Android TV und Google Chromecast werden verbessert

Auf der Google I/O wurden neue APIs für Android TV und Chromecast vorgestellt. Android TV erhält sogenannte Channels. Drei weitere Programmierschnittstellen für Chromecast beschleunigen das Streamen von Inhalten oder erweitern Google-Cast-fähige Apps um Second-Screen-Funktionen.

Im Rahmen der Google I/O wurden auch neue Funktionen für Android TV und den Streaming-Stick Chromecast vorgestellt. Android TV wird um „Channels“, Chromecast um „Autoplay“, „Second-Screen-Funktionen“ sowie eine neue Game-Manager-API erweitert.

(Bild: Google).

Chromecast erhält neue Second-Screen-Funktionen (Bild: Google).

Google hat auf seiner Entwicklermesse das Feature “Channels” für Android TV präsentiert. Dieses erlaubt App-Entwicklern die fortlaufende Wiedergabe von Inhalten ähnlich einem herkömmlichen Fernsehkanal. Anwender sollen die Möglichkeit haben, Android-TV-Geräten zusätzlich zu den bereits vorhandenen Kanälen „Channels“ über den Google Play Store hinzuzufügen. Für eine solche “Zapp”-Erfahrung verfügbar werden sollen etwa Kanäle von Vevo, AOL, TED, Huffington Post, Bloomberg, Weather Network und Zattoo.

Google Chromecast erhält eine Autoplay-Funktion, die es den Anbietern von Inhalten erlaubt, Videos schon während dem Abspielen eines Clips im Hintergrund zu laden, so dass Zuschauer nahtlos mit der Wiedergabe des nächsten Inhaltes fortfahren können. Entwickler können dem Nutzer auch das Recht einräumen, die Reihenfolge der nächsten Clips zu beeinflussen. Erste Apps für Chromecast, die diese neue API nutzen, sind NBA Game Time und Red Bull TV.

Daneben arbeitet Google an einer Game-Manager-API für Spieleentwickler, die die Implementierung von mehreren Smartphones oder Tablets in Multiplayer-Games vereinfacht. Damit will Google die Entwicklung von mehrspielerfähigen Anwendungen fördern, bei denen zwei oder mehr Mobilgeräte als Controller verwendet werden können. Bislang haben Spielehersteller die bereits verfügbare Funktionalität nur selten verwendet.

Für eine bessere Spieleerfahrung hat Google auch neue Programmierschnittstellen angekündigt, die Google-Cast-fähige Apps um eine echte Second-Screen-Funktionalität erweitert. Als Beispiel führt Google die App Driver Speedboat Paradise an, die das Smartphone, das als Controller genutzt wird, zum Anzeigen zusätzlicher Informationen und Funktionen des Spiels nutzt. Anders als bei der bereits verfügbaren Funktion „Screen Mirroring“ wird auf dem Smartphone nicht das Spiel selbst angezeigt, sondern nur relevante Zusatzinformationen oder -funktionen. Dies ist auch besonders für die Performance bei grafisch aufwendigen Spielen zuträglich. Auch herkömmliche Anwendungen wie beispielsweise die Foto-App Pixlr profitieren von den neuen Remote-Display-APIs.

Die neu vorgestellten Programmierschnittstellen sind ab sofort für Android verfügbar und können von Entwickler in ihre Apps integriert werden. Die SDKs für Chrome und Apple iOS will Google in den kommenden Tagen aktualisieren. Bis die neuen Funktionen dann aber tatsächlich in Apps nutzbar sind, dürfte noch etwas Zeit vergehen, da die Programmierer sie erst noch integrieren müssen.

[Mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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