Mitglieder des neuen Sozialen Netzwerks „8“ können bei der Nutzung Geld verdienen

Geld bezahlt das Soziale Netzwerk 8 für eingestellte Beiträge oder zugestimmten Werbeeinblendungen. Interessierte können sich ab sofort für die Testphase mit einer E-Mail-Adresse bewerben.

Soziale Netzwerke verdienen ihr Geld hauptsächlich mit Werbung oder anderen angebotenen kostenpflichtigen Inhalten. Der Nutzer selbst sieht davon in der Regel keinen Cent. Das will nun das neue Social Network „8“ des Unternehmens 8 Enterprises ändern. Laut der Webseite der Entwickler werden Mitglieder am Umsatz, den das Unternehmen erwirtschaftet, beteiligt. Nutzer erhalten demzufolge für das Einstellen eigener Posts Geld und werden dafür bezahlt, wenn sie zustimmen, dass bestimmte Marken als Werbung eingeblendet werden.

(Screenshot: ZDNet.de).

Geld bezahlt das Soziale Netzwerk 8 für eingestellte Beiträge oder zugestimmten Werbeeinblendungen. Interessierte können sich ab sofort für die Testphase mit einer E-Mail-Adresse bewerben (Screenshot: ZDNet.de).

Der Startschuss für das neue Soziale Netzwerke 8 ist bereits gefallen. Aktuell befindet sich das Projekt aber noch in der Testphase und ist nur für eingeladene Nutzer zugänglich. Für den Zugang können sich Interessierte durch Angabe ihrer E-Mail-Adresse bewerben.

Der Fokus von 8 liegt auf Videos. Es besteht aber auch die Möglichkeit, Fotos hochzuladen und zu veröffentlichten. Beiträge lassen sich dann auch über die bestehenden Social Networks Facebook, Google+ und Twitter teilen. Anzeigen können Mitglieder je nach Wunsch ein- oder ausschalten. Geld gibt es aber natürlich nur im ersten Fall.

Marken können ihre Angebote von mehreren Nutzern erstellen lassen. Sie haben vollständige Kontrolle über die Präsentation und können Inhalte löschen. Um Betrug und Missbrauch vorzubeugen, haben die Gründer mehr als 1000 Markennamen vorab geschützt – kein Fremder kann sich also auf “8” als Coca-Cola ausgeben. Außerdem gibt es ein Zertifizierungsprogramm.

Alle Anwender erhalten 80 Prozent der Werbeumsätze, da sie “ihre eigene Marke besitzen”. Sie können selbst entscheiden, welche Anzeigen sie auf Seiten mit ihren Inhalten zulassen. Youtube-Partner erhalten hingegen 55 Prozent. Youtube und MySpace scheinen die Konkurrenten zu sein, zu denen sich “8” als Alternative positioniert – und weniger Facebook.

Grundsätzlich funktioniert “8” auch nicht anders als andere Soziale Netze. Nutzer können anderen Folgen und sich in Interessengruppen zusammenschließen. Eine App ist für iOS verfügbar.

Gegründet wurde “8” von Sue Fennessy und Beth Haggerty. Auf Nachfrage durchs Wall Street Journal erklärten sie, ein Nutzer mit ein paar tausend Followern könne problemlos 20 Dollar monatlich verdienen. Fenessy sagt: “Wir glauben, dass die wirtschaftliche Funktionsweise von Social Networks heute massiv ungerecht ist. Technikfirmen erhalten das ganze Geld, die Ersteller von Inhalten bekommen nichts – das halten wir nicht für richtig. Wir wollten die Balance wiederherstellen.”

Sie umwarben auch Prominente wie Jamie Oliver, Melanie Griffith und Patricia Arquette, der Plattform beizutreten. Arquette lobt nun, das Social Network habe nicht die “negative Tendenz” seiner Konkurrenten. Das Projekt verfügt zunächst über lediglich 4,5 Millionen Dollar Finanzierung. Für den Investor Sputnik Group erklärte CEO Boris Jordan, im dritten Jahr erwarte er 75 bis 100 Millionen Dollar Umsatz auf “8”.

In einem ZDNet-Kurztest erwies sich die Webversion des Social Network als sowohl fehlerhaft wie auch langsam. Andere Soziale Netze, die Anwender an Umsätzen beteiligen, sind 3Tags, das Spiele-Netzwerk BitlandersBubblews, der Crowdsourcing-Nachrichtendienst Newslines,Tsu und natürlich Youtube über sein Partnerprogramm – allerdings nicht in Deutschland.

[Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
Christian Schartel Christian Schartel Christian Schartel

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Mitglieder des neuen Sozialen Netzwerks „8“ können bei der Nutzung Geld verdienen

  • Am 21. Juli 2015 um 11:12 von Thomas Lellesch

    besten Dank, für den spitzen Artikel, auch ich konnte daraus das ein oder andere mitnehmen.

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