HP Elitebook Folio 1020 G1: 12,5-Zoll-Ultrabook im Test

HPs Elitebook Folio kommt mit einem QHD-UWVA-Display mit einer Auflösung von 2560 x 1440 Pixel und Touchscreen, Core M-5Y51 im lüfterlosem Design und bringt zudem 8 GByte RAM, eine 256-GByte-SSD und jede Menge Sicherheitsfeatures mit. Wir haben uns das 12,5-Zoll-Ultrabook angesehen.

Hewlett Packards Elitebook Folio 1020 G1 aus der sogenannten Enterprise-Klasse ist für den Business-Einsatz konzipiert und wird in zwei Versionen angeboten. Das 12,5-Zoll-Ultrabook ist in der einen Variante mit einem blendfreien FHD-UWVA-Bildschirm mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixel und vorinstalliertem Windows 7 Professionell und einer Lizenz und Medien für Windows 8.1 Pro gelistet. Die alternative Version verfügt über ein QHD-UWVA-Display mit Touchscreen und 2560 x 1440 Pixel und standardmäßig Windows 8.1 Pro 64-bit. Ab Mitte August wird es, wie bereits andere existierende Firmenkunden-Produkte, mit einer vorinstallierten Windows-10-Option ausgeliefert.

HP Folio 1020 G1 (Bild: CNET.de)

HP Folio 1020 G1 (Bild: CNET.de)

Die UVPs für die beiden Elitebook Folio-Geräte liegen bei 2138,43 und 2365,72 Euro, die Preise wurden aber zwischenzeitlich auf 2031,51 respektive 2247,43 Euro gesenkt. Bis 31.10.2015 läuft außerdem eine Cashback-Aktion, mit der sich nach erfolgter Registrierung weitere 100 Euro sparen lassen. Neu ist eine weitere limitierte Bang-&-Olufsen-Edition des HP EliteBook Folio 1020, die voraussichtlich ab Herbst verfügbar sein soll. Das Gerät kommt mit Cortana und Skype for Business und ermöglicht dadurch die Kommunikation mit Dual-Array-Mikrofonen. Zudem verfügt es laut Hersteller über eine geräuschunterdrückende Software und HD Webcams. In diesem Test haben wir uns die höherauflösende Touchscreen-Version des EliteBook Folio angesehen, die noch mit Windows 8.1 Pro ausgestattet ist.

Die komplette Bodeneinheit mit einem passenden Schraubenzieher entfernen (Bild: CNET.de)

Die komplette Bodeneinheit mit einem passenden Schraubenzieher entfernen (Bild: CNET.de)

Das Folio 1020 wiegt gerade einmal 1,21 Kilo und präsentiert sich sehr wertig in einem gerade einmal 1,57 Zentimeter hohem Gehäuse im elegantes Design mit einer im CNC-Verfahren gefertigten Aluminium-Magnesium-Legierung. Durch die etwas dunklere Oberfläche wirkt das 31 mal 21 Zentimeter große Gerät sehr edel. Vorne und an den Seiten läuft es – wie das iPad Air – schmal zu. Die schwarze Unterseite fühlt sich leicht gummiert an, ist weitgehend rutschfest und unempfindlich. Es zeigt sich sehr verwindungssteif und gibt beim Öffnen und Schließen keinerlei störende Geräusche von sich. Klappen an der Unterseite, die beispielsweise den Akku freigeben, findet man hier nicht. Dafür lässt sich die komplette Bodeneinheit mit einem passenden Schraubenzieher entfernen. Außerdem erfüllt es den Militärstandard MIL-ST 810G1, bei dem sich das Gerät einer gewissen Folge von Erschütterungen, Stürzen und Stößen unterziehen muss.

