Ultra HD Blu-ray: Spezifikation steht fest

Ultra HD Blu-ray sieht eine 4K-Auflösung von 3840 mal 2160 Bildpunkten vor und bietet Unterstützung für einen erweiterten Farbraum, High Dynamic Range (HDR) und Inhalte mit Bildwiederholraten von bis zu 60 Frames pro Sekunde.

Die Arbeiten an der Spezifikation „Ultra HD Blu-ray“ wurden jetzt von der Blu-ray Disc Association (BDA) beendet. Das Industriekonsortium, das für die Entwicklung und Vermarktung des Blu-ray-Standards zuständig ist, stellte außerdem auch das offizielle Logo des neuen Medienformats vor.

Ultra HD Blu-ray (Bild: BDA)

Ultra HD Blu-ray (Bild: BDA)

So sieht Ultra HD Blu-ray eine 4K-Auflösung von 3840 mal 2160 Bildpunkten vor, was der vierfachen Auflösung von Full-HD entspricht. Es bietet Unterstützung für einen erweiterten Farbraum, High Dynamic Range (HDR) und Inhalte mit Bildwiederholraten von bis zu 60 Frames pro Sekunde (fps). Zudem liefert es Support für aktuelle Videostandards sowie „die nächste Generation immersiver, objektbasierter Tonformate“, wie es in einer Mitteilung der BDA heißt.

Welche dieser Standards konkret unterstützt werden, hat die BDA aber nicht dargelegt. Denn für die genannten Features gibt es eine Reihe alternativer Optionen. Beispielsweise existieren mit DTS:X und Dolby Atmos zwei objektbasierte Tonformate. Ein BDA-Sprecher erklärte jedoch, dass die Audio-Unterstützung optional und nicht verpflichtend sei: „Wenn sie auf der Disc ist, ist sie genehmigt.“

Die UHD-Blu-ray-Discs werden mit 66 GByte (zweilagig) respektive 100 GByte (dreilagig) die doppelte Speicherkapazität aktueller Blu-ray-Medien bieten, aber weiterhin einen Durchmesser von zwölf Zentimetern aufweisen.

Eine „digitale Brücke“, ähnlich der seit Herbst 2013 auch in Deutschland verfügbaren Videoplattform Ultraviolet, ist eine weitere Neuerung von Ultra HD Blu-ray. Sie soll den plattformübergreifenden Konsum gekaufter Inhalte über heimische und mobile Abspielgeräte hinweg ermöglichen.

Die BDA will im Sommer mit der Lizenzierung von UHD-Blu-ray-Produkten beginnen. Erste Player, die die neue Spezifikation unterstützen, sind bis Ende 2015 zu erwarten. Sie werden abwärtskompatibel sein und somit auch herkömmliche Blu-rays mit Full-HD-Auflösung wiedergeben. Als erster Hersteller hatte Panasonic schon im Januar auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas den Prototyp eines Ultra-HD-Blu-ray-Players präsentiert.

Mit Erscheinen erster Ultra HD Blu-rays erhalten Besitzer schon länger erhältlicher UHD-Fernseher endlich mehr Videomaterial, das die Hardware voll ausnutzt. Bisher lassen sich 4K-Inhalte nur über Online-Dienste wie Netflix oder Amazon Prime Instant Video beziehen.

[mit Material von Björn Greif, News.com]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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