AV-Test Fitness-Armbänder: nicht alle sind sicher

Fitness-Armbänder sehen hipp aus und sind schwer im Trend. Die erfassten Daten werden in einer App zusammengefasst, ausgewertet und landen in den meisten Fällen früher oder später unweigerlich in der Cloud. AV-Test hat sich 9 Fitness-Armbänder genauer angesehen und ist nicht bei allen Kandidaten von den Sicherheitskonzepten überzeugt.

Fitness-Tracker sind voll im Trend. AV-Test wollte wissen, wie sicher die Daten auf dem Weg vom Armband zum Smartphone sind und ob sich auf dem Weg dorthin vielleicht jemand einklinken und die Daten kopieren oder sogar manipulieren kann. AV-Test hat dazu in seinem Labor 9 Fitness-Tracker auf ihre Sicherheit hin überprüft, eine Risikobewertung erstellt und diese Woche das Ergebnis der Untersuchung in seinem Artikel „Test: Fitness-Armbänder legen Daten offen“ veröffentlicht. Das Ergebnis: einige Tracker erhalten eine sehr hohe Risikobewertung und sind nicht zu empfehlen.

Risikobewertung der Fitnesstracker (Bild: <a href="http://www.av-test.de" target="_extern">AV-TEST</a>

Risikobewertung der Fitnesstracker (Bild: AV-TEST

Die Armbänder wurden im Live-Betrieb samt der dazugehörigen Android-Apps untersucht, belauscht und auf ihre Sicherheit geprüft. Im Test wurden laut AV-Test keine Sperren geknackt oder sonstige digitale Brecheisen genutzt, dennoch geben einige Armbänder ohne Weiteres alle Daten preis. Es wurden nur Produkte gekauft und geprüft, die zurzeit in Deutschland erhältlich sind. Getestet wurden Acers Liquid Leap, das FitBit Charge, Garmins Vivosmart, Huaweis TalkBand B1, das Jawbone Up24, LGs Lifeband Touch FB84, das Polar Loop, Sonys Smartband Talk SWR30 und das Withings Pulse Ox.

In seiner Studie hat das Labor von AV-Test dabei 11 Punkte geprüft und daraus eine abschließende Risikobewertung erstellt. Während die Fitness-Tracker Sony Smartband Talk und Polar Loop fast kein Sicherheitsrisiko aufweisen, wird dem Acer Liquid Leap ein sehr hohes Risiko bescheinigt. Dieses für Acer gebrandete Band wird auch noch von anderen Herstellern baugleich vertrieben. Der Tracker FitBit Charge hat nicht nur ein hohes Risiko: er verteilt freiwillig die Daten an alle Nutzer, die sich mit dem Armband verbinden. Dabei gibt es keine Zugangs-Sperre oder Kontrolle.

Dem Bericht von AV-Test zufolge wurden laut GfK 2014 weltweit bereits 13,5 Millionen Fitness-Tracker verkauft. Der Forecast für 2015 liegt bei 25 Millionen sogenannten „Health & Fitness Trackern (HFT)“.

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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