Starbucks und Spotify geben Partnerschaft bekannt

Die Partnerschaft, die die Kaffeekette Starbucks und Spotify jetzt öffentlich gemacht haben, ist auf mehrere Jahre ausgelegt und zunächst auf die USA beschränkt. Sie soll später aber ausgeweitet werden. Starbuck-Filialchefs bekommen unter anderem per App Einfluss auf die Musik ihrer Filiale.

Die beiden Unternehmen Starbucks und Spotify entwickeln gemeinsam ein „Musik-Ökosystem der nächsten Generation“. Zunächst wird Starbucks erst einmal nur in seinen Filialen für Spotify Premium werben. Diesen sonst rund 10 Dollar teuren Musikstreamingdienst erhalten außerdem 150.000 Angestellte in 7000 amerikanischen Starbucks-Filialen kostenlos.

Logos von Starbucks und Spotify (Bild: Starbucks)

Logos von Starbucks und Spotify (Bild: Starbucks)

Eine weitere Ausweitung ist später auf Kanada und Großbritannien geplant. Sie stehen als nächste Länder auf dem Expansionsplan. Für die Filialbetreiber soll eine App bereitgestellt werden, über die sie die Musikauswahl in ihrer Niederlassung beeinflussen können. Das Programm soll im Kalenderjahr 2015 fertig gestellt werden. Die so entstandenen Playlists der Filiale will man in einem weiteren Schritt Starbucks-Kunden anbieten, die diese Musik mittels Starbucks-App dann auch andernorts hören können. Zudem können auch Spotify-Nutzer auf Starbucks-Playlists zugreifen. Sie werden dort gesondert beworben.

Spotify-Nutzer werden schließlich auch noch die Möglichkeit bekommen, Starbucks-Sterne zu erwerben, die sich im Rahmen eines bestehenden Treuepunkte- und Prämienprogramms der Kaffeekette nutzen lassen. Starbucks betont, dass es sein Programm damit erstmals für einen Partner öffne. Das Programm Starbucks Rewards nutzen derzeit rund 10 Millionen Menschen weltweit. Spotify kann etwa 60 Millionen Anwender vorweisen.

Die Grundkomponenten von Starbucks‘ Kundenbindungsstrategie sind Musik und Technik. So stehen für Smartphone-Nutzer in manchen US-Filialen Ladestationen bereit, und die Kaffeehauskette ist in Nordamerika auch für kostenloses WLAN bekannt. Um sich musikalisch zu profilieren, beschäftigt Starbucks eine Art Musikredaktion, die durch eine Übernahme von Hear Music 1999 hervorging. Sie verschickte ihre Zusammenstellungen früher per CD an die Filialen; die Kompilationen wurden auch an Kunden verkauft.

Die Partnerschaft mit Spotify ist offenbar ein umfassender Versuch, dieses System zu modernisieren. Starbucks stellt derzeit schon Playlists bei 8tracks.com bereit. Besonders amerikanische Anwender haben sie auf zahlreiche Streamingdienste übertragen, etwa Last.fm.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann

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