Neuer Browser Edge laut Microsoft schneller als die Konkurrenz

Der neue Windows-10-Browser Microsoft Edge ist laut einem Benchmark des Herstellers schneller als Google Chrome und Mozilla Firefox. In Googles Octane-Test und im WebKit-Tool JetStream erzielte er demnach einen minimal besseren Score als die Browser der Konkurrenz.

Auf der Entwicklerkonferenz Build 2015 hat Microsoft nicht nur den offiziellen Namen des neuen Browsers von Windows 10 bekannt gegeben, sondern auch einen ersten Benchmark veröffentlicht, der einen Ausblick auf die Leistung des bislang unter dem Codenamen Spartan bekannten IE-Nachfolgers gibt. Laut Microsoft erzielte der mit der Bezeichnung „Edge“ getaufte Browser in dem von Google entwickelten Benchmark Octane, der die JavaScript-Performance misst, sowie im WebKit-Tool JetStream minimal bessere Ergebnisse als Chrome Canary 43 und Firefox Alpha 40.

(Bild: Microsoft).

Laut Microsoft schneidet der neue Windows-10-Browser Edge im Google-Octane-Benchmark minimal besser ab als der Firefox und Chrome (Bild: Microsoft).

Unsere Schwesterseite ZDNet.de hat ebenfalls einen Leistungscheck des Microsoft Edge durchgeführt, der Mitte April in die Preview von Windows 10 integriert wurde. Die damalige Version des neuen Windows-10-Browser erwies sich zwar auch bei diesen Tests als konkurrenzfähig, konnte auf einem Surface 3 Pro insgesamt aber nicht ganz mit der Performance des Mozilla Firefox und Google Chrome mithalten.

In einigen Tests hatte er sogar einen größeren Rückstand auf die Konkurrenz. Das betrifft nicht nur die Performance von JavaScript- und Rendering-Engine, sondern auch die HTML5-Kompatibilität. Diesbezüglich kann die in der aktuellen Windows-10-Version Build 10074 noch mit Spartan bezeichnete Variante allerdings aufholen. Statt den mit dem Build 10049 erreichten 375 Kompatibilitätspunkten erzielt die aktuelle Version nun 396. Das ist nicht mehr weit von den 449 Punkten entfernt, die Mozillas Firefox erzielt. Bis zum Kompatibilitätslevel von Chrome ist es aber noch ein gutes Stück. Der Google-Browser belegt mit 523 Punkte klar den ersten Platz im HTML5-Kompatibilitätstest. Microsoft könnte in den in Eigenregie durchgeführten Benchmarks bereits eine noch neuere Version eingesetzt haben.

Mit dem Namen „Edge“ bezieht sich Microsoft auf einen Teil der Browser-Erkennung. Damit wird die interne Layout-Engine des neuen Browsers bezeichnet. Dieser basiert in Teilen auf Chrome und enthält die von Microsoft entwickelte JavaScript-Engine Chakra. Es hat einen guten Grund, dass Microsoft Teile der unter Open-Source entwickelten Browsern WebKit und Chrome nutzt. Beide gelten als besonders leistungsfähig, wenn es um die Verarbeitung von JavaScript geht. Auch anderweitig zeigt sich Microsoft offen für Hilfe von Außen. So ist es eine Partnerschaft mit Adobe eingegangen, damit Formatierung und Cascading Style Sheets (CSS) des neuen Browser modernen Ansprüchen genügen.

[Mit Material von Kai Schmerer, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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