Apple iOS 9 & Mac OS X 10.11 ausprobieren: Open-Beta ab sofort erhältlich

Um an Apples Beta-Software-Programm teilnehmen und die Open Beta von iOS 9 oder Mac OS X 10.11 El Capitan ausprobieren zu können, müssen Interessierte ihre Geräte registrieren. Dafür ist eine Apple ID erforderlich.

Apple iOS 9 und Mac OS X 10.11 El Capitan können ab sofort als Open-Beta von allen Interessierten Nutzern mit kompatiblen Geräten und einer Apple-ID ausprobiert werden. Der iPhone-Macher stellt die öffentliche Beta im Rahmen seines Beta-Software-Programms zur Verfügung. Dadurch können nicht mehr nur Entwickler, die eine jährliche Gebühr von 99 Euro für die Teilnahme an Apples Developer-Programm zahlen, die kommende iOS- und OS-X-Version ausprobieren, sondern jedermann.

(Screenshot: CNET).

Die Open-Betas von Apple iOS 9 und Mac OS X El Capitan sind verfügbar (Screenshot: CNET).

Wer die jetzt verfügbaren Public-Betas von iOS 9 und Mac OS X El Capitan testet, sollte sich allerdings im Klaren darüber sein, dass es sich dabei um Vorabversionen handelt. Diese können noch einige schwerwiegende Fehler enthalten, die eventuell zu Datenverlust führen. Sie sollten daher am besten nur auf Zweitgeräten eingesetzt werden. Wer sie doch auf seinen primären Geräten installieren möchte, sollte vorher ein Backup aller Daten anlegen. Um am Beta-Software-Programm teilzunehmen und die iOS 9 oder Mac OS X 10.11 Beta zu erhalten, müssen Nutzer ihr Apple-Gerät auf der entsprechenden Webseite registrieren.

Einen ersten Ausblick auf die nächste Generation seiner Betriebssysteme hatte Apple Anfang Juni auf seiner Worldwide Developers Conference in San Francisco gegeben. Zu diesem Zeitpunkt veröffentlichte es auch erste Vorschauversionen von OS X El Capitan sowie iOS 9 für Entwickler. Weitere folgten Ende Juni. Die Veröffentlichung der Finals wird für Herbst erwartet.

Beide Betriebssysteme führen neue Funktionen und Techniken ein, die die Produktivität verbessern sollen. Bei El Capitan hat sich Apple vor allem auf Leistungsoptimierungen konzentriert. So sollen Anwendungen bis zu 1,4-mal schneller starten als unter dem Vorgänger Yosemite. Auch der Wechsel zwischen Programmen soll schneller vonstattengehen. Dafür hat Apple die ursprünglich für iPhone und iPad entwickelte Grafiktechnologie Metal in OS X integriert, die das Rendering von Animationen laut Hersteller um bis zu 50 Prozent beschleunigt.

Weitere Neuerungen des Desktop-Betriebssystems sind die leichter lesbare Systemschrift „San Francisco“, ein überarbeitetes Mission Control, eine verbesserte Spotlight-Suche, aktualisierte Apps (Karten, Notizen) und die Splitscreen-Funktion „Split View“, mit der sich zwei geöffnete Anwendungsfenster Seite an Seite im Vollbildformat anzeigen lassen.

Mit iOS 9 führt Apple einige Neuerungen ein, die seine Mobilgeräte „intelligenter und proaktiver“ machen sollen. Dazu zählen Verbesserungen bei der Suche und dem Sprachassistenten Siri sowie neue Multitasking-Funktionen fürs iPad. Zudem verspricht Apple eine längere Akkulaufzeit durch einen neuen Stromsparmodus, der jedoch auch Leistung kostet. Software-Updates sollen weniger Speicherplatz benötigen, so dass Besitzer von Geräten mit geringer Storage-Kapazität auf das Löschen von Inhalten vor der Installation einer Aktualisierung künftig verzichten können.

Für beide Betriebssysteme vorgesehen ist eine neue Zwei-Faktor-Authentifizierung, welche die bisherige „zweistufige Bestätigung“ ablöst und einen sechsstelligen statt nur vierstelligen Bestätigungscode einführt. Dieser wird an alle angemeldeten Geräte des Nutzers geschickt und zusätzlich zum Passwort benötigt. Der 14-stellige Schlüssel für die Wiederherstellung entfällt zugunsten einer aufwendigen Überprüfung durch den Apple-Support.

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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