IFA: Smartwatch Samsung Gear S2 im Hands-On

Die schlanke Gear S2 besitzt einen drehbaren Displayrand und eine eigene SIM-Karte zum Telefonieren. Mehr dazu im Hands-On-Video unserer Schwesterseite Übergizmo.

Im Vorfeld der IFA präsentierte Samsung seine neue Smartwatch Gear S2. Das Modell beendet die im März selbst auferlegte Smartwatch-Pause, während derer man an einem besonderen Produkt arbeiten wolle. Die neue Uhr soll somit konkurrenzfähig zur Apple Watch sein, die den Markt mittlerweile klar dominiert.

(Bild: Übergizmo)

Mit dem drehbaren Displayrand wechselt man zwischen den Apps. (Bild: Übergizmo)

Was das Betriebssystem Tizen angeht, hat man die Darstellung des 1,2-Zoll-Displays offensichtlich an der Anzeige der Apple Watch orientiert und arbeitet mit runden Symbolen. Mithilfe von NFC und Samsung Pay erlaubt die Gear S2 ebenso mobiles Bezahlen wie die Apple Watch.

Auch Samsung wird seine Smartwatch in mehreren Versionen auf den Markt bringen – modern oder klassisch sowie mit WLAN oder auch 3G-Mobilfunk. In letzterem Fall erlaubt eine festverbaute eSIM das Telefonieren mit der Uhr – unabhängig davon, ob ein Smartphone mit der Smartwatch gekoppelt ist.

Die Gear S2 kommt laut Samsung mit einem modernen und minimalistischen Aussehen. Sie wird in Silber mit weißem Armband sowie in Dunkelgrau erscheinen. Die klassische Ausführung ist für Käufer konzipiert, die sich ein zeitloses Design wünschen, das einer traditionellen Armbanduhr nachempfunden ist. Die Gear S2 Classic gibt es in Schwarz mit passendem Lederarmband. In Kooperation mit Partnern will Samsung aber noch weitere Armbänder anbieten.

Gear S2 Classic (Bild: Samsung).

Gear S2 Classic (Bild: Samsung).

Display und Gehäuse der Samsung Gear S2
Das Gehäuse der S2 misst 42,3 mal 49,8, das der Classic 39,9 mal 43,6 Millimeter. Beide Smartwatches sind 11,4 Millimeter dünn, wiegen 42 respektive 47 Gramm und sind nach der IP68-Zertifizierung gegen Staub und Wasser geschützt.

Samsung setzt bei der Gear S2 sowie Classic erstmals auf ein rundes Super-AMOLED-Display. Es verfügt über eine Diagonale von 1,2 Zoll und eine Auflösung von 360 mal 360 Pixel. Das entspricht einer Pixeldichte von 302 ppi. Der Ring rund um das Display lässt sich wie erwartet drehen und dient in Kombination mit einem Home- und Zurück-Button zur Bedienung. Dadurch soll der Zugriff auf Benachrichtigungen und Apps komfortabler sein. Nähere Details erläutert Samsung zu seinem neuen Bedienkonzept noch nicht. Samsung wird mehrere Zifferblätter für seine Uhr anbieten und es Entwicklern ermöglichen, eigene Watchfaces für die Uhr zu programmieren.

Weitere technische Spezifikationen der Samsung Gear S2
Angetrieben werden beide Gear-S2-Modelle von einer nicht näher spezifizierten 1-Ghz-Dual-Core-CPU. Der Arbeitsspeicher ist 512 MByte, der interne Speicher 4 GByte groß. Zur weiteren Ausstattung gehören Bluetooth 4.1, NFC und WLAN nach den Standards 802.11 b/g/n. Integriert sind außerdem ein Umgebungslichtsensor, ein Barometer, ein Beschleunigungsmesser, ein Gyroskop und auf der Rückseite des Gehäuses wieder ein Pulsmesser.

Bei den Varianten mit 3G-Modul setzt Samsung erstmals auf die eSIM. Die fest in das Gerät eingebaute elektronische SIM-Karte wird wahrscheinlich von der Deutschen Telekom, Telefonica und Vodafone unterstützt. Details dazu nennt Samsung noch nicht. Wie beim Vorgänger wird es dank Mobilfunknetzanbindung möglich sein, mit der Smartwatch zu telefonieren oder Nachrichten zu versenden, ohne dass ein Smartphone mit der Uhr verbunden ist.

(Bild: Übergizmo)

Zwischen den beiden Buttons befindet sich eine kleine Mikrofonöffnung. (Bild: Übergizmo)

Die Software der Samsung Gear S2
Als Betriebssystem kommt Samsungs Tizen zum Einsatz. Dieses wurde um neue Fitness-Funktionen erweitert. Die Uhr soll den Träger durchgehend überwachen und mittels Benachrichtigungen an gesetzte Ziele erinnern. Durch ein integriertes NFC-Modul wird sich die Uhr auch zum Bezahