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Apple MacBook Pro 15 Zoll (2015)

Testbericht

Hersteller: Apple Listenpreis: ab 2.249 Euro Fazit:

Das Apple MacBook Pro 15 Zoll (2015) ist eines der leistungsfähigsten Ultrabooks am Markt, wurde im Vergleich zum Vorgängermodell aber nur marginal verbessert. Die signifikanten Neuerungen des 2015er-Modells sind das Force-Touch-Trackpad, ein merklich schneller Speicher und eine etwas längere Akkulaufzeit. Käufer der teureren Konfiguration profitieren zudem von einer schnelleren Grafikkarte.

Pro
  • helles und blickwinkelstabiles 15-Zoll-Retina-Display
  • hervorragendes Force-Touch-Trackpad
  • schnellere SSD
  • gesteigerte Grafikperformance beim Top-Modell
  • längere Akkulaufzeit
Contra
  • nur geringfügige Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger
  • spiegelndes Display
  • kein Prozessor-Upgrade
Testurteil
EXZELLENT
8,9
von 10 Punkten
8,9 stars

Apple MacBook Pro 15” (2015) im Test

Im Mai hat Apple eine neue Version seines MacBook Pro 15 Zoll mit Retina-Display herausgebracht. Es bietet gegenüber dem Vorgänger das neue Force-Touch-Trackpad, einen schnelleren Speicher und eine etwas längere Akkulaufzeit. Zudem erhält es eine schnellere Grafikkarte. Wie sich das Modell aus 2015 schlägt, verrät CNET im Test.

Nach dem 13-Zoll-Modell hat Apple im Mai auch das MacBook Pro 15 Zoll aktualisiert. Wie auch schon beim kleineren Modell, behält Apple seine bisherige Upgrade-Strategie bei, und spendiert seinem Top-Modell nur wenige Verbesserungen. Es verfügt über das gewohnte Aluminium-Unibody-Design, an dem Apple in den letzten Jahren kaum etwas verändert hat, und kommt auch wieder mit dem 15 Zoll großen Retina-Display, dass man schon von der letzten Generation kennt.

(Foto: CNET).

(Foto: CNET).

Neuerungen sind wie bei den vergangenen Modellen zum Großteil im Inneren zu finden. Die Auffälligste Neuheit ist sicherlich das Force-Touch-Trackpad, das Apple mit dem neuen MacBook 12 eingeführt, und auch schon seinem 13-Zoll-Modell verpasst hat. Ansonsten verbaut Apple wie beim MacBook Pro 13“ ein schnelleres Solid-State-Drive (SSD) und verlängert die Akkulaufzeit. Darüber hinaus bekommt das teurere Modell eine neue Grafikkarte verpasst, die eine um bis zu 80 Prozent gesteigerte Leistung verspricht.

Mit die wichtigste Hardware-Komponente hat Apple beim beim MacBook Pro 15“ aber noch nicht aktualisiert. Der Core-i7-Prozessor ist noch dasselbe Modell, das auch schon die letzte Generation angetrieben hat. Core-i7-Chips der fünften Generation Broadwell werden erst so langsam in größeren Mengen verfügbar.

Trotzdem Apple keine allzu großen Veränderungen vorgenommen hat, bleibt das MacBook Pro 15“ natürlich sein leistungsstärkstes Modell, das genügend Power für Videoschnitt oder andere leistungsintensive Arbeiten mitbringt.

Die Basisversion des neuen “15 Zoll MacBook Pro mit Retina Display” kostet 2.249 Euro und beinhaltet Intels 2,2 GHz schnellen Quad-Core-Prozessor Core i7-4770HQ mit integrierter Iris-Pro-Grafik 5200 auf Basis der Haswell-Architektur, 16 GByte RAM sowie eine 256 GByte große SSD. Für 2799 Euro erhält man die Variante mit der neuen AMD-GPU, 512 GByte Flashspeicher und einer 2,5 GHz schnellen Intel-CPU des Typs Core i7-4870HQ. Gegen einen weiteren Aufpreis sind auch der 2,8-GHz-Prozessor Core i7-4980HQ (plus 200 Euro) und 1 TByte Flashspeicher (plus 600 Euro) verfügbar. Die Spitzenkonfiguration kostet 3599 Euro.

