Spotify-Konkurrent Simfy stellt Dienst weitgehend ein

Der Musikstreaming-Dienst Simfy rät Kunden, zu Deezer zu wechseln. Was mit bestehenden Accounts geschieht, die mehrmonatige kostenpflichtige Pakete gebucht haben, ist unklar.

Das deutsche Musikstreaming-Portal Simfy schließt seine Pforten. Wie der deutsche Spotify-Konkurrent auf seiner Webseite bekannt gibt, stehen von den ehemals 25 Millionen Songs, die es im Angebot hatte, aus „lizenzrechtlichen Gründen“ nur noch eine eingeschränkte Anzahl zum Anhören bereit. Bereits am 21. April hat das 2007 gegründete Unternehmen die Liquidation beantragt, was darauf schließen lässt, dass es die Lizenzgebühren an die Musiklabels nicht mehr bezahlen kann.

(Screenshot: ITespresso.de)

Der Musikstreaming-Dienst Simfy rät Kunden, zu Deezer zu wechseln (Screenshot: ITespresso.de)

Auf seiner Webseite hält Simfy einen Hinweis bereit und rät Kunden sich alternativ bei dem Kooperationspartner Deezer anzumelden. Der französischen Streaming-Dienst umfasst mehr als 30 Millionen Songs, die auf dem Smartphone, Computer, Tablet, mit Stereo-Lautsprechern oder im Auto gehört werden können. Kostenlos erhalten Nutzer unbegrenzten Zugang zu On-Demand-Musik und Deezers Themen- und Künstlerradios. Eine mobile Nutzung ist nicht möglich. Zudem müssen Gratis-Nutzer Werbeunterbrechnungen in Kauf nehmen.  Der volle Funktionsumfang inklusive der Online- und Offline-Nutzung auf verschiedenen Geräten kostet 9,99 Euro pro Monat. Das Angebot kann für 30 Tage getestet werden.

Nutzer, die Mehrmonatspakete von Simfy gebucht haben, schauen wohl in die Röhre. Weder aus der Webseite mit der Umstiegsempfehlung zu Deezer noch den FAQ von Simfy geht hervor, was mit bestehenden Accounts geschieht. Auch auf der Deezer-Site werden derzeit keine besonderen Willkommensangebote für bisherige Simfy-Kunden unterbreitet.

[Mit Material von Peter Marwan, ITespresso.de]

Autor: Christian Schartel
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