Smart kapp: Digitales Whiteboard mit Android- und iOS-Anbindung

Das digitale Whiteboard Smart kapp ist in 42 und 84 Zoll erhältlich und zu Android- und iOS-Geräten kompatibel. Inhalte werden in nahezu Echtzeit digitalisiert und können geteilt oder als als PDF gespeichert werden. Smart kapp ist ab 950 Euro zu haben und unterstützt bis zu 250 Teilnehmer.

In so gut wie keinem Meeting darf ein Whiteboard fehlen, um Ideen zu illustrieren und festzuhalten. Irgendwann ist die komplette Tafel aber vollgeschrieben und es müssen alte Inhalte weichen, um neuen Platz zu machen. Zum Sichern der womöglich brillanten Ideen müsste man sie beispielsweise abfotografieren oder abschreiben. Der Firma Smart Technologies war dies wohl zu umständlich. Sie hat ein digitales Whiteboard entwickelt, dass sich mit herkömmlichen Whiteboard-Markern beschreiben lässt, das Geschriebene nahezu in Echtzeit digitalisiert und es Nutzern erlaubt, Inhalte mit den Teilnehmern zu teilen und auf beliebigen Endgeräten zu speichern. Das Unternehmen hat uns seine neue Technologie in München vorgestellt.

(Foto: CNET).

(Foto: CNET).

Das Whiteboard Smart kapp gibt es ist in zwei verschiedenen Größen. Die günstigere Ausführung misst 42 Zoll in der Diagonale und ist dem traditionellen Flipchart im Hochformat nachempfunden. Die größere Variante misst 84 Zoll und kommt im Querformat. Das entspricht einem traditionellen Whiteboard, wie man es aus vielen Meeting-Räumen kennt. Die 42-Zoll-Version von Smart kapp ist für 950 Euro erhältlich. Die 84-Zoll-Variante erscheint im Sommer und wird für 1.200 Euro zu haben sein.

(Bild: Smart kapp).

Smart kapp gibt es mit 42 und 84 Zoll (Bild: Smart kapp).

Das smarte Whiteboard wird mit einer im Lieferumfang enthaltenen Wandhalterung ausgeliefert. Alternativ lässt sich das kleinere Modell beispielsweise auch auf einen 400 mal 400 Millimeter VESA-Standardständer montieren.

(Foto: CNET).

Alternativ lässt sich das Whiteboard auch auf einen VESA-Ständer montieren (Foto: CNET).

Damit man direkt loslegen kann sind drei trockene Whiteboard-Marker und ein speziell für Smart kapp entwickelter Schwamm standardmäßig mit dabei.

(Foto: CNET).

Die anderen Stifte können auf der Rückseite verstaut werden (Foto: CNET).

Auf dem Whiteboard soll man auch mit herkömmlichen wasserlöslichen Whiteboard-Stiften schreiben können, Smart Technologies empfiehlt aber die Verwendung der mitgelieferten Marker, um auf der 91,8 mal 56,6 Zentimeter hohen und breiten Glasfläche herum zu kritzeln. Insgesamt misst das 42-Zoll-Modell Smart kapp 112 mal 58,5 Zentimeter und ist zum Großteil 3 Zentimeter dünn. Nur der untere Bereich misst 8 Zentimeter in der Bauhöhe.

(Foto: CNET).

Smart kapp misst größtenteils 3 Zentimeter in der Bauhöhe (Foto: CNET).

Um das Geschriebene oder Gezeichnete zu digitalisieren nutzt Smart kapp eine proprietäre Technologie namens DViT (Digital Vision Touch). Diese basiert auf einem System aus vier Kameras, die sich in jeder Ecke des Whiteboards befinden und die aufgetragenen Inhalte erfassen. Dabei kann das Smart-Whiteboard sehr fein zwischen einem spitzen Stift oder dem Finger beziehungsweise dem Schwamm zum Löschen von Inhalten unterscheiden. Wer will, kann einzelne Buchstaben,  Striche & Co. also auch präziser mit dem Finger wegwischen.

(Foto: CNET).

Auf dem Whiteboard kann man wie gewohnt mit wasserlöslichen Markern schreiben (Foto: CNET).

Damit die Teilnehmer eines Meetings die Inhalte auf ihrem Smartphone oder Laptop mitverfolgen und speichern können, wird die Smart-kapp-App sowie ein Smartphone oder Tablet benötigt. Unterstützt sind Geräte mit Apple iOS ab iPhone 4S, iPad 3, iPad Mini 1 und iPod Touch 5. Gen sowie mit Googles Android ab Version 4.1 Jelly Bean. Smart Technolgies gibt weiter an, dass Android-Geräte mindestens ein 720p-Display, 1 GByte RAM und Bluetooth 2.1 besitzen müssen. Die Android-App kann im Google Play Store heruntergeladen werden. Für Apple-Geräte steht sie wie üblich im App Store zum Download bereit.

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Der QR-Code vereinfacht das Pairing des Whiteboards mit dem Host-Smartphone (Foto: CNET).

Eine Bluetooth-Verbindung mit Smart kapp lässt sich einfach per Einscannen eines auf dem Whiteboard abgedruckten QR-Codes oder via NFC herstellen. Ist die App noch nicht installiert, gelangt man bei diesem Schritt direkt zum Download. Das Pairing muss nur einmal beispielsweise von dem Leiter des Meetings durchgeführt werden. Die einzelnen Teilnehmer müssen dann lediglich per Link zu der Session eingeladen werden.

