Galaxy S6: Update auf Android 5.1.1 bringt RAW-Support

Das Samsung Galaxy S6 bietet nach dem Update auf Android 5.1.1 die Möglichkeit, Fotos im RAW-Format zu speichern. Allerdings vorerst nur mithilfe einer Dritt-Anbieter-Anwendung wie Camera FV-5 oder Snap Camera.

Mit dem Update auf Android 5.1.1 wird Samsung das Galaxy S6 und S6 Edge um Unterstützung für das RAW-Dateiformat für Fotos erweitern. Das berichtet die Webseite Android Police unter Berufung auf einen Beitrag im XDA-Developers-Forum. Die neue Kamera-Funktion wird aber noch nicht über Samsungs offizielle Kamera-App nutzbar sein, sondern nur mittels Anwendungen von Dritt-Anbietern.

GalaxyS6 (Foto: CNET).

Das Galaxy S6 erhält mit dem Update auf Android 5.1.1 RAW-Support (Foto: CNET).

Mit Android 5.0 Lollipop hat Google sein OS um die Unterstützung für RAW-Dateien erweitert. Seit dem haben Hersteller die Möglichkeit, das Feature in ihre Kamera-Apps zu integrieren. Bis auf LG G4 bietet bislang aber kaum ein Smartphone die Möglichkeit, Fotos neben JPEG auch im RAW-Format zu speichern. Auch Samsung hatte diese Funktionalität noch nicht ab Werk in das S6 integriert, obwohl es ebenfalls mit Android 5.0 ausgestattet ist.

Mit dem Update auf Android 5.1.1 wird Samsung US-amerikanischen Nutzern zufolge, die es bereits erhalten haben, RAW-Fotos nun aber auch für das S6 freischalten. Allerdings wird man Schnappschüsse noch nicht über die native Kamera-App des Galaxy S6 im RAW-Format aufnehmen können, sondern nur mithilfe von Dritt-Anbieter-Apps wie Camera FV-5 oder Snap Camera HDR. Beim G4 (hier geht’s zum Test) ist das Feature schon von Haus aus an Bord und auch über die standardmäßige Kamera-App des Herstellers verfügbar. Es ist davon auszugehen, dass aber auch Samsung die RAW-Option mit einem künftigen Update vollständig integriert oder sie als separates Modul über seinen App Store verfügbar macht.

RAW-Fotos sind kurzgesagt die unverarbeiteten Rohdaten einer Aufnahme, die mehr Details als die JPEG-Bilder enthalten und dadurch wesentlich besser zur Nachbearbeitung mit Bildbearbeitungssoftware geeignet sind. Dadurch lässt sich beispielsweise auf zu dunkel geratenen Schnappschüssen die Helligkeit noch im Nachhinein korrigieren, ohne dass ein zu großes Bildrauschen entsteht. Nachfolgende Vergleichsfotos, die mit dem LG G4 aufgenommen wurde, verdeutlichen, welche Möglichkeiten RAW-Bilder bieten.

(Foto: CNET).

LG G4: RAW ohne Nachbearbeitung (Foto: CNET).

(Foto: CNET).

LG G4: RAW nach Nachbearbeitung (Foto: CNET).

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Autor: Christian Schartel
Christian Schartel Christian Schartel Christian Schartel

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Galaxy S6: Update auf Android 5.1.1 bringt RAW-Support

  • Am 24. Juni 2015 um 08:24 von Levin Huck

    Diese Nachbearbeitung, braucht man dazu eine PC Software wie Photoshop oder geht das auch mit „normal“ erhältlichen apps aus dem Google play store oder braucht man im Play store auch die richtige Anwendung?
    Vielen Dank im vorraus!

    • Am 24. Juni 2015 um 10:23 von Christian Schartel

      Hallo,

      es gibt auch Apps im Google Play, die zur Nachbearbeitung von RAW-Dateien genutzt werden können. Allerdings bieten diese meist nur grundlegende Bearbeitungsmöglichkeiten. Die Fotos in dem Artikel wurden beispielsweise mit Photoshop Lightroom am PC nachbearbeitet. Am Rechner werden sie die besseren Ergebnisse erzielen können.

      Beste Grüße,

      CNET.de-Redaktion

  • Am 13. Juli 2015 um 16:12 von Walter Prax

    Hallo, habe mir Snap Camera HDR auf mein S6 installiert. Meine Frage: wie kann ich ein Bild in Raw speichern?

    • Am 28. September 2015 um 15:14 von René

      Hallo,

      du musst in den Einstellungen camera_api2 auswählen. Zumindest ist diese api Vorraussetzung fur das Speichern im RAW-Modus.

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