Microsoft bringt Google-Translate-Konkurrenten für Android und iOS heraus

Im Gegensatz zu Google Translate bringt Microsoft Translator eine Companion-App für Android Wear und die Apple Watch mit. Unterstützt werden 51 Sprachen, die Nutzer per Tastatur und zum Teil auch per Mikrofon eingeben können.

Microsoft will mit einer neuen Translator-App Google Konkurrenz machen, das seit Jahren Übersetzungsdienste für Android, iOS und das Web anbietet. Die neue Anwendung ist für Smartphones und Tablets mit Android oder iOS sowie für die Apple Watch und Smartwatches mit Googles Android Wear verfügbar. Sie lässt sich über den Google Play Store oder den Apple App Store herunterladen.

Microsoft Translator (Screenshot: CNET.de)

Microsoft Translator unterstützt 51 Sprachen, die Nutzer per Tastatur oder Mikrofon eingeben können (Screenshot: CNET.de).

Unterstützt werden aktuell 51 verschiedene Sprachen. Darunter Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Chinesisch oder Japanisch. Ganz so viele Sprachen wie Googles Dienst beherrscht Microsoft Translator damit noch nicht. Der Suchmaschinenbetreiber hat aktuell 90 Sprachen im Programm.

Microsofts App kann über die Tastatur eingegebenen Text sowie Spracheingaben übersetzen und anschließend vorlesen. Die Spracherkennung hat in einem ersten Test gut funktioniert. Anwender können Übersetzungen abspeichern, im Vollbildmodus darstellen oder einen Verlauf mit den zuletzt übersetzten Wörtern und Sätzen abrufen.

Im Gegensatz zu Google Translate kommt Microsoft Translator inklusive einer Companion-App für Android Wear und die Apple Watch. Entsprechend spielt Microsoft seine Implementierung für Smartwatches hoch. So können Träger einer Uhr mit Android Wear Text vorsprechen und erhalten die Übersetzung direkt auf der Uhr. Einstellungen und auch bisherige Übersetzungen werden mit dem Smartphone abgeglichen. Auch die Apple-Watch-App sei eine vollständige Neuentwicklung, erklärte ein Sprecher. Die eigentliche Übersetzung leistet aber in jedem Fall der Clouddienst, der etwa auch hinter Skype Translator, Cortana und der Übersetzungsfunktion von Office steckt.

Dafür gibt es bei Microsoft beispielsweise keinen Konversationsmodus oder eine Möglichkeit, Sprachen für die Offline-Nutzung abzuspeichern, wie etwa bei Google. Zu den Vorzügen der Google-App gehört zudem, dass es auch Schilder oder andere per Kamera eingescannte Texte in fremden Sprachen übersetzen kann – wenn auch derzeit nur in 27 Sprachen.

Microsoft Translator (Screenshot: CNET.de)

Übersetzungen lassen sich bei Bedarf abspeichern. Zudem listet die Anwendung zuletzt getätigte Übersetzungen auf (Screenshot: CNET.de).

Erste Anwender vergeben sowohl bei Google Play als auch im Apple App Store durchschnittlich 4,5 von 5 Sternen. Auch CNET-Redakteur Lance Whitney berichtet von einem positiven ersten Eindruck. Das Programm ist ihm zufolge leicht zu bedienen. Eine Sprachausgabe wird aber nicht in jeder der 51 Sprachen angeboten. Diese Zahl gilt nur für „Text-to-Text“-Übersetzungen.

Microsofts Übersetzungsdienst steckt schon in seinen Bing-Webdiensten, dem Mobilbetriebssystem Windows Phone und dem Desktop-OS Windows 10. Mit Skype Translator befindet sich zudem eine Echtzeit-Übersetzungs-App im Test, die bis Jahresende ins Kommunikationsprogramm Skype eingehen soll.

[Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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