iPhone 6S: Samsung und TSMC haben mit Serienfertigung des A9-Prozessors begonnen

Die beiden Apple-Lieferanten Samsung und TSMC haben mit der Massenproduktion der A9-Prozessoren begonnen, die die angeblich iPhone 6S genannte nächste iPhone-Generation antreiben sollen. TSMC liefert außerdem Fingerabdrucksensoren und Audio-Chips. Apple hat angeblich 80 Millionen Einheiten der neuen iPhone-Generation für dieses Jahr bestellt.

Apple hat in letzter Minute noch Änderungen am Layout des Chips gefordert, was beide Lieferanten Samsung und Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) gezwungen habe, ihre Wafer zu überarbeiten, wie der Branchendient Digitimes berichtet. Auf Apples Zeitplan hätten die Änderungen aber wahrscheinlich keine Auswirkungen.

iPhone 6 Plus (Bild: Sarah Tew/CNET)

iPhone 6 Plus (Bild: Sarah Tew/CNET)

Digitimes zufolge soll TSMC die A9-Chips ab dem vierten Quartal mit Strukturbreiten von 16 Nanometern fertigen, zudem liefere das Unternehmen Finderabdrucksensoren und Audio-Chips für das iPhone 6S. Erstere sollen laut den Quellen von Digitimes im 65-Nanometer-Verfahren hergestellt werden. Die von Cirrus Logic entwickelten Audio-Chips werden dem Bericht zufolge hingegen in Strukturbreiten von 45 oder 55 Nanometer produziert.

Die Quellen von Digitimes in der Lieferkette erwarten darüber hinaus, dass bis zum Jahresende 80 Millionen Einheiten der neuen iPhone-Generation ausgeliefert werden. Das deckt sich in etwa mit einem früheren Bericht des Wall Street Journal, wonach Apple bei seinen Lieferanten angeblich 90 Millionen Einheiten bestellt hat.

MacRumors weist darauf hin, dass die Digitimes-Berichte nicht immer zutreffend sind. Der Produktionsbeginn des A9-Chips zwei Monate vor dem erwarteten Launch des iPhone 6S sei aber sehr wahrscheinlich. Apple stelle voraussichtlich im September die Nachfolger von iPhone 6 und iPhone 6 Plus vor.

Der Analyst Ming-Chi Kuo hatte zuletzt prognostiziert, dass das Gehäuse des iPhone 6S aus demselben Material besteht wie die Apple Watch. Die von Aluminium 7000 ausgehend entwickelte Legierung bezeichnet Apple als 60 Prozent härter als übliches Aluminium – bei einem Drittel der Dichte von Edelstahl.

Gerüchten zufolge soll Apple seinen neuen iPhones die Force-Touch-Technik spendieren. Zusätzliche Sensoren erlauben dem Gerät dann, zwischen einfachem Antippen und stärkerem Druck zu unterscheiden. Force Touch hat Apple bereits in die Apple Watch und die Trackpads seiner jüngsten MacBook-Modelle integriert.

Wahrscheinlich ist auch ein Kamera-Upgrade auf 12 Megapixel. Apple hatte die Auflösung zuletzt 2011 mit dem 4S von 5 auf 8 Megapixel erhöht. Und den Hauptspeicher dürfte Apple endlich auf 2 GByte – wie im iPad Air 2 – vergrößern.

Kleinere Chips sollen es Apple schließlich erlauben, die Hauptplatine des iPhone 6 zu verkleinern, wodurch mehr Platz für einen größeren Akku zur Verfügung stehen soll. Auch ein neuer von Qualcomm stammender Modemchip soll helfen, die Akkulaufzeit zu verlängern

[Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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