IFA: Das Huawei Mate S mit Touch Control im Hands On

Huawei ist Apple auf der diesjährigen IFA in Berlin zuvor gekommen. Noch bevor Apple seine ersten Geräte mit Force Touch-Technik in den Handel bringt, zeigt der chinesische Hersteller das Mate S mit der selben Funktion.

Noch bevor Apple in voraussichtlich unter einer Woche die nächste iPhone-Generation mit Force Touch-Technik vorstellen kann, hat Huawei diesen Schritt auf der Internationalen Funkausstellung mit dem Mate S gewagt. Unsere Kollegen von Übergizmo haben sich einen ersten Eindruck von dem Smartphone verschaffen können.

(Bild: Übergizmo.de) Huawei Mate S

Das Huawei Mate S (Bild: Übergizmo.de)

Bereits zu Beginn des Jahres hatte Apple für einige MacBook-Modelle und seine Smartwatch das Force Touch-Prinzip vorgestellt. Dadurch reagieren Bildschirme nicht einfach auf Berührung, sondern dank zusätzlicher Sensoren auch auf unterschiedlichen Druck. Die neuen iPhones, die am 9. September vorgestellt werden, sollten voraussichtlich auch davon profitieren.

Huawei nennt das selbe Prinzip beim Mate S Touch Control und ergänzt sie zudem um die mit dem zuerst im Huawei P8 verwendete, aber nun in der verbesserten Version 2.0 vorliegende Knuckle Control – also Gesten mit dem Fingerknöchel. Ziel ist es, Nutzer langes Wischen und Suchen in Listen zu ersparen und über den Bildschirm Möglichkeiten zu bieten, die gerade gewünschte Anwendung direkt aufzurufen. So unkompliziert wie die Gestensteuerung bei Motorolas Moto X ist Knuckle Control allerdings noch nicht.

„Shortcuts“ mit dem Smartphone

Ein mit dem Fingerknöchel gezeichnetes “C” aktiviert zum Beispiel die Kamera, ein “M” die App zum Musikabspielen. Zweimaliges Klopfen mit zwei Fingerknöcheln startet die Video-Screenshot-Funktion. Dabei ist es ganz egal, was gerade mit dem Gerät ansonsten angestellt wird. Eine Art auf das Handy übertragene Shortcuts, wenn man so möchte. Und sogar Windows 8 war nicht völlig unnütz, sondern hat die Huawei-Techniker noch inspiriert: Beim Mate S lassen sich über sogenannte Smart Corners Apps durch festen Druck auf die Ecken des Displays direkt starten.

(Bild: Übergizmo.de)

Die Rückseite des Mate S ist leicht gewölbt. (Bild: Übergizmo.de)

Allerdings bleibt es in Bezug auf die Touch-Innovation beim “eins auswischen” – düpiert hat Huawei Apple dann doch nicht: Denn der gesamte Funktionsumfang bleibt der Luxury Edition des Huawei Mate S vorbehalten. Die bietet zudem 128 GByte internen Speicher, kommt aber erst später auf den Markt. Somit kann Apple immer noch der erste Anbieter sein, der entsprechende Smartphones nicht nur zeigt, sondern auch verkauft. Zum Preis der Luxury Edition des Mate S hat Huawei noch keine Angaben gemacht.

Aussattung des Mate S

Die zuerst bestellbare Standardausführung des Huawei Mate S bietet ein 5,5-Zoll-Super-AMOLED-Display mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln, wodurch sich eine Dichte von 401 ppi ergibt. Geschützt wird das Display von Gorilla Glass 4. der „Motor“ des Mate S besteht aus einem Prozessor der Huawei-Tochter HiSilicon, dem Achtkernmodell der Kirin 935 mit 2 GHz Takt. Außerdem werden 3 GB RAM und 32 GB interner Speicher verbaut. Der kann in dem Multifunktionseinschub um bis zu 128 GByte erweitert werden, alternativ findet dort praktischerweise eine zweite SIM-Karte Platz. Unklar ist allerdings noch, ob Huawei die Dual-SIM-Variante auch in Deutschland anbieten wird. Falls nicht, steht dann eben nur der SD-Karteneinschub zur Verfügung.

Eine Besonderheit gibt es noch beim verbauten Fingerabdrucksensor: Fingerprint 2.0 soll nicht nur die Erkennungsgeschwindigkeit deutlich erhöhen, sondern auch zusätzliche Funktionen bereitstellen. So lässt sich damit zum Beispiel auch die Benachrichtigungsleiste steuern: Ein Doppelklick löscht etwa ungelesene Benachrichtigungen. Und mit einem Fingerdruck auf den Sensor lassen sich auch Anrufe annehmen oder Alarme ausschalten.

(Bild: Übergizmo.de)

Der verbesserte Fingerabdruckscanner verfügt über neue Funktionen und soll schneller reagieren. (Bild: Übergizmo.de)

Das leicht gebogene Aluminiumgehäuse des 156 Gramm schweren ist das durch eine Nanobeschichtung spritzwassergeschützt. Der Akku weist eine Kapazität von 2.700 mAh auf. Als Betriebssystem kommt Android 5.1.1 zum Einsatz. Zur Verbindung mit Mobilfunknetzen steht LTE zur Verfügung, bei WLAN werden die Standards 802.11b/g/n unterstützt. Außerdem sind Bluetooth 4.0 und GPS an Bord.

Die Hauptkamera des Mate S mit 13 Megapixeln ist mit einem RGBW-Sensor ausgestattet, der bessere Bildqualität bei schwachem Licht ermöglichen soll. Sie wird von einem optischen Bildstabilisator und einem unabhängigen Bildsignalprozessor sowie einem zweifarbige Blitz unterstützt. Die in der Vorderseite verbaute 8-Megapixel-Kamera arbeitet mit einer F2.0-Blende und einem LED-Blitz. Ein spezieller Algorithmus soll Selfies verbessern.

Das Hands On unserer Schwesterseite Übergizmo:

Das leicht gebogene Aluminiumgehäuse des 156 Gramm schweren ist das durch eine Nanobeschichtung spritzwassergeschützt. Der Akku weist eine Kapazität von 2.700 mAh auf. Als Betriebssystem kommt Android 5.1.1 zum Einsatz. Zur Verbindung mit Mobilfunknetzen steht LTE zur Verfügung, bei WLAN werden die Standards 802.11b/g/n unterstützt. Außerdem sind Bluetooth 4.0 und GPS an Bord.

Die Hauptkamera des Mate S mit 13 Megapixeln ist mit einem RGBW-Sensor ausgestattet, der bessere Bildqualität bei schwachem Licht ermöglichen soll. Sie wird von einem optischen Bildstabilisator und einem unabhängigen Bildsignalprozessor sowie einem zweifarbige Blitz unterstützt. Die in der Vorderseite verbaute 8-Megapixel-Kamera arbeitet mit einer F2.0-Blende und einem LED-Blitz. Ein spezieller Algorithmus soll Selfies verbessern.

[Mit Material von Mathias Windhager, Übergizmo.de]

Autor: Christian Schartel
Christian Schartel Christian Schartel Christian Schartel

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