Apple Watch OS 2: Update kommt im Herbst

Das Update auf WatchOS 2 für die Apple Watch bringt native Apps, Time Travel sowie zahlreiche weitere kleine Neuerungen für die Zifferblätter oder Apps wie die Mail-Anwendung.

Die Apple Watch wird im Herbst das erste große Update erhalten. Das hat Apple auf seiner gestrigen Keynote zur WWDC verkündet. Die größte Neuerung ist die Einführung von nativen Apps. Außerdem gibt es neue Features wie Time Travel sowie Neuerungen bei den Zifferblättern oder der Mail-Anwendung. Besitzer einer Apple Watch erhalten das Update kostenlos. Es setzt ein iPhone 5, 5C, 5S, 6 oder 6 Plus mit iOS 8.2 oder neuer voraus. Mitgliedern des iOS-Developer-Programs steht ab sofort eine Beta des iOS 9 SDK zur Verfügung, die auch WatchKit für WatchOS 2 beinhaltet.

 (Bild: CNET).

Apple kündigte auf der WWDC 2015 WatchOS 2 für die Apple Watch an (Bild: CNET).

Das neue Watch OS 2 wird Entwicklern von Drittanbieter-Anwendungen neue Tools bieten, mit denen auch sie die Hardware der Apple Watch nutzen können. Bislang können nur Apples selbst entwickelte Apps auf die verschiedenen Komponenten der Apple Watch zugreifen. Dritt-Anbieter müssen aktuell die Funktionalität ihrer Anwendungen über die iPhone-Software realisieren.

Mit dem neuen WatchKit, wie Apple seine Entwicklerwerkzeuge nennt,  können sie nun auch die digital Krone, die Taptic Engine, den Beschleunigungssensor, das Mikrofon oder andere Sensoren und Komponenten der Apple-Smartwatch direkt in ihre Apps einbinden. Sein HealthKit gibt der iPhone-Macher ebenfalls für Entwickler frei, sodass sie den Herzfrequenzmesser und die erfassten Daten nutzen und verarbeiten können. Darüber hinaus wird auch HomeKit für Drittanbieter zugänglich. Neu sind auch Programmierschnittstellen für die Video- und Audiowiedergabe sowie Animationen.

 

 (Bild: CNET).

Das WatchKit bietet Entwicklern Zugriff auf die Hardware-Komponenten der Apple Watch (Bild: CNET).

ClockKit wiederum ist die Bezeichnung für die Umgebung, mit der Entwickler ihre Daten als Komplikationen auf dem Ziffernblatt darstellen können.

 

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Auch Daten von Drittanbieter-Apps lassen sich auf dem Zifferblatt anzeigen (Bild: Apple).

Dank Apples WatchKit wird es künftig viel mehr hochwertige Apps für die Apple Watch geben. Später im Jahr soll beispielsweise die App Vine erscheinen, die es erlaubt, Videos direkt auf der Apple Watch abzuspielen und zu verwalten. Die Messaging-App WeChat soll künftig auch Audiobotschaften unterstützen, die Nutzer über das Mikrofon der Apple Watch diktieren können. Der Autobauer Volkswagen bietet seinen Kunden ein haptisches Feedback beim Verschließen der Autotüren.

(Bild: Apple).

Die Apple Watch erhält einen Weckermodus (Bild: Apple).

Die Mail-Anwendung der Watch erweitert Apple um eine Diktierfunktion. Im Weckermodus verwandelt sich die intelligente Armbanduhr in einen Nachttischwecker, der über die digitale Krone und die seitlichen Tasten bedient wird.

 (Bild: CNET).

Nutzer können künftig ein Foto als Zifferblatt festlegen (Bild: CNET).

Nutzer können in WatchOS 2 auch ihr Lieblingsfoto oder gar ein Fotoalbum in ein Ziffernblatt umwandeln. Eine Time Travel genannte Funktion erlaubt es, durch das Drehen der Krone Ereignisse in der Vergangenheit oder der Zukunft aufzurufen wie Termine, Aktivitäten oder eine Wettervorschau. Auch dieses Feature lässt sich in Apps von Drittanbietern integrieren.

 (Bild: CNET).

Time Travel wird über die Krone bedient (Bild: CNET).

Im Zusammenspiel mit Apple Pay können Nutzer künftig per Apple Watch Händlerprämien sowie Kredit- und Bankkarten in der digitalen Geldbörse Wallet speichern.

 (Bild: CNET).

Mit Apple Pay kann man künftig auch auf der Apple Watch Prämienpunkte sammeln (Bild: CNET).

Des Weiteren kann die Smartwatch aus Cupertino künftig auch Fahrpläne des öffentlichen Nahverkehrs und Richtungsinformationen zu den nächstgelegenen Stationen anzeigen. Diese Funktion steht anfänglich allerdings nur für wenige Großstädte zur Verfügung – hierzulande lediglich für Berlin.

Die Sicherheit verbessert der iPhone-Macher mit einer Aktivierungssperre, wie sie auch iPhone und iPad bieten. Die Uhr lässt sich mit der Apple ID des Nutzers davor schützen, dass im Falle eines Verlusts oder Diebstahls ein anderer Nutzer das Gerät löscht oder gar neu aktiviert.

[Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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