Google: OnHub soll WLAN-Zugang schneller, sicherer und einfacher machen

Googles WLAN-Access-Point OnHub wird per Android- oder iOS-App bedient und unterstützt sämtliche IEEE-802.11-Standards von b bis ac sowie zusätzlich Nest Weave, 802.15.4 und Bluetooth. Eine Vorbestellung ist zunächst nur in den USA möglich.

Google hat mit dem Modell OnHub einen WLAN-Access-Point vorgestellt, der per App konfiguriert und automatisch über das Internet mit Updates versorgt wird. Google will mit dem WLAN-Zugangspunkt „ein schnelles, sicheres und leicht zu nutzendes Wi-Fi“ ermöglichen.

OnHub (Bild: Google).

OnHub ist laut Google schnell, sicher und einfach zu benutzen (Bild: Google).

OnHub kann ab sofort in den USA für 199,99 Dollar vorbestellt werden – beispielsweise über den Google Store oder Amazon. In den kommenden Wochen soll er auch in Ladengeschäften in den USA und Kanada erhältlich sein. Informationen zu einem deutschen Marktstart gibt es nicht.

Das Aus- und wieder Einstecken von Kabeln, das Verstehen verwirrender blinkender Leuchten oder ein Anruf beim Kundenservice sollen mit Googles OnHub künftig nicht mehr nötig sein, so Produktmanager Trond Wuellner im Google-Blog. Das schicke Design soll Anwender zudem dazu bewegen, den WiFi-Access-Point nicht unter dem Schreibtisch oder hinter dem Schrank zu verstecken, sondern offen im Raum aufzustellen, wo er die optimale Performance liefern kann.

Die Verwaltung des Access Point wird per OnHub-App erledigt, die es für Android und iOS gibt. Die Einrichtung soll mit Hilfe der App denkbar einfach sein. Gibt es einmal Probleme, zeigt die OnHub-App dem Nutzer auf, was genau zu tun ist, um die Fehler aus der Welt zu schaffen. Darüber hinaus können Anwender jederzeit und von überall aus die Geschwindigkeit ihres Netzwerks prüfen oder überwachen, wer sich mit dem WLAN verbunden hat. Der Nutzer muss sich nicht im Funkbereich des Routers befinden, um etwas an der Konfiguration zu ändern oder Informationen über den Access-Point abzurufen.

Die Firmware wird – wie das OS bei einem Google Chromebook – automatisch übers Netz aktualisiert. Das erhöht laut Google die Sicherheit. Dadurch sollen nie behobene Sicherheitsprobleme und nicht eingespielte Patches der Vergangenheit angehören.

Die Hardware wird von TP-Link gefertigt. OnHub unterstützt sämtliche IEEE-802.11-Standards von b bis ac sowie zusätzlich Nest Weave, 802.15.4 und Bluetooth. Der Access Point bringt zwölf Antennen mit – je sechs für 2,4 und 5 GHz. OnHub scannt zudem regelmäßig die von den Wi-Fi-Standards genutzten Frequenzbänder um 2,4 und 5 GHz. Sollte eines überlastet sein, wechselt er nach Möglichkeit auf einen anderen Kanal, um die Performance zu steigern.

Des Weiteren enthält er für 2,4 GHz einen Reflektor, der wie eine Satellitenschüssel funktioniert: Dadruch kann er das Signal für besonders bandbreitenintensive Geräte und Applikationen fokussieren. Nutzer können dadurch bei Bedarf Geräte priorisieren, falls diese eine höhere Bandbreite benötigen. Für Personal Area Networks nach IEEE 802.15.4 und für Bluetooth gibt es eine weitere Antenne.

Der Zugangspunkt wird von einem ARM-Prozessor von Qualcomm angetrieben, einem IPQ8064, dem 1 GByte RAM, 8 MByte Nor-Flash und 4 GByte Flash-Storage zur Verfügung stehen. Außerdem gibt es einen Lautsprecher und einen USB-3.0-Port. Das Betriebssystem nennt Google nicht, es dürfte aber mit Chrome OS verwandt sein. Der OnHub ist gut 19 Zentimeter hoch und hat einen Durchmesser von rund 12 Zentimetern. Das Gewicht beträgt rund 860 Gramm.

Ein zweites Produkt soll im Jahresverlauf folgen – diesmal mit Asus als Hardwarepartner.

[Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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