu erwarten stets vollen Empfang. Aber auch im letzten Winkel unserer Küche, die rund 25 Meter entfernt und durch zwei Wände vom Router getrennt ist, brach die Verbindung zum WLAN nicht ab. Es zeigte stets noch 1 bis 2 von 5 maximalen Strichen an. Bei 25 Metern hatten wir bereits mit anderen Notebooks und auch Smartphones den Kontakt zum Router verloren.

Akkulaufzeit

Das XPS 13 ist mit einem starken Akku mit einem 52-mWh-Akku von Sanyo ausgestattet. Die Akkulaufzeit beträgt laut Dell bis zu maximale 11 Stunden bei der QHD-Version. Das Full-HD-Modell soll sogar bis zu 15 Stunden mit einer Ladung auskommen. Im normalen Betrieb mit aktiviertem WLAN und halber Helligkeit kamen wir auf eine ordentliche Laufzeit von rund 8 Stunden, womit man einen durchschnittlichen Arbeitstag übersteht. Beim Surfen im WLAN-Netz hat das Dell-Notebook bei voller Helligkeit zwischen 5 und 6 Stunden durchgehalten. Bei leistungsintensiven Arbeiten wie dem Kompilieren eines Videos mit Adobe Premiere hielt der Akku je nach Einstellung im Schnitt 2,3 bis 4 Stunden durch. Letztere Laufzeit wurde mit halber Bildschirmhelligkeit, Flugzeugmodus und  Energiesparfunktion ermittelt. Beim Videoschauen im Flugzeugmodus mit der vorletzten Helligkeitsstufe hat das XPS 13 knapp 8,2 Stunden durchgehalten. Auf die von Dell angegebene Laufzeit kommt man dann wohl nur, wenn man das Display annähernd auf das Minimum dimmt, alle Verbindungen deaktiviert und keine anspruchsvolleren Anwendungen ausführt. Oder man sich den Power-Companion von Dell zulegt. Dieser bietet eine Kapazität von 12.000 mAh (43 Wh) und betankt das Notebook mit Strom, wenn keine Steckdose in der Nähe ist. Über zwei USB-Ports lassen sich auch andere Geräte wie ein Tablet oder das Smartphone laden. Mit fast 113 Euro ist er allerdings kein Schnäppchen.

Dell XPS 13 (Bild: CNET).

Der Dell Power Companion fasst 12.000 mah (Bild: CNET).

Betriebssystem

Als OS kommt Windows 8.1 zum Einsatz. Eine Installations-CD liegt nicht bei. Dell hat nur ein paar Programme vorinstalliert, womit das System nicht überladen ist. Darunter eigene Programme wie einen Support-Assistenten oder eine Backup-Funktion. Zudem finden sich schon eine Testversion von Microsoft Office, die Cloud-Software Dropbox samt 20 GByte Speicher sowie McAffe LiveSafe auf der Festplatte, für das ein 12-Monate-Abo im Preis inbegriffen ist.

(Screenshot: CNET).

Dell hat nicht allzu viel Bloatware auf dem Windows-8.1-System vorinstalliert (Screenshot: CNET).

Preis & Verfügbarkeit

Günstig ist das Dell XPS 13 natürlich nicht. Es steht in der getesteten Ausführung für 1399 Euro auf der Webseite des Herstellers sowie bei einigen Online-Shops zum Verkauf. Die Garantie beträgt 24 Monate. Im Preis inbegriffen sind 1 Jahr Premium-Support. Für 50 beziehungsweise 80 Euro können Käufer das Notebook gegen Unfallschäden und Diebstahl versichern. Mit Full-HD-Screen kostet das Gerät 1099 Euro. Die günstigste Version ist für 999 Euro erhältlich. Mit einer 512 GByte großen SSD kostet das Top-Modell 1599 Euro.

Fazit

Das Dell XPS 13 ist fast uneingeschränkt zu empfehlen, für alle die ein leistungsfähiges, kompaktes und leichtes Notebook für den Einsatz unterwegs suchen. Dank des hochwertigen, stabilen und fast rahmenlosen Designs bekommt man ein 13-Zoll-Notebook im Format eines 11- oder 12-Zoll-Gerätes, das sich sehr gut transportieren und mitnehmen lässt. Auch auf der dem Schoß ist es wunderbar einsatzfähig. Tastatur und Trackpad ermöglichen auch im mobilen Einsatz ein komfortables Tippen und präzises Navigieren. Das hochauflösende Display ist scharf, hell und äußerst Blickwinkelstabil. Die Hardware des Dell XPS 13 reicht auch für leistungsintensive Arbeiten wie das Schneiden von Videos aus, ist aber nicht fürs Gaming ausgelegt. Das Notebook arbeitet meist geräuscharm, wird nicht allzu warm und kann mit einem sehr guten WLAN-Empfang und guten Stereo-Lautsprechern punkten. Auch die Akkulaufzeit ist ordentlich und lässt sich mit den entsprechenden Einstellungen auf einen kompletten Arbeitstag mit acht Stunden ausdehnen.

Kritikpunkte gibt es nicht allzu viele. Das QHD+-Display spiegelt merklich und zehrt an der Leistung und dem Akku. Zudem gibt es mit einiger Software Skalierungsprobleme. Wer sich daran stört, kann einen Blick auf die Full-HD-Version des Gerätes ohne Touchscreen werfen, die 300 Euro günstiger ist, aber auch etwas weniger Leistung bietet. Sie kommt mit einem matten Display und einer längeren Laufzeit.

Nachfolgend der Video-Test unserer Schwesterseite Gizmodo.de:

Autor: Christian Schartel
Christian Schartel Christian Schartel Christian Schartel

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