Sony Xperia Z3+ im Hands-on: der Z3-Nachfolger kommt mit stärkerem Prozessor

Sonys neues Flaggschiff, das in Japan unter dem Namen Xperia Z4 verkauft wird, kommt bei uns demnächst als Z3+ in den Handel. Es ist mit einem 5,2-Zoll-Full-HD-Display, Qualcomms Snapdragon-810-CPU, 32 GByte Speicher, einer 20,7-Megapixel-Hauptkamera und einer verbesserten Front-Kamera ausgestattet. Als Betriebssystem ist Android 5.0 Lollipop an Bord.

Sony hat seinem schlanken und leistungsstarken Flaggschiff Z3 ein Update verpasst, um mit Geräten wie dem Samsung S6 und dem LG G4 mithalten zu können. Die Produktbezeichnung Z3+ mag den einen oder anderen verwirren, da Sony erst unlängst ein neues Flaggschiff namens Z4 für Japan vorgestellt hat. Die Lösung ist einfach: Das Z3+ ist bis auf den Namen dazu identisch und wie es aussieht, verkauft Sony das Telefon in verschiedenen Regionen einfach unter anderem Namen.

Das neue Modell wird hierzulande als Z3+ verkauft und wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich dabei nicht um ein völlig neues Flaggschiff, sondern in erster Linie um eine Weiterentwicklung des existierenden Z3. Es kommt mit dem gleichen 5,2-Zoll-Full-HD-Display, der gleichen 20,7-Megapixel-Kamera auf der Rückseite und dem wasserdichten Gehäuse aus Glas und Metall wie das Z3 und sieht auch fast identisch aus. Das Xperia Z3+ ist zunächst in Schwarz und Weiß exklusiv über O2 (721 Euro ohne Vertrag) und Base (699 Euro) vorbestellbar und soll in der ersten Juli-Woche geliefert werden. Später im Juli wird es dann auch regulär in den Handel kommen. Das Z3+ ist bereits jetzt auch schon bei Online-Händlern wie Amazon für 699 Euro vorbestellbar. Hier stehen neben Schwarz und Weiß auch die Farben Wassergrün und Kupfer zur Auswahl.

Aber was ist jetzt am Z3+ tatsächlich neu? Nun, es ist schlanker als das Z3, die Auflösung der Frontkamera ist von 2,2 auf 5 Megapixel erhöht worden und es wird von Qualcomms neuestem Snapdragon-Prozessor 810 angetrieben, dem 3 GByte RAM zur Seite stehen. Desweiteren sind 32 GByte interner Speicher an Bord, doppelt so viel wie beim Vorgänger. Unverändert ist ein Slot für Micro-SD-Karten bis maximal 128 GByte an Bord.

(Bild: Andrew Hoyle/CNET )

(Bild: Andrew Hoyle/CNET )

Design und Display

Auch aus der Nähe betrachtet, sind keine großen Unterschiede zwischen dem bestehenden Z3 und dem Z3+ auszumachen. Auch hier gibt es eine Front aus Glas und auch Glas auf der Rückseite, eingefasst von einem umlaufenden Metallband an der Seite. Nylonverstärkte Ecken schützen das Z3+. Trotzdem gibt es einige Verbesserungen.

Sony preist das Z3+ als derzeit schlankstes Xperia Z-Smartphone an. Es ist gerade einmal 6,9 Millimeter dick und damit 0,4 Millimeter dünner als das normale Z3. Das Gewicht hat sich von 152 auf 144 Gramm verringert. Das sind sicherlich keine weltbewegenden Veränderungen, aber es fühlt sich damit sehr schlank an und liegt elegant in der Hand. Das minimalistische Design sieht nach wie vor immer noch richtig gut aus.

Gleich geblieben sind die wasserdichten Komponenten. Es übersteht nicht nur ein verschüttetes Getränk, sondern kann problemlos bis zu 30 Minuten und bis zu einer Tiefe von 1,50 Meter in Wasser eingetaucht werden. Damit lässt sich auch im Sommerurlaub das eine oder andere schöne Unterwasserfoto machen. Wasserdicht ist jetzt auch den Micro-USB-Port. Damit muss die schützende Abdeckung nicht mehr jedes Mal zum Laden angenommen und dann wieder aufgesteckt werden, wie es noch beim Vorgänger der Fall war.

