Fairphone 2: modulares Android-Smartphone kommt diesen Sommer

Das nachhaltig produzierte Fairphone 2 kommt mit einem 5 Zoll großen Full-HD-Display, einer Qualcomm Snapdragon 801-CPU, LTE und Dual-SIM-Funktion. Der Vorverkauf für das Android-Smartphone soll im Sommer starten. Der Preis wird bei 525 Euro liegen.

Vor zwei Jahren hatte Fairphone sein erstes nachhaltig und sozialverträglich produziertes Telefon vorgestellt. Jetzt legt das niederländische Unternehmen für diesen Sommer mit dem Fairphone 2 ein weiteres Modell nach. Es kommt mit 5-Zoll-Full-HD-Display einer modularen Bauweise. Besitzern können das Smartphone problemlos auseinander nehmen und reparieren.

Wie bereits bei seinem ersten Modell, von dem inzwischen rund 60.000 Stück verkauft wurden, wird das Unternehmen die Herstellung erneut über einen Vorverkauf finanzieren. Das sei notwendig, um die Unabhängigkeit zu wahren, erklärt der Hersteller. Die Vorbestellung für das neue Modell beginnt irgendwann im Laufe dieses Sommers. Die ersten Geräte sollen dann im Herbst ausgeliefert werden. Der Verkaufspreis liegt bei 525 Euro. Eine Kostenaufschlüsselung und eine erweiterte Lieferantenliste sollen in den kommenden Wochen veröffentlicht werden.

Fairphone 2 (Bild: Fairphone)

Fairphone 2 (Bild: Fairphone)

Das Fairphone 2 wird neben UMTS auch LTE unterstützen, Die Datenübertragung erfolgt desweiteren WLAN mit 802.11ac, per Bluetooth 4.0 und GPS.

In der Rückseite wird eine 8-Megapixel-Kamera verbaut. Der Arbeitsspeicher ist 2 GByte groß, der interne Speicher fasst 32 GByte und ist über einen Micro-SD-Karteneinschub erweiterbar. Der – aufgrund der modularen Bauweise einfach austauschbare Akku – weist eine Kapazität von 2420 mAh auf. Die Rückseite des Smartphones soll das Gerät vor Schäden schützen und eine zusätzliche Außenhülle überflüssig machen.

Interessant werden könnte die angekündigte Zusammenarbeit mit Software-Entwicklern. Ziele hierbei sind es, Nutzern beim Betriebssystem (ab Werk Android 5.1) mehr Flexibilität und Kontrolle zu geben.

Fairphone Logo (Grafik: Fairphone)

Das neue Fairphone wird 2015 ausschließlich in Europa angeboten. Interessenten empfiehlt das Unternehmen, sich in eine Mailingliste einzutragen. Davon hätten bisher bereits über 50.000 Personen Gebrauch gemacht. Bestellungen würden dann in der Reihenfolge der Eintragung in diese Liste ausgeliefert.

Das erste, 2013 vorgestellte Fairphone sollte in erster Linie aufzeigen, dass sich Rentabilität und soziale Werte vereinen und gängige Geschäftsmethoden beeinflussen lassen. Jetzt will man durch das eigene Design noch einmal einige Schritt weitergehen.

Fairphone 2 (Bild: Fairphone)

Fairphone 2 (Bild: Fairphone)

Durch die modulare Bauweise habe man einen besseren Überblick über die Lieferkette und mehr Möglichkeiten, die Transparenz zu erhöhen und eine positive soziale Wirkung zu erzielen. Neben Herkunftskontrolle und Nachverfolgbarkeit der Materialien zählt Fairphone dazu auch die gezieltere Auswahl von Lieferanten erster und zweiter Ebene. Diese will man zudem stärker an sich binden und somit auch mehr Einfluss auf die Produktionsprozesse nehmen.

[Mit Material von Peter Marwan, ITespresso.de]

Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Fairphone 2: modulares Android-Smartphone kommt diesen Sommer

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *