Apple iPhone: neues Modell zeigt sich im Biegetest stabiler als der Vorgänger

Die höhere Stabilität des neuen iPhone-Gehäuses wird einem ersten Test zufolge durch den Einsatz von Aluminium 7000 erreicht, das auch für die Produktion der Apple Watch verwendet wird. Das Material ist allerdings teurer in der Herstellung und zudem anfälliger gegenüber Korrosion.

Das angeblich neue Gehäuse des kommenden iPhone-Modells ist in einem von Unbox Therapy veröffentlichten Video zu sehen. Es besteht laut einer Analyse aus Aluminium 7000, das Apple auch zur Herstellung der Apple Watch verwendet. Der Vorteil dieser Legierung liegt in einer höheren Stabilität im Vergleich zu herkömmlichem Aluminium.

Unbox Therapy hat das neue Gehäuse einem Biegetest unterzogen, um dies zu überprüfen. Die aus Aluminium 7000 gefertigte Variante ist im Vergleich zum Vorgängermodell deutlich stabiler. Während erstere sich bereits bei etwas über 30 Pfund verbiegt, hält das neue Gehäuse diese Belastung problemlos aus und verformt sich erst ab 80 Pfund.

Während sich das Gehäuse des aktuellen iPhone-Modells bereits ab einer Belastung von 30 Pfund verbiegt, verformt sich die aus Aluminium 7000 gefertigte Variante erst bei 80 Pfund (Screenshot: ZDNet.de, Video: <a href="http://unboxtherapy.com/" target="">Unbox Therapy</a>)

Während sich das Gehäuse des aktuellen iPhone-Modells bereits ab einer Belastung von 30 Pfund verbiegt, verformt sich die aus Aluminium 7000 gefertigte Variante erst bei 80 Pfund (Screenshot: ZDNet.de, Video: Unbox Therapy)

Analyst Ming-Chi Kuo hatte schon im Juni in einem Anlegerbericht über die Verwendung von Aluminium 7000 für das neue iPhone spekuliert. Dem Test von Unbox Therapy zufolge scheint sich diese Vermutung nun zu bestätigen. Das Video zeigt auch eine Materialanalyse, die einen hohen Anteil von Zink nachweist. Dadurch sei das Material allerdings anfälliger gegenüber Korrosion. Um dem entgegenzuwirken, ist die Beschichtung des neuen Gehäuses deutlich dicker als beim Vorgänger. Außerdem soll die Herstellung erheblich teurer als bisher sein.

Im Internet tauchten kurz nach dem Verkaufsstart der aktuellen iPhone-6-Modelle im September 2014 unter dem Hashtag Bendgate zahlreiche Bilder und Videos von Nutzern auf, die eine angebliche Materialschwäche des Geräts zeigen sollten. Apple hat dies bestritten, tauscht aber laut Informationen unserer Kollegen von ZDNet verbogene Geräte auch hierzulande anstandslos aus. Im Zuge der „Bendgate-Affäre“ hatte Apple der Computer Bild Testgeräte entzogen, weil das Springer-Blatt ein Video veröffentlicht hatte, das die Verbiegbarkeit des Gehäuses demonstriert. Ein Test amerikanischer Verbraucherschützer bestätigte, dass sich das iPhone 6 und das HTC One M8 leichter verbiegen lassen als Modelle anderer Hersteller. Bisher ist offiziell nichts über eine neue Generation bekannt.

Apple wird jedoch vermutlich auch diesen September neue Smartphones vorstellen. Darauf deuten auch zuletzt aufgetauchte Gerüchte, wonach deutsche Mobilfunkkonzerne den Verkaufsstart des neuen iPhone-Modells für den 18. September einplanen. Die Produktpräsentation soll hingegen am 9. September stattfinden.

2015 ist turnusmäßig eine S-Version zu erwarten – also ein iPhone 6S beziehungsweise 6S Plus. Vor zwei beziehungsweise vier Jahren brachten GS- und S-Modelle jeweils nur innere Verbesserungen, bei unverändertem Gehäuse gegenüber iPhone 4 beziehungsweise iPhone 5.

Mit dem iPhone 6S ist auch ein Kamera-Upgrade auf 12 Megapixel wahrscheinlich. Apple hatte die Auflösung zuletzt 2011 mit dem 4S von 5 auf 8 Megapixel gesteigert. Und den Hauptspeicher dürfte Apple endlich auf 2 GByte – wie im iPad Air 2 – erhöhen.

[Mit Material von Kai Schmerer, ZDNet.de]

Tipp: Wie gut kennen Sie das iPhone? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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