Facebook: News-Feeds um neue Priorisierungsfunktion erweitert

Über die Neuigkeiten-Einstellungen von Facebook lässt sich bestimmen, welche Freunde und Seiten als erstes im News-Feed auftauchen. Die Funktion ist unter iOS ab sofort verfügbar. Android und Windows folgen in den kommenden Wochen.

Facebook gewährt seinen Nutzern mehr Kontrolle über ihren Nachrichtenstrom. Das Unternehmen hat sein Soziales Netzwerk um eine Priorisierungsfunktion erweitert, mit der Mitglieder festlegen können, welche Freunde und Seiten am Anfang des News-Feeds auftauchen sollen. Unter iOS kann das neue Feature bereits eingesetzt werden. Android- und Windows-Anwender sollen die neue Option in den kommenden Wochen auf ihren Smartphones, Tablets und Rechnern vorfinden.

(Bild: Facebook)

Über die Neuigkeiten-Einstellungen von Facebook lässt sich bestimmen, welche Freunde und Seiten als erstes im News-Feed auftauchen (Bild: Facebook).

In den Neuigkeiten-Einstellungen lässt sich bestimmen, welche Freunde und Seiten Nutzer bevorzugt ganz oben in ihren News-Feeds sehen möchten. Dazu werden unter iOS einfach die entsprechenden Personen per Antippen ausgewählt. Deren Beiträge erscheinen anschließend als erstes im Nachrichtenstrom.

Priorisierte Beiträge werden in den Neuigkeiten mit einem Stern in der rechten oberen Ecke gekennzeichnet. Zudem verpasst Facebook den Profilbildern der favorisierten Freunde in den Einstellungen eine Stern-Markierung. Im Anschluss an die festgelegten Favoriten werden wie bisher die von Facebook gewählten Neuigkeiten der anderen Freunde und Seiten im Feed angezeigt.

Facebook schlägt nun auch Seiten vor, um Nutzern zu helfen, mit Künstlern und Firmen in Kontakt zu treten. Die Auswahl erfolgt auf Basis der Seiten, die bereits mit einem „Like“ markiert wurden. „So können Sie mehr Seiten entdecken und mehr Stories erhalten, die Sie interessieren“, schreibt Facebook in einer Pressemitteilung.

Außerdem bietet das Soziale Netzwerk künftig auch eine Übersicht über die Freunde, Seiten und Gruppen, deren Beiträge in der letzten Woche am häufigsten im News-Feed zu sehen waren. Nutzer können dort kontrollieren, wem sie nicht mehr folgen wollen.

Darüber hinaus soll Facebook einen Musikstreaming-Dienst planen, der ähnliche Funktionen bietet wie Apple Music, Spotify oder Rdio. Wie Music Ally berichtet, startet das Social Network den Dienst mit werbefinanzierten Musikvideos. Die Verhandlungen dazu sind angeblich schon so weit fortgeschritten, dass der Blog mit einer Einführung in den kommenden Monaten rechnet.

Auf den Musikvideodienst soll dem Bericht zufolge dann ein Streamingangebot für Musik folgen. Details zu Inhalten und Vergütung seien aber noch nicht festgelegt. Für die Musikvideos zahle Facebook zum Start ähnlich hohe Lizenzgebühren wie Youtube. Die Musikindustrie hoffe aber, künftig höhere Gebühren einsammeln zu können. Dies sei von Facebooks Möglichkeiten abhängig, Musikvideos mit zielgerichteter Werbung zu verknüpfen.

Music Ally will außerdem erfahren haben, dass Facebook den Streamingdienst im eigenen Haus entwickeln will, statt sich durch einen Zukauf zu stärken. Spotify sei allerdings derzeit für einen Bruchteil des Preises zu haben, den Facebook beispielsweise für WhatsApp ausgegeben habe. Gegenüber The Verge dementierte ein Facebook-Sprecher allerdings die Pläne. „Wir haben keine Pläne, ins Musik-Streaming einzusteigen“.

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Autor: Christian Schartel
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