Apple Watch: bis jetzt 2,79 Millionen verkaufte Uhren

Nahezu jeder fünfte Käufer einer Apple Watch entscheidet sich beim Kauf auch gleich für ein zusätzliches Ersatzarmband. Für Apple bedeuten die Bänder eine attraktive Einnahmequelle. So soll das Sportarmband Schätzungen nach in der Herstellung gerade einmal 2,05 Dollar kosten, verkauft wird es für 59 Euro.

Schätzungen des Marktforschungsunternehmens Slice Intelligence zufolge hat das Unternehmen aus Cupertino seit April 2,79 Millionen Exemplare seiner Uhr verkauft. Fast zwanzig Prozent der Käufer geben nicht nur mehrere Hundert Euro für die intelligente Armbanduhr aus, sondern erwerben auch noch mindestens ein zusätzliches Armband, wie die Agentur Reuters berichtet.

Apple Watch Sport (Bild: Apple)

Apple Watch Sport (Bild: Apple)

Für seine Schätzung hat Slice E-Mail-Quittungen von 2 Millionen Online-Shoppern in den USA ausgewertet. Mehr als 20.000 davon erwarben in den vergangenen Wochen eine Apple Watch und 17 Prozent davon schafften sich ein zusätzliches Armband an.

Für den iPhone-Hersteller sind die Armbänder dem Bericht zufolge ein sehr profitables Geschäft. IHS habe für das 38 Millimeter breite Sportarmband, das hierzulande 59 Euro kostet (49 Dollar in den USA), Herstellungskosten von 2,05 Dollar ermittelt. Darin seien aber keine Aufwendungen für Verpackung und Lieferung enthalten, sagte IHS-Analyst Kevin Keller im Gespräch mit Reuters.

Sowohl beim Kauf einer Uhr als auch beim Kauf als Ersatzarmband entscheiden sich die meisten Kunden demnach für das schwarze Sportarmband. Auf Platz zwei liegt das Milanaise-Armband aus gewebtem Edelstahlgeflecht, für das Apple 169 Euro beziehungsweise 149 Dollar verlangt. Kanishka Agarwal, Chief Data Officer bei Slice, vermutet, dass viele Kunden das praktische Sportarmband mit der luxuriöseren Variante kombinieren, um ihre Apple Watch vielseitiger zu machen.

Laut Reuters geht Carolina Milanesi von Kantar Worldpanel ComTech sogar davon aus, dass die Zusatzarmbänder einige Verbraucher dazu verleiten, mehr für die Apple Watch auszugeben als geplant. „Das ist eine psychologische Sache“, sagte Milanesi. „Ich fange mit der kleinsten Investition an und gebe dann mehr Geld aus, wofür ich dann etwas anderes erhalte.“

Allerdings ermöglicht Apple auch Drittanbietern, Armbänder für die Apple Watch zu gestalten. Von nicht näher genannten Quellen will Reuters erfahren haben, dass Apple in diesem Fall keinen Anteil vom Umsatz erhält. Beliebte Armbänder von Dritten könnten sich also negativ auf Apples Armband-Verkäufe auswirken.

Inzwischen können Interessenten viele Modelle der Apple Watch auch für die Abholung in einem Apple Store reservieren. Die Apple Watch Sport (42mm) in schwarz haben hierzulande beispielsweise acht Filialen vorrätig, darunter Berlin, Düsseldorf, Köln und München (OEZ). In Apples Online-Shop sind einige Varianten zudem innerhalb von 1 bis 3 Geschäftstagen lieferbar.

[Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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