Dasselbe Design wie die Jahre zuvor

Das MacBook Pro 15“ aus dem Jahr 2015 sieht genauso aus wie sein Vorgänger aus 2014. Das Aluminium-Unibody-Design bleibt unverändert, was im Grunde schon seit 2012 der Fall ist. Trotzdem ist auch das neue Modell in Sachen Verarbeitung, Stabilität und Haptik immer noch kaum zu übertreffen. Das Gehäuse ist wieder aus einem Aluminium-Block gefräst und erscheint daher auch wie aus einem Guss. Es vermittelt wie schon seit jeher vom ersten Moment an ein absolutes Premiumgefühl.

(Foto: CNET).

(Foto: CNET).

Etwas Feintuning hätte man sich aber beim neuen MacBook sicherlich gewünscht. Denn kompakter oder leichter ist es im Vergleich zur letzten Generation damit auch nicht geworden. Das MacBook Pro 15“ misst nach wie vor 35,89 mal 24,71 Zentimeter in der Tiefe und Breite und ist 1,8 Zentimeter dünn. Das Gewicht hat mit 2,04 Kilogramm sogar noch minimal zugenommen.

(Foto: CNET).

(Foto: CNET).

Kein Leichtgewicht

Für ein 15-Zoll-Gerät ist das Apple MacBook Pro 15“ zwar sehr kompakt, dünn und leicht, dennoch ist es kein Gerät, das man den ganzen Tag mit sich herumtragen will. Verglichen mit einem MacBook 12 ist es ein Schwergewicht. Für den mobilen Einsatz ist dieses besser geeignet. Wer allerdings nicht auf die Leistung oder das größere Display verzichten will, der muss eben das höhere Gewicht in Kauf nehmen. In eine Laptop-Tasche passt aber auch das MacBook Pro 15“ noch gut hinein. Und wer es lediglich mal in die Arbeit, zu Freunden oder auf gelegentliche Ausflüge mitnimmt, dürfte es auch nicht als zu große Last empfinden.

(Foto: CNET).

(Foto: CNET).

Noch kein 4K-Display

Im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern von High-End-Notebooks, die ihre Geräte schon mit schärferen 4k-Bildschirmen ausgestattet haben, sieht Apple offenbar noch keine Notwendigkeit für eine höhere Auflösung. Das MacBook Pro Retina 15 Zoll (2015) kommt wie der Vorgänger mit Apples Retina-Display mit einer Auflösung von 2880 mal 1800 Pixel. Die Pixeldichte beträgt 220 ppi.

(Screenshot: CNET).

(Screenshot: CNET).

Die Anzeige unterstützt mehrere Betriebsmodi: Standardmäßig entspricht die Darstellungsfläche einem Bildschirm mit einer Auflösung von 1440 mal 900 Bildpunkten, nur dass eben die Pixeldichte bei 220 ppi liegt und nicht bei der Hälfte. Zusätzlich stehen noch zwei Modi für mehr Fläche zur Verfügung, deren Darstellungsfläche 1680 mal 1050 sowie 1920 mal 1200 Bildpunkten entspricht. Die Option “Größerer Text” entspricht 1024 mal 640 Pixel. Ein guter Kompromiss zwischen Schärfe, Lesbarkeit und Platzangebot ist die Option zwischen “Standard“ und “Mehr Fläche”, die der Darstellungsfläche eines Displays mit 1680 mal 1050 Bildpunkten entspricht.

(Foto: CNET).

(Foto: CNET).

Die Darstellung ist aber trotz des Verzichts auf 4K ausreichend scharf und kann in Sachen Farbwiedergabe, -sättigung und Kontraste wie üblich auf voller Linie begeistern. Die Blickwinkelstabilität ist dank IPS-Technologie auch wie zu erwarten sehr gut, aber wie schon beim 12-Zoll-Modell nicht absolut überragend. Schriften, Farben und Inhalte erkennt man aber auch bei geneigtem Display ohne große Beeinträchtigung. Nur die Helligkeit hält das MacBook Pro 15“ beim Betrachten des Bildschirms von der Seite oder von Oben nicht gänzlich bei. Allerdings ist der Effekt nur minimal und fällt nicht weiter ins Gewicht.

