Samsung: Patch stellt Windows-Update wieder auf automatisch um

Samsung will in den nächsten Tagen einen entsprechenden Patch ausliefern. Die Modifikationen der Windows-Aktualisierung durch das Samsung-Tool Disable_Windowsupdate.exe soll damit rückgängig gemacht werden.

Samsung hat für die nächsten Tagen einen Patch angekündigt, der Windows-Update wieder auf „automatisch“ stellt. Damit reagiert das Unternehmen darauf, dass die Samsung-Software namens „SW Update“ – eines jener von PC-Herstellern installierten Werkzeuge, die beigepackte Software des Unternehmens selbst und seiner Marketingpartner – überwiegend sogenannte Bloatware – auf dem neusten Stand halten sollen, mit der Installation des Tools Disable_Windowsupdate.exe auch das Update-Verhalten von Windows geändert hat. Herausgefunden hatte dies Microsoft-MVP Patrick Barker.

Samsung-Logo (Bild: Samsung)

Mit folgendem Kommentar hatte der koreanische Konzern zunächst noch versucht, das Problem aus der Welt zu schaffen: „Es entspricht nicht den Tatsachen, dass wir auf unseren Notebooks Updates für das Betriebssystem Windows 8.1 verhindern. Vielmehr bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, ob und wann sie Updates von Windows auf ihren Geräten vornehmen möchten.“

Samsung hat inzwischen folgende Mitteilung veröffentlicht: „Samsung engagiert sich für Sicherheit und setzt auch in Zukunft auf eine gute Partnerschaft mit Microsoft. Wir werden in ein paar Tagen über das Samsung-Software-Update einen Patch veröffentlichen, der die empfohlenen automatischen Windows-Update-Einstellungen wiederherstellt.“

Windows-Update (Screenshot: ZDNet.de)

Windows-Update (Screenshot: ZDNet.de)

Auch wenn es theoretisch nicht richtig ist, dass Samsung Windows-Update komplett blockiert hat, wie es in einen Berichten geheißen hatte, darunter auch in einem von unseren ZDNet.de-Kollegen veröffentlichten Artikel, so bedeutet eine Umstellung auf den manuellen Modus in der Praxis genau dies. Auf vielen Rechnern werden de facto keine Aktualisierungen mehr installiert werden, weil Anwender von dem neuen Sachverhalt, nämlich dem Wechsel von der automatischen Installation von wichtigen Updates hin zu einem manuellen Verfahren, in das sie nun eingreifen müssen, vielfach überfordert sind.

Das ist auch einer der Gründe, warum Microsoft bei Windows 10 Home plant, keinerlei Sperrmöglichkeiten für Updates mehr zu ermöglichen. In jedem Fall sollten PC-Hersteller nicht versuchen, das vom Betriebssystemhersteller vorgesehene Akualisierungsverfahren klammheimlich zu ändern und dies später als Entscheidungsfreiheit für Anwender verkaufen. Microsoft sollte Maßnahmen ergreifen, die ein derartiges Verhalten zukünftig ausschließen.

[Mit Material von Kai Schmerer, ZDNet.de]

Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
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