Adobe warnt vor Schwachstelle in Flash Player

Das Unternehmen hat vor einer als kritisch eingestuften Schwachstelle, die für Angriffe auf Flash Player genutzt wird, gewarnt. Mindestens drei Exploit Kits nutzen die Lücke laut Trend Micro bereits aus. Einen Patch will Adobe nach eigenen Angaben noch im heutigen Tagesverlauf zur Verfügung stellen.

Trend Micro zufolge handelt es sich um eine der Zero-Day-Lücken, die in den entwendeten und dann im Internet veröffentlichten Geschäftsunterlagen von Hacking Team beschrieben werden. Sie ist demnach auch Bestandteil des Angler Exploit Kit, des Nuclear Exploit Pack und des Neutrino Exploit Kit.

Flash Player (Bild: Adobe)

Die Schwachstelle steckt in Flash Player 18.0.0.194 und früher sowie 13.0.0.296 und früher für Windows und Mac OS X sowie Flash Player 11.2.202.468 und früher für Linux. Adobe zufolge könnte ein Angreifer einen Absturz der Anwendung auslösen oder gar die vollständige Kontrolle über ein betroffenes System übernehmen.

Der Fehler wurde offenbar vom Google Project Zero sowie dem Sicherheitsforscher Morgan Marquis-Boire entdeckt, der sich schon länger mit Überwachungssoftware wie FinFisher und den Produkten von Hacking Team beschäftigt. Einen Patch will Adobe nach eigenen Angaben noch im heutigen Tagesverlauf zur Verfügung stellen. Google hat bereits mit der Verteilung eines Updates für seinen Browser Chrome begonnen.

Die Version 43.0.2357.132 für Windows, Mac OS X und Linux aktualisiert das integrierte Flash-Plug-in auf die Version 18.0.0.203.

Trend Micro zufolge finden sich in den Hacking-Team-Dokumenten Details zu mindestens einer weiteren Flash-Player-Lücke. Wann für sie ein Update bereitstehen wird, ist nicht bekannt. Unklar ist auch, ob Adobe jetzt das Loch stopft, das Hacking Team als „schönsten Flash-Bug in den vergangenen vier Jahren“ beschreibt.

[Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
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