Microsoft Hyperlapse Mobile: App jetzt auch für Android verfügbar

Mit der Hyperlapse Mobile-App können neue Zeitraffervideos aufgenommen oder vorhandene Videos umgewandelt werden. Die Anwendungen nutzten einen intelligenten Algorithmus, um Verwacklungen und Sprünge zu minimieren und dadurch ein stabileres Ergebnis zu erhalten.

Hyperlapse Mobile ist ab sofort auch im Google Play Store erhältlich. Microsoft bietet seine Technik für die Glättung von Zeitraffer-Videos damit auch Android-Nutzern an, allerdings setzt sie mindestens Android 4.4 voraus. Sie war bis dato nur in einer Betaversion für angemeldete Mitglieder einer Google+-Community zugänglich.

Microsoft Hyperlapse (Bild: Microsoft)

Microsoft Hyperlapse (Bild: Microsoft)

Microsoft Research hatte die Hyperlapse-Technik zunächst für Windows Phone entwickelt und darüber hinaus eine Pro-Version der Software für Windows 7, 8 und 8.1 angeboten. Eine ebenfalls verfügbare Hyperlapse-App für Azure Media Services ermöglicht es auch online, solche Videos zu kreieren und zu veröffentlichen.

Hyperlapse Mobile soll einerseits die Aufnahme des Videos mit einem Android-Gerät und die sofortige Betrachtung des geglätteten Zeitraffervideos ermöglichen. Ebenso kann aber ein bereits vorhandenes Video importiert und entsprechend verarbeitet werden. Dabei ist eine Beschleunigung von einfacher Geschwindigkeit bis zum 32-Fachen möglich. Die Entwickler regen auch zu Selfie-Zeitraffern an, um etwa Freunden das eigene Gesicht beschleunigt beim ersten Fallschirmsprung zu zeigen, und weisen auf das einfache Veröffentlichen in beliebten Video- und Social-Media-Sites hin.

Vor allem Sportaufnahmen , die im Zeitraffer noch unruhiger wirken als im Original, kommt die Technik zugute. „Bei großen Beschleunigungsraten funktioniert einfache Verringerung der Frames in Verbindung mit existierender Bildstabilisierung nicht, weil die unregelmäßigen Bewegungen der Kamera in Videos in der ersten Person durch die Beschleunigung noch verstärkt werden“, erklärten Microsoft-Mitarbeiter dazu. Die Hyperlapse-Apps nutzten deshalb einen intelligenten Algorithmus, um Verwacklungen und Sprünge zu minimieren und dadurch ein stabileres Ergebnis zu erhalten.

Um eine möglichst schnelle und gleichzeitig flüssige Zeitrafferaufnahme zu erreichen, erstellt der von Microsoft entwickelte Algorithmus zunächst ein grobes 3D-Modell der aufgenommenen Landschaft. Anschließend identifiziert er den bestimmenden Weg, den die Kamera durch die Szenerie zurückgelegt hat. Dann verbindet die Software die einzelnen Frames so, dass Wackeln minimiert wird.

Für iOS-Geräte ist noch keine solche Zeitraffer-Anwendung von Microsoft verfügbar. Die Facebook-Tochter Instagram brachte aber schon vor einem Jahr eine Hyperlapse genannte iOS-App für Zeitraffer-Videos heraus, die eine automatische Entfernung von Verwacklern während des Films verspricht.

[Mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de]

Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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