(Bild: Andrew Hoyle/CNET )

(Bild: Andrew Hoyle/CNET )

Das 5,2-Zoll-Display bietet mit 1920 mal 1080 Pixel die gleiche Auflösung wie das Standard-Z3. Die Pixeldichte liegt bei 428 ppi. Im Hands-on scheint die Bildqualität auf den ersten Blick genauso hell, brillant und scharf zu sein wie die des Z3, ein endgültiges Urteil bringt der vollständige Test. Aber nachdem die Qualität des Z3 schon ausgezeichnet war, machen wir uns, was diesen Punkt anbelangt, keine großen Sorgen.

Prozessor und Software-Features

Das Smartphone kommt mit der neuesten Android-Version 5.0.2 Lollipop, dem Sony das übliche Interface übergestülpt hat. Sie lässt sich einfach bedienen, ist übersichtlich strukturiert und nicht unnötig aufgebläht, was das Telefon nur unnötig verlangsamen würde. Wie immer sind auch Sony-spezifische Apps an Bord.

Die spektakulärste Verbesserung zum Z3 hat sicher der Prozessor erfahren. Sony hat dem Z3+ Qualcomms aktuellen Snapdragon 810 spendiert, einen 64-Bit-Octacore, dem 3 GByte RAM zur Seite stehen. Das ist deutlicher Sprung und ein Leistungsschub vor allem für Spiele, die Bildbearbeitung und Social Networking. Wie sich das Z3 sich hier im Detail und vor allem gegen seine Mitbewerber schlägt, wird der ausführliche Test in Kürze zeigen.

(Bild: Andrew Hoyle/CNET )

(Bild: Andrew Hoyle/CNET )

Kamera und Akkulaufzeit

Die Spezifikationen der Hauptkamera auf der Rückseite sind unverändert geblieben. Hier setzt Sony wie gehabt auch beim Z3+ auf 20,7 Megapixel. Die Frontkamera wurde dagegen von 2,5 auf 5 Megapixel aufgestockt. Ihr hat der Hersteller offensichtlich auch einen verbesserten automatischen Modus und eine HDR-Funktion spendiert.

Der Akkukapazität wurde von 3100 auf 2900 mAh reduziert, vermutlich aufgrund der reduzierten Bauhöhe. Auf dem Papier punktet das Smartphone damit zunächst natürlich nicht, aber laut Sony sorgen die Software und eine entsprechende Prozessor-Optimierung bei sorgsamer Verwendung für eine Laufzeit von zwei Tagen mit einer Akkuladung. Der Akku des Z3 bewegte sich schon im oberen Feld der Highend-Smartphones und so hoffen wir, dass das Z3+ sich ähnlich gut präsentiert.

Für die Soundausgabe sind wie gehabt zwei Frontstereolautsprecher integriert. Das Sony Xperia Z4 verfügt außerdem über Sonys LDAC-Technologie, die das Streamen von Musik in High-Resolution-Audio-Qualität via Bluetooth ermöglicht. Zur weiteren Ausstattung gehören WLAN 802.11 a/b/g/n und ac (2,4 und 5 GHz) sowie MIMO-Support. LTE (Cat 9), UMTS, Bluetooth 4.1, GPS, NFC, MHL sind dank Qualcomms neuestem Prozessor natürlich auch vorhanden.

Ausblick

Wer eine vollständige Aktualisierung des Xperia Z3 erwartet hat, wird vielleicht enttäuscht sein. Das Z3+ präsentiert sich eher als kleineres Update des bestehenden Z3. Es ist schlanker geworden und auch der schnellere Prozessor ist nicht zu verachten. Es ist in jedem Fall einen Blick wert, vor allem wenn man mit dem Gedanken spielt von einer älteren Version aus der Z-Serie auf ein neues Modell umzusteigen.

Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Sony Xperia Z3+ im Hands-on: der Z3-Nachfolger kommt mit stärkerem Prozessor

  • Am 30. Juni 2015 um 11:44 von Moped

    Zerbröselt das Z3+ auch in der Hosentache wie die anderen Z-Fons?

    • Am 17. September 2015 um 21:22 von Jenni

      Wie soll das denn bitte zerbröseln

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