Auf der rechten Gehäuseseite befinden sich der Kopfhörer-Anschluss, ein USB-3.0-Port, und der HDMI-Slot, der Docking- sowie der Anschluss für das Netzteil (Bild: CNET.de)

Auf der rechten Gehäuseseite befinden sich der Kopfhörer-Anschluss, ein USB-3.0-Port, und der HDMI-Slot, der Docking- sowie der Anschluss für das Netzteil (Bild: CNET.de)

Auf der rechten Gehäuseseite befinden sich der Kopfhörer-Anschluss, ein USB-3.0-Port, und der HDMI-Slot, der Docking- sowie der Anschluss für das Netzteil. Auf der gegenüberliegenden Seite sind der Kensinton Lock, der HDMI-Anschluss, ein zweiter USB-3.0-Port und der MicroSD-Karten-Slot verbaut. Einen eigebauten Ethernet-Anschluss gibt es nicht, der Hersteller legt aber einen Dongle mit VGA- und Ethernetanschluss bei. Die Datenübertragung kann dank Intel Dual Band Wireless-AC 7265 per WLAN 802.11a/b/g/n/ac (2×2), Wi-Fi und Bluetooth 4.0 erfolgen. Die separat erhältliche Dockingstation HP 2013 UltraSlim Docking kostet im Online-Handel rund 125 Euro. Sie bietet dann weitere vier USB-3.0-Anschlüsse (3 USB 3.0-Anschlüsse, 1 Ladeanschluss), eine Netzwerkbuchse (RJ-45), zwei DisplayPort 1.1a (DisplayPort 1.2-fähig), einen VGA-Anschluss sowie eine Line-in- und eine Line-out-Buchse.

Auf der gegenüberliegenden Seite sind der Kensinton Lock, der HDMI-Anschluss, ein zweiter USB-3.0-Port und der MicroSD-Karten-Slot verbaut (Bild: CNET.de).

Auf der gegenüberliegenden Seite sind der Kensinton Lock, der HDMI-Anschluss, ein zweiter USB-3.0-Port und der MicroSD-Karten-Slot verbaut (Bild: CNET.de).

Für die Stromversorgung des Folio 1020 ist ein fest verbauter Polymer-Li-Ion-Akku mit 36 Wh zuständig. Der Hersteller gibt die Laufzeit für das Folio mit M.2-SSD mit bis zu 9 Stunden an.

Einen eigebauten Ethernet-Anschluss gibt es nicht, der Hersteller legt aber einen Dongle mit VGA- und Ethernetanschluss bei (Bild: CNET.de).

Einen eigebauten Ethernet-Anschluss gibt es nicht, der Hersteller legt aber einen Dongle mit VGA- und Ethernetanschluss bei (Bild: CNET.de).

Öffnet man das Folio, geht es mit dem hochwertigen Eindruck weiter. Der Hersteller verbaut hier ein blickwinkelstabiles 12,5-Zoll-QHD-UWVA-IPS-Panel (31,75 Zentimeter) mit Touchscreen und einer Auflösung von 2560 x 1140 Pixel. Die Helligkeit gibt der Hersteller mit 300 Candela pro Quadratmeter an, das Kontrastverhältnis mit 1000:1. Darüber sitzt die Webcam mit einer Auflösung von 720p. Das Display zeigt sich gleichmäßig ausgeleuchtet, die Darstellung ist brillant, was zu einem gewissen Grad natürlich auch an dem spiegelnden Display liegt. Bei normalen Lichtverhältnissen in Innenräumen oder im Schatten ist dank der Helligkeit des Displays ein störungsfreies Arbeiten problemlos möglich. Das kapazitive Display zeigt sich reaktionsschnell und erkennt Eingaben ohne Problem – selbst am Bildschirmrand.

(Bild: CNET.de)

(Bild: CNET.de)

Das Folio 1020 wird lüfterlos von einem sparsamen Dual-Core-Soc Intel Core M-5Y51 mit 1,1 GHz Takt (im Turbo-Modus bis zu 2,6 GHz) inklusive Intel HD-Grafikkarte 5300 angetrieben, dem 8 GByte RAM zur Seite stehen (1600 MHz LPDDR3 SDRAM). Für die Sicherungen von Daten ist eine 256 GByte große SATA-SSD an Bord. Die ganzen im Office-Einsatz üblichen Anwendungen laufen flott und ruckelfrei, für anspruchsvolle schnelle Games ist der Core-M-Prozessor allerdings nicht konzipiert.

(Bild: CNET.de)

(Bild: CNET.de)

Im unteren Teil des Folio sitzt links oben der hintergrundbeleuchtete Ein-/Ausschalter, rechts daneben, unter der Perforierung, der Lautsprecher. Der Hersteller setzt hier auf HD-Audio mit DTS Studio Sound, ein integriertes Dual-Mikrofon-Array, zwei integrierte Stereolautsprecher und seine HP Noise Reduction Software. In der Praxis reicht die Qualität für den Einsatz im Business-Umfeld, wie Telefonate via Skype aus, als Multimedia-Notebook ist das Folio aber nicht gedacht.