Das Display ist insgesamt sehr hell. Ganz so hell wie das Retina-Display des MacBook 12 scheint es zwar nicht zu sein, dennoch reicht die Helligkeit aus, um das 15-Zoll-Modell auch im Freien bei Sonneneinstrahlung zu verwenden. Obwohl das Display spiegelnd ist, lässt es sich noch ohne Probleme ablesen.

Überragende Bedienung dank Force-Touch-Trackpad

Das  Macbook Pro 15“ bietet im Inneren viel Platz für die Tastatur. Dennoch fällt sie im Vergleich recht kompakt aus. Apple hätte das Keyboard sicherlich etwas großzügiger gestalten können. Einige Anwender würden sich womöglich eine etwas größere Enter-Taste oder größere Pfeiltasten wünschen. Vermissen könnten besonders Windows-Nutzer Tasten für „Entfernen“, „Pos 1“, „Ende“, oder „Bild auf/ab“, die Apple unter Mac OS X allerdings per Tastenkürzel über die Pfeiltasten realisiert. Das geht im Grunde genauso gut. Insgesamt ist die Tastatur beim MacBook Pro 15“ daher auch vollkommen ausreichend dimensioniert. Dank der sehr guten Anschläge lässt es sich mit der Tastatur auch sehr gut schreiben. Für den Einsatz bei spärlicher Beleuchtung ist wie üblich eine Hintergrundbeleuchtung an Bord, die sich je nach Lichtbedingung aktiviert.

(Foto: CNET).

(Foto: CNET).

Die größte Neuheit ist wie beim 13-Zoll-Modell Apples neues Force-Touch-Trackpad. Dank vier Drucksensoren in jeder Ecke muss man nicht mehr auf die untere Hälfte des Trackpads drücken, sondern kann die gesamte Fläche nutzen, um einen Klick auszulösen.

(Foto: CNET).

(Foto: CNET).

Die neue Technik kann außerdem je nach aufgewendeter Kraft zwischen zwei verschiedenen Klicks unterscheiden, die auch ein unterschiedliches haptisches Feedback an den Nutzer zurückgeben. Die Klicks fühlen sich so an, als würde man einen tatsächlichen Klick ausführen, obwohl sich das Touchpad in Wahrheit nicht bewegt beziehungsweise nur minimal nachgibt. Praktischerweise ist es auch möglich, die Empfindlichkeit des Trackpads zu personalisieren, indem man den benötigten Druck verändert, bei dem ein Klick registriert wird. Wer die Trackpad beim Schreiben aus Versehn betätigt, kann mit dieser Einstellungen Abhilfe schaffen.

Zum Großteil können Anwender durch ein stärkeres Drücken des Trackpads aber nur Kontext-Informationen auf den Schirm holen. Klickt man beispielsweise im Safari-Browser oder einem Text auf ein Wort, wird das Lexikon oder der zugehörige Wikipedia-Eintrag angezeigt. Bei einer Adresse oder einer Datei im Finder holt die Funktion eine Kartenansicht beziehungsweise eine Vorschau auf den Schirm. Ein Doppelklick auf einen Link im Browser, öffnet eine scrollbare Vorschau der Webseite. Der sonst übliche Sekundärklick mit Zweifingern entfällt in diesen Situationen.

Dank der Druckempfindlichkeit können Anwender auch die Geschwindigkeit beim Vorspulen von Videos in Quicktime oder das Zoomen auf der Karte regeln. Allerdings sind einige der Touch-Gesten wie “Nachschlagen & Datenerkennung” bisher auf Apple-Anwendungen begrenzt. Mit Firefox funktioniert etwa die Anzeige eines Wikipedia-Eintrags zu einem bestimmten Begriff nicht.

Das haptische Feedback verdeutlicht zudem das Ausführen verschiedener Aktionen. So erhalten Nutzer zum Beispiel beim Ausrichten einer Anmerkung in einem PDF einen kleinen Impuls.

(Screenshot: CNET).

(Screenshot: CNET).

Wer das Trackpad ohne haptisches Feedback nutzen möchte, kann dies auch mit der neuen Variante tun. In den Einstellungen zum Trackpad aktiviert man hierfür einfach die Option “Klick durch Tippen”. Anders als beim MacBook Air steht in dieser Konfigurationsansicht nicht die Drei-Finger-Geste zum Verschieben von Fenstern zur Verfügung. Wer diese nutzen möchte, muss sie unter Bedienungshilfen im Abschnitt Maus & Trackpad – Trackpad-Optionen mit “Bewegen aktivieren” und “mit drei Fingern bewegen” einschalten.

Die Navigation klappt mit dem Force Trackpad des Apple MacBook Pro 15“ wie schon bei den anderen Modellen beobachtet hervorragend. An die Haptik des mit Glas abgedeckten Mauspads kommt kein anderer Hersteller heran. Der Finger gleitet gänzlich ohne Reibung über die angenehm glatte Oberfläche. Zudem ist das Trackpad äußerst reaktiv, wodurch auch präzise Eingaben leicht fallen und sehr natürlich von der Hand gehen. In Kombination mit der neuen Klick-Technologie sowie Apples Mutli-Touch-Funktionen wie die Mehr-Fingergesten zum Verschieben von Fenstern oder das Scrollen im Browser, das in seiner Genauigkeit und Leichtigkeit ebenfalls seines Gleichen sucht, ist das Trackpad des MacBook Pro das beste Trackpad am Markt. Die Bedienung des neuen MacBook Pro klappt damit insgesamt wieder hervorragend, sodass für Arbeiten wie Videoschnitt eigentlich keine externe Maus notwendig ist.

Viele, aber nicht mehr Anschlussmöglichkeiten

Im Gegensatz zum neuen MacBook mit 12-Zoll-Display, das nur mit einem USB-C-Port ausgestattet ist, bietet das MacBook Pro 15 viele Anschlussmöglichkeiten. Im Vergleich zum Vorgänger sind sie aber gleich geblieben. Das neue 15-Zoll-MacBook-Pro verfügt wie zuvor über zwei Kombianschlüsse aus Thunderbolt 2 und Mini- Display-Port, einen vollweritgen HDMI-Port, zwei USB-3.0-Anschlüsse, einen SD-Kartenleser, einen Kopfhörer-Anschluss und einen separaten MagSafe-Port zum Laden. Trotz zahlreicher Anschlussmöglichkeiten, könnte man sich beim neuen MacBook Pro 15 Zoll noch einen weiteren USB-Port – beispielsweise des Typs C – oder gar einen Ethernet-Port wünschen, schließlich bietet es eine fast drei Zentimeter längere Seitenpartie als das neue 13-Zoll-Modell, das identisch viele Anschlüsse bietet.

Schnellerer Speicher und leistungsfähigere Grafikkarte

Das Macbook Pro 2015 ist wie das letztjährige Modell mit einer Intel Core-i7-CPU der vierten Generation Haswell ausgestattet. Je nach Konfiguration verbaut Apple einen Core i7-4770HQ mit 2,2 GHz mit integrierter Iris-Pro-Grafik 5200 oder den 2,5 GHz schnellen Core i7-4870HQ samt einer zusätzlichen diskreten GPU. Gegen einen weiteren Aufpreis gibt es auch noch das 2,8-GHz-Modell Core i7-4980HQ. An der Performance des Prozessors ändert sich im Vergleich zum älteren MacBook Pro demnach nichts. Im Vergleich mit der Konkurrenz schneidet das neue Modell aber immer noch sehr gut ab. Es ist beispielsweise etwas schneller als das Dell XPS 15, dass allerdings auch mit einem 4K-Bildschirm ausgestattet ist.

Während es beim Prozessor keine Veränderung gibt, hat Apple wie auch schon beim 13 Zoll MacBook Pro eine schnellere SSD verbaut. Der Flashspeicher bietet laut Apple eine maximale Durchsatzrate von 2 GByte/s und ist nun 2,5-mal schneller als der in der Vorgängergeneration. Im Benchmark mit Disk Speed Test von Blackmagic kommt die SSD nicht ganz an die von Apple genannten Werte heran. Dennoch ist dies gegenüber dem Vorgängermodell ein deutlicher Geschwindigkeitszuwachs. Das Kopieren von mehreren GByte großen Dateien ist damit in wenigen Sekunden erledigt. Auch Programme öffnen sich auf dem neuen MacBook Pro 15 sehr flott. Ein Reboot dauert im Schnitt nur rund 14 Sekunden.