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Alle Inhalte tauchen auf dem Smartphone des Leiters auf (Foto: CNET).

Auf dem Smartphone oder Tablet lässt sich das Geschriebene dann über Google Chrome für Android sowie Apples Safari abrufen. Künftig soll dies aber auch noch für Teilnehmer über die App funktionieren – derzeit sieht nur der Leiter die Inhalte in der Anwendung. Um eine Session mit zu verfolgen ist aber nicht zwingend ein Mobilgerät erforderlich. Teilnehmer können den Link auch einfach am Notebook oder Rechner öffnen und das Geschriebene ohne zusätzliche Software im Desktop-Browser empfangen. Die geschrieben Inhalte tauchen dann mit nur einer geringfügigen Verzögerung auf dem Smartphones des Leiters sowie den Geräten der Teilnehmer auf. Praktisch ist, dass so beispielsweise auch Teilnehmer, die nicht mit im Raum sind, die Inhalte besser mitverfolgen können.

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Nutzer können die Inhalte per Screenshot speichern und einzeln oder gemeinsam teilen (Foto: CNET).

Die auf Smart kapp festgehaltenen Inhalte lassen sich auch abspeichern. Der Leiter kann Screenshots anfertigen und diese in den Formaten JPEG oder PDF abspeichern und mit den anderen Teilnehmern oder beispielsweise auch Evernote respektive anderen Dienste teilen. Alle gesicherten Snapshots einer Sitzung werden dann in einer Art Bibliothek auf dem Smartphone angezeigt – auch die vergangener Meetings sind zugänglich. Die verschiedenen Seiten lassen sich löschen, via iOS auch sortieren und einzeln oder gemeinsam exportieren.

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Inhalte lassen sich über verschiedene Anwendungen teilen (Foto: CNET).

Es besteht auch die Möglichkeit, einen USB-Stick an das Smart-kapp-Whiteboard anzuschließen und die Inhalte darauf abzulegen. Ein Vorteil ist, dass Inhalte nicht als pixel-, sondern als vektorbasierte PDFs gespeichert werden, sodass sie sich bei Bedarf auch im Großformat ausdrucken lassen. Für die Zukunft sind natürlich noch weitere Funktionen denkbar wie eine Suchfunktion oder eine Handschrifterkennung.

(Foto: CNET).

Inhalte lassen sich auf einem UBS-Stick oder anderem Speichermedium ablegen (Foto: CNET).

Mit der kostenlosen Version der Smart-kapp-App können bis zu 5 Teilnehmer zu einer Sitzung eingeladen werden. Größere Gruppen benötigen dann ein Premium-Abonnement, das bis zu 250 Teilnehmer erlaubt. Hinzu kommen dann noch weitere Sicherheitsfeatures und passwortgeschützte, statische URLs für regelmäßige Meetings. Das bedeutet, der Link zum Einladen der Teilnehmer muss nicht jedes Mal neu verschickt werden, da die URL stets dieselbe ist.

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Es können ohne Gebühr bis zu 5 und mit Premium-Abo bis zu 250 Teilnehmer eingeladen werden (Foto: CNET).

Für die Übertragung der Inhalte muss das verbundene Smartphone natürlich über eine Internetverbindung verfügen. Bei Meetings ist in der Regel aber sowieso WLAN vorhanden. Die Daten werden verschlüsselt per HTTPS-Protokoll über einen Cloud-Service des Unternehmens übertragen. Sobald sie geteilt wurden, werden die Daten laut Smart Technologies von den Servern gelöscht. Auch weggewischte Inhalte werden sofort vernichtet. Die Bluetooth-Verbindung zwischen Smart kapp und dem Smartphone des Leiters erfolgt ebenfalls ausschließlich über verschlüsselte Protokolle. Die Sicherheit soll zudem dadurch erhöht werden, dass sich jeweils nur ein Smartphone mit dem Whiteboard Smart kapp gleichzeitig via Bluetooth verbinden kann. Weitere Informationen finden Interessierte auf der Webseite des Herstellers.

Nachfolgendes Video zeigt Smart kapp noch im Einsatz:

Autor: Christian Schartel
Christian Schartel Christian Schartel Christian Schartel

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Smart kapp: Digitales Whiteboard mit Android- und iOS-Anbindung

  • Am 17. August 2015 um 10:07 von Patrick90

    Es ist unglaublich, was die neuen, digitalen Medien alles ermöglichen. Ich glaube zwar nicht, dass sich diese Entwicklung so schnell wie die Einführung der Whiteboards an den Schulen durchsetzen wird, aber ich bin gespannt, wo und vorallem wie intensiv wir Lehrer mit dieser Technologie in Verbindung treten werden. In unserer Gesamtschule haben wir neben den Klassenzimmern nun auch das Lehrerzimmer und Sekretariat mit einem Whiteboard ausgestattet. Hier wird es zwar weniger digital genutzt, aber allein das Beschreiben und die Magnetwirkung sind Eigenschaften, die uns sehr zu gute kommen. Darüber hinaus haben wir auch immer ein kleines Whiteboard vorrätig, welches an unsere neuen Lehrer zum Üben vergeben wird. Das haben wir damals sehr günstig im Netz gekauft und die Anschaffung hat sich meiner Meinung auch defintiv gelohnt. Man ist ohnehin schon so aufgeregt in den ersten Tagen. Da hilft es enorm sich mit der Technik schon mal vertraut machen zu können!

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