(Bild: CNET.de)

(Bild: CNET.de)

Darunter hat HP in den Metallkorpus eine wasserabweisende Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung und Ablauf integriert. Die Hintergrundbeleuchtung lässt sich über die Tastenkombination FN/F11 in zwei Stufen regeln oder auch ganz ausschalten. Der Druckpunkt der Tasten ist gut zu spüren, das Tippen gestaltet sich angenehm. Mittig darunter sitzt das 9,4 mal 5,6 Zentimeter große ForcePad aus Glas (mit chemisch geätzter Oberfläche) mit Ein/Aus-Taste. Es ist standardmäßig für Tippen und Gesten, Zwei-Finger-Scrollen und Zwei-Finger-Zoomen aktiviert, bietet aber kein haptisches Feedback. Im unteren Bereich links liegt der virtuelle linke Tastenbereich, rechts entsprechend der rechte Bereich. Direkt rechts neben dem ForcePad ist das NFC-Modul verbaut. Beim Kauf weist ein Aufkleber darauf hin, der natürlich entfernt werden kann. Wiederum rechts davon ist der Fingerabdruckscanner zu sehen. Zu den Sicherheitsfeatures zählen hier das zertifizierte Trusted Platform Module (TPM) 1.2/2.0, die Pre-Boot-Authentifizierung per Kennwort, der besagte Fingerabdruckscanner sowie HP Sure Start – das selbstheilende BIOS.

Direkt rechts neben dem ForcePad ist das NFC-Modul verbaut. Beim Kauf weist ein Aufkleber darauf hin, der entfernt werden kann. Wiederum rechts davon ist der Fingerabdruckscanner zu sehen (Bild: CNET.de).

Direkt rechts neben dem ForcePad ist das NFC-Modul verbaut. Beim Kauf weist ein Aufkleber darauf hin, der entfernt werden kann. Wiederum rechts davon ist der Fingerabdruckscanner zu sehen (Bild: CNET.de).

Alle aktuell im HP Store angebotenen Notebooks, Desktop PCs und Tablets mit Windows 7 oder Windows 8 sind Upgrade-berechtigt für Windows 10. Kunden erhalten ein kostenloses Upgrade. Das Windows 10 Upgrade-Angebot gilt nur für qualifizierte Neu- und Bestandsgeräte mit Windows 7 oder Windows 8.1 und muss innerhalb eines Jahres nach der Verfügbarkeit von Windows 10 Upgrade in Anspruch genommen werden.

Das Folio 1020 G1 ist wie hier mit spiegelndem Display ausgestattet, wird aber auch in einer matten Version angeboten (Bild: CNET.de).

Das Folio 1020 G1 ist wie hier mit spiegelndem Display ausgestattet, wird aber auch in einer matten Version angeboten (Bild: CNET.de).

HP gibt auf das Elitebook Folio 1020 G1 drei Jahre Garantie. Zusätzliche Erweiterungen sind optional erhältlich.

Fazit

Das HP Elitebook Folio 1020 G1 macht einen optisch sehr guten Eindruck, ist stabil und mit seinen 1,21 Kilo dennoch angenehm leicht. Es hat für seine Größe eine solide Hardwareausstattung an Bord. Der Intel Core M-5Y51-Prozessor, die serienmäßigen 8 GByte Arbeitsspeicher und die Sicherheitsfeatures machen es vorrangig für den Business-Einsatz interessant. Auch längeres Arbeiten fällt mit der Kombination von Tastatur und Trackpad nicht schwer. Mit einer Laufzeit von bis zu 9 Stunden hält es auch einen mobilen Arbeitstag weitgehend gut durch. Die solide Gesamtleistung lässt sich Hewlett-Packard mit einem stolzen Preis von rund 2250 Euro auch entsprechend honorieren. Wer sich am spiegelnden Display stört, kann zur matten Full HD-Version mit 1920 x 1080 Pixel greifen und dabei rund 200 Euro sparen, muss dann aber auf den Touchscreen verzichten.

Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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