(Screenshot: CNET).

(Screenshot: CNET).

Darüber hinaus stattet Apple das MacBook Pro 15 mit einer leistungsstärkeren Grafikkarte aus. Statt der Nvidia Geforce GT 750M kommt das MacBook nun mit der AMD-Grafikkarte Radeon R9 M370X mit 2 GByte dediziertem Speicher. Sie soll im Vergleich zur Karte der Vorgängergeneration bis zu 80 Prozent mehr Leistung bieten. Das ist sicherlich ein von Apple optimistisch gewählter Wert, dennoch macht sich bei einigen Anwendungen ein Leistungsplus bemerkbar.

Während sich die schnellere Grafikkarte bei der Bearbeitung von hochauflösenden Fotos und Videos schon eher bemerkbar macht, macht sie das MacBook Pro 15 aber dennoch nicht zu einer Gaming-Maschine. Auf vergleichbaren Windows-Notebooks laufen High-End-Spiele in der Regel merklich schneller, da viele Titel für Mac OS – wie BioShock: Infinite oder Metro: Last Light – nur als nicht sonderlich optimierte Ports vorliegen, die häufig auch Einschränkungen bei der Auflösung und den Details mit sich bringen. Tomb Raider lief auf dem MacBook Pro beispielsweise mit rund 46 Frames pro Sekunde bei einer Auflösung von 1440 mal 900 Pixel. Auf einem vergleichbaren Windows-Notebook sind es an die 60 fps.

Anzumerken ist noch, dass Käufer nur in den Genuss der neuen Grafikkarte kommen, wenn sie auch das teurere Modell des MacBook Pro ab 2.799 Euro erwerben. Beim günstigeren Modell ist die R9 M370X nicht an Bord. Im Cincbench schafft die Basiskonfiguration knapp 30 fps im Open-GL-Test. Das teurere Modell für 2.799 Euro schaffte knapp über 60 Frames pro Sekunde.

Meist leise

Den Lüfter des MacBook Pro 15“ nimmt man bei normalen Arbeit nicht war, da er beim Surfen, Videostreaming oder Textverarbeitung nur selten zum Einsatz kommt, und wenn dann nur sehr leiste läuft. Erst nach mehreren Stunden Arbeit beginnen sie zu rotieren, um die Hardware zu kühlen. Unter voller Last nehmen die Lüfter schnell ihre Arbeit auf und sind mit gut 45 db auch merklich zu hören. Nach dem Erledigen einer Aufgabe, fahren sie aber auch schnell wieder herunter.

Eine Wämreentwicklung macht sich beim MacBook Pro 15“ 2015 bei „leichter Nutzung“ ebenfalls kaum bemerkbar. Bei leistungsintensiveren Aufgaben wird die Unterseite im Bereich unter dem Display aber nach einer gewissen Zeit so warm, das man das Gerät nicht mehr vollkommen komfortabel auf dem Schoß nutzen kann. Zusätzlich erwärmt sich auch der Bereich knapp überhalb der Tastatur ähnlich stark wie die Unterseite. Im Vergleich zum Vorgängermodell sind bezüglich der Lautstärke- und Wärmeentwicklung allerdings keine Unterschiede festzustellen.

Guter WLAN-Empfang

An Kommunikationsmöglichkeiten bietet das Apple MacBook Pro 15 wie üblich WLAN 802.11 a/b/g/n und ac sowie Bluetooth 4.0. Der WLAN-Empfang ist identisch zum Vorgänger und trotz Aluminium-Case sehr gut. Auch bei weiterer Entfernung zum Router brach die WLAN-Verbindnung nicht ab. Allerdings reduzierte sich der Datendurchsatz etwas.

Guter Sound & ausreichende Webcam

Das Apple MacBook Pro ist mit Stereo-Lautsprecher ausgestattet, die seitlich neben der Tastatur sitzen und für einen klaren und lauten Sound sorgen. Die Lautstärke reicht aus um einen mittleren Raum zu beschallen. Ein umwerfenden Sound mit satten Bässe darf man aber auch beim MacBook Pro 15 nicht erwarten, auch wenn die Lautsprecher deutlich kraftvoller aussehen, als beispielsweise beim MacBook Pro 13.

(Foto: CNET).

(Foto: CNET).

