Lenovo stellt Smartwatch mit zwei Displays und Smartphone mit Laserprojektor vor

Die Lenovo-Smartwatch Magic View kommt mit einem zweiten Display im Armband, das mithilfe von Spiegeltechnik ein Bild erzeugt, das 20-mal größer ist. Das neue Smartphone Smart Cast bietet einen Laserprojektor samt Infrarot-Kamera zur Bewegungs- und Gestensteuerung.

Lenovo hat auf dem Event Lenovo Tech World in der chinesischen Stadt Peking eine neue Smartwatch angekündigt, mit der der Hersteller zwei typische Probleme von smarten Armbanduhren lösen will: ein zu kleines Display und mangelnde Privatsphäre. Außerdem hat Lenovo ein Smartphone vorgestellt, das mit einem Laserprojektor ausgestattet ist. Beide Konzepte sollen mittelfristig auf den Markt kommen.

(Bild: Lenovo).

Lenovos neue Smartwatch Magic View bietet ein virtuelles Display (Bild: Lenovo).

Lenovos Smartwatch Magic View kommt mit einem zweiten interaktiven Bildschirm, der sich auf der Oberseite des Armbands befindet. Durch eine Spiegeltechnik wird ein virtuelles Bild erzeugt, das laut Lenovo 20-mal größer wirkt als das tatsächliche Display. Auf der virtuellen Anzeige lassen sich Nachrichten Lenovo zufolge auch diskreter lesen als auf dem Hauptbildschirm, auf dem sie auch Dritte einsehen können.

Das Smartphone Lenovo “Smart Cast” ist mit einem Laserprojektor ausgestattet, der ähnlich wie beim Lenovo Yoga Tablet 2 Pro Fotos und Videos auf eine Wand oder auch die Tischoberfläche werfen kann. Allerdings hat Lenovo auf der Oberseite des Smartphone-Gehäuses noch eine Infrarot-Kamera zur Bewegungs- und Gestenerkennung verbaut, die mithilfe von Algorithmen Interaktion mit einer Projektion ermöglicht.

(Bild: Lenovo).

Das Smartphone Smart Cast ist mit einem Projektor samt Bewegungserkennung ausgestattet (Bild: Lenovo).

So lässt sich eine virtuelle Tastatur oder auch eine Klaviatur auf den Tisch projizieren, auf der der Anwender tippen beziehungsweise spielen kann. Dies demonstrierte auf der Lenovo-Messe der bekannte Pianist Lang Lang. Außerdem sieht Lenovo für Videokonferenzen die Option, den Gesprächspartner an die Wand zu projizieren und zugleich andere Inhalte auf dem Smartphone-Bildschirm darzustellen.

Einen Verfügbarkeitstermin nannte Lenovo nicht. Mit der Einführung ist es dem Unternehmen aber ernst. “Wir würden das sonst nicht zeigen”, sagte CTO Peter Hortensius auf der Tech World.

Die Idee einer per Laser auf den Tisch projizierten Tastatur geht mindestens bis 2002 zurück, als die israelische Firma VKB auf der CeBIT einen Prototypen namens Viki vorstellte. Einer ihrer Nachfolger, die Projektions-Tastatur Celluon Laserkey CL800BT, schaffte es sogar zum fertigen Produkt zum Preis von 185 Euro. Das Testfazit unserer Schwesterseite ZDNet.de lautete damals: “Nur wer Texte langsam im Zweifinger-Adlersystem tippt, kann mit dem Projektor akzeptable Ergebnisse erzielen. Mehr als eine Technikspielerei zum gehobenen Preis ist der Laserkey also nicht.” Samsung hat 2006 ein Patent auf virtuelle Tastaturen beantragt. Dieses bezog sich allerdings auf die Kombination mit einem Erkennungssystem für einen zugehörigen Bedienstift.

[Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

Autor: Christian Schartel
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