Samsung Galaxy S6 Edge+ und Note 5 vorgestellt: Nur eines erscheint in Deutschland

Das Samsung Galaxy Note 5 wird nicht in Deutschland erscheinen. Das Galaxy S6 Edge+ steht ab dem 4. September für 799 Euro mit 32 GByte Speicher zum Verkauf. Die technischen Daten entsprechen weitgehend den durchgesickerten Informationen.

Samsung hat auf der Presseveranstaltung in New York wie erwartet zwei neue Android-Geräte präsentiert. Dabei handelt es sich um das Samsung Galaxy Note 5 sowie das Galaxy S6 Edge+. Die große Enttäuschung: Das beliebte Note-Phablet kommt vorerst nicht nach Europa. Hierzulande wird es nur das Samsung Galaxy S6 Edge+ zukaufen geben, das allerdings ohne die hervorragende Stift-Bedienung kommt.

(Foto: CNET.com)

Samsung hat das Galaxy Note 5 (links) und das S6 Edge+ (rechts) offiziell vorgestellt. In Deutschland wird allerdings nur das Modell mit gebogenen Displaykanten verkauft (Foto: CNET.com)

In den USA wird das Note 5 ab dem 21. August verkauft. Offizielle Preise hat Samsung noch nicht genannt. Das Samsung Galaxy S6 Edge+ wird pünktlich zum Start der IFA in Berlin ab dem 4. September 2015 mit 32 GByte internem Speicher für 799 Euro in Deutschland den Regalen stehen. Als Farben stehen „Black-Sapphire“ und „Gold-Platinum“ zur Auswahl.

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Das Galaxy S6 Edge+ in Gold und Schwarz (Foto: CNET.com)

Auch wenn das Note 5 vorerst nicht nach Deutschland kommt, haben wir uns das neue Android-Phablet von Samsung natürlich angeschaut. Es ist wie es bereits durchgesickerte Informationen im Vorfeld vorhersagten wieder mit einem 5,7-Zoll-Super-AMOLED-Display mit einer QHD-Auflösung von 2560 mal 1440 Pixel ausgestattet. Damit kommt das Note 5 auf eine Pixeldichte von 518 ppi.

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Das Note 5 bietet wieder ein 5,7 Zoll großes Display, ist aber etwas kompakter geworden (Foto: CNET.com)

Obwohl die Display-Diagonale gleich geblieben ist, hat Samsung das Gerät schlanker und dünner gemacht. Das Android-Phablet misst 153,2 mal 76,1 mal 7,6 Millimeter und wiegt 171 Gramm. Das Note 4 kommt im Vergleich auf 153,5 mal 78,6 mal 8,5 Millimeter. Das neue Note wird je nach Region in den Farben Schwarz, Silber, Weiß und Gold zum Verkauf stehen.

Unter der Haube des Galaxy Note 5 werkelt Samsungs Exynos-CPU des Typs 7420, die über acht Kerne verfügt und auch im Galaxy S6 zum Einsatz kommt. Die zwei Mal vier Kerne takten mit 2,1 respektive 1,5 GHz. An RAM sind nun 4 GByte integriert. Der interne Speicher ist je nach Version 32 oder 64 GByte groß. Einen microSD-Kartenslot gibt es beim Note 5 standardmäßig nicht mehr. Auch lässt sich die Rückseite nicht mehr abnehmen, hinter der sich nun ein fest verbauter 3000-mAh-Akku befindet. Dieser bietet Fast-Charge sowie die Möglichkeit per Induktion (PMA- und PWC-Standard) zu laden.

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Die Rückseite des Note 5 (links )im Vergleich mit der des Note 4 (rechts) (Foto: CNET.com)

Für Fotos und Videos bringt das Note 5 wie das S6 eine 16-Megapixel-Hauptkamera samt optischen Bildstabilisator und einer f1.9-Blende mit. Für Videotelefonie und Selfies ist eine 5-Megapixel-Frontkamera integriert. Neuerungen sind hauptsächlich bei der Kamera-Software zu finden. So gibt es eine neue digitale Stabilisierung und neue Videomodi, darunter einen für Live-Übertagungen via Youtube und Videocollagen.

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Das Samsung Galaxy Note 5 bringt neue Kamera-Modi mit (Foto: CNET.com)

An Kommunikationsmöglichkeiten bietet das Galaxy Note 5 LTE Cat 9, UMTS, WLAN 802.11 ac, Bluetooth 4.2, NFC, GPS und Glonass. Der USB-Typ-C-Standard ist noch nicht mit an Bord. Geladen wird das Samsung-Phablet wie bislang über einen herkömmlichen USB-Anschluss. Mit von der Partie sind wie üblich aber ein Fingerabdruckscanner und ein Pulsmesser.

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Die S-Pen-Bedienung kommt mit einem überarbeiteten Air-Command-Menü (Foto: CNET.com)

Als OS kommt Android 5.1.1 samt Samsungs TouchWiz-Oberfläche zum Einsatz. Überarbeitet hat Samsung bei der Stiftbedienung das Air-Command-Menü. Zudem gibt es mit Instant Memo, Scrolling Capture und einer Funktion für PDF-Anmerkungen neue Features für den S Pen.

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Der S-Pen-Stift ist wie üblich an der Unterseite des Gerätes verstaut und schließt bündig mit dem Alu-Rahmen ab. Ausgeworfen wird er über einen Klickmechanismus.

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Das Samsung Galaxy S6 Edge+ ist im Grunde fast identisch zum Note, bietet aber keine Stiftbedienung, dafür gebogene Displaykanten (Foto: CNET.com)

Nachfolgend das Hands-On unserer US-Kollegen von CNET.com:

Auch beim Samsung Galaxy S6 Edge+ erweisen sich die Vorabinformationen als zutreffen. Das Gerät kommt mit einem vergleichsweise größerem 5,7-Zoll-Super-AMOLED-Display. Die Anzeige des im April veröffentlichten S6 Edge misst 5,1 Zoll. Die Pixeldichte beträgt wie beim Note 5 518 ppi. Das Gehäuse misst 154,4 mal 75,8 mal 6,9 Millimeter und wiegt 153 Gramm. Das S6 Edge kommt auf 142,1 mal 70,1 mal 7,0 und ein Gewicht von 132 Gramm.

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Das S6 Edge+ ist einen Hauch dünner als das bereits erhältlich S6 Edge (Foto: CNET.com)

Auch die restliche Hardware ist fast identisch zum Note 5. Schließlich soll es hierzulande auch den Platz des Stift-Phablets einnehmen. Angetrieben wird Samsungs neue Edge-Version ebenfalls von dem hauseigenen Prozessor Exynos 7420, der acht Kerne mit maximal 2,1 GHz integriert. Dazu gesellen sich nun wie beim Note 5 4 GByte RAM. Zuvor waren es nur 3 GByte RAM. Den Speicher hat Samsung wie spekuliert reduziert. In Deutschland kommt erst einmal nur eine 32-GByte-Version heraus. Eine 64-GByte-Variante könnte es aber etwas später auch geben. Ein microSD-Kartenslot zur Erweiterung der Kapazität ist wie beim Original nicht vorhanden. Der Akku fällt mit 3000 mAh etwas stärker aus als beim kleineren Modell, er muss aber auch ein größeres Display mit Strom versorgen. Auswechselbar ist wie vom S6 gewohnt nicht. Der Akku lässt sich auch hier kabellos mit fast allen erhältlichen WPC- oder PMA-zertifizierten Ladestationen neu befüllen und bietet Fast-Charge.

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Die Kamera löst wie bisher mit 16 Megapixel auf (Foto: CNET.com)

Für Fotos, Videos, Selbstportraits oder Videochats ist wie beim S6 Edge eine Front- beziehungsweise Hauptkamera mit 5- respektive 16-Megapixel-Auflösung verbaut. Zur Kommunikation mit der Außenwelt bietet das Galaxy S6 Edge+ nun LTE Cat 9 mit bis zu 450 MBit/s im Download. UMTS samt HSPA+, Bluetooth 4.2, WLAN nach 802.11 a/b/g/n/ac, Dual-Band-WiFi sowie GPS und NFC sind mit an Bord. Ein Fingerabdruckscanner ist ebenfalls in den Home-Button integriert. Auch gibt es den schon vom Vorgänger bekannten Herzfrequenzmesser.

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Über die Displaykante lassen sich beim Edge+ nun auch Apps per Schnellzugriff starten (Foto: CNET.com)

Wie das Note 5 wird das Edge+ mit Android 5.1.1 samt Samsungs UI-Anpassungen ausgeliefert. Software-Verbesserungen betreffen wie erwartet die Displaykante. Über ein neues OnCircle-Menü stehen beim Edge+ nun mehr Aktionen als Shortcuts zur Verfügung. Es lassen sich VIP-Kontakten Bilder sowie Emojis zusenden. Daneben gibt es beim Edge+ zusätzlich zu den VIP-Kontakten eine zweite Seite, die fünf favorisierte Apps des Nutzers für den Schnellzugriff bereithält. Schon bald sollen Nutzer mit dem Samsung Galaxy S6 Edge+ auch per Samsung Pay an Supermarktkassen bezahlen können. Die Daten werden dabei durch Samsung KNOX, Fingerabdruckidentifizierung und digitale Verschlüsselung geschützt. Die Bezahllösung, die sowohl via Magnetic Secured Transmission (MST) als auch per NFC funktioniert, wird zuerst in Korea und den USA eingeführt. In Deutschland wird Samsung Pay, das mit den meisten in Geschäften vorhandenen Kartenlesegeräten kompatibel ist, voraussichtlich im Laufe des Jahres 2016 starten.

Nachfolgend das Hands-On unserer US-Kollegen von CNET.com:

(Foto: CNET.com)

Dank eines neuen Covers lässt sich das Smartphone um eine Hardware-Tastatur ergänzen  (Foto: CNET.com)

Als Zubehör hat Samsung für das Galaxy Note 5 sowie das Galaxy S6 Edge+ noch ein Cover vorgestellt, das die Geräte um eine Hardware-Tastatur ergänzt. Dadurch sollen sich Smartphone-Besitzer beim Schreiben langer Texte leichter tun. Die Tastatur-Hülle funktioniert ohne Bluetooth-Verbindung oder Stromversorgung, sondern leitet die Angaben sozusagen einfach an die übliche OnScreen-Tastatur weiter.

[Mit Material von Jessica Dolcourt, CNET.com]

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Autor: Christian Schartel
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