Für Videotelefonie ist eine Webcam direkt über dem Display integriert. Sie löst mit 720p auf, und macht ein klar besseres Bild als die Kamera des MacBook 12. Zwar stellt sich auch bei schlechten Lichtverhältnissen ein Rauschen ein, die Bildqualität ist aber auch bei spärlicher Beleucht noch ausreichend für den Einsatz bei Videotelefonie. Die zwei Mikrofone sitzen beim 15-Zoll-Modell auf der linken Seite am Lautsprechergrill neben der Tastatur. Sie reichen für Videotelefonie aus, klingen aber nicht ganz so klar, wie von dem 12 und 13 Zoll MacBooks gewohnt.

Verlängerte Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit des 15-Zoll-MacBook-Pro hat Apple nach eigenen Angaben um eine Stunde auf je 9 Stunden bei der WLAN-Nutzung und Filmwiedergabe verbessert. Da das Force-Touch-Pad weniger Platz einnimmt, konnte Apple einen etwas größeren Akku verbauen. Er verfügt jetzt über eine Kapazität 9080 mAh beziehungsweise 99,5 Wattstunden. Beim Vorgänger sind es 95 Wattstunden. Auch im Test machte sich eine längere Laufzeit bemerkbar. Das MacBook Pro legte aber nicht um die besagte Stunde zu. Beim Surfen im WLAN-Netz kamen wir mit einer Displayhelligkeit von Stufe 8 (Apple gibt an, Stufe 12 verwendet zu haben) und der Option „Energie sparen“ auch nicht auf volle 9, sondern nur rund 8,3 Stunden, was aber dennoch eine sehr gute Leistung ist. Der Akku hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 8 Ladezyklen und sollte demnach schon seine volle Leistung entfaltet haben. Womöglich verbessert sich die Laufzeit aber mit der Zeit auch noch etwas. Anspruchsvollere Anwendungen wie beispielsweise das Videostreaming via Youtube zehren deutlicher am Akku. Ein Youtube-Video flimmerte bei gleicher Helligkeit im Full-Screen-Modus für rund 5 Stunden über den Bildschirm. Insgesamt kommt man aber bei normalen Arbeiten mit dem MacBook Pro 15 sehr gut über einen Arbeitstags, solange man das Display nicht auf volle Helligkeit dreht. Dies ist aber auch meist nicht nötig.

Fazit

Das 15-Zoll-MacBook-Pro ist eines der leistungsfähigsten Notebooks am Markt, das zwar noch portabel ist, sich aber klar besser zu Hause auf dem Schreibtisch als Unterwegs in der Tasche macht. Das Aluminium-Unibody-Design ist in Sachen Wertigkeit nach wie vor unübertroffen, auch wenn man es im Grunde schon aus dem Jahr 2012 kennt. Die signifikanten Neuerungen des 2015er-Modells sind das Force-Touch-Trackpad, ein merklich schneller Speicher und eine etwas längere Akkulaufzeit. Käufer der teureren Konfiguration profitieren zudem von einer schnelleren Grafikkarte. Das Display, der Prozessor und die weiteren Komponenten sind dagegen im Vergleich zum Vorgänger gleich geblieben. Wer das MacBook Pro von Mitte 2014 besitzt, muss sich daher keine Gedanken über ein Upgrade machen.

Christian Schartel
Autor: Christian Schartel
Redakteur
Christian Schartel Christian Schartel Christian Schartel

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Apple MacBook Pro 15” (2015) im Test

  • Am 14. Juni 2015 um 18:07 von Holger Dziekanski

    Schöner und sachlicher Testbericht. Auch gut, dass in dem Bericht nicht auf den Preis des MacBookPro 15 herumgeritten wurde. Auch das neue MacBookPro 15 ist seinen Preis Wert. Eine Anschaffung für Jahre, weil das Betriebssystem und die installierte Software einfach optimal aufeinander abgestimmt ist. Es gibt eigentlich so gut wie keine Schwächen wenn man es unter OSX betreibt.

    • Am 12. März 2016 um 21:42 von spenik

      Das dachte ich 2011 mit meinem Macbook Pro und bin kurz davor das Logicboard zum dritten mal wechseln zu müssen. Also Anschaffung für Jahre ja aber manchmal nicht so viele wie man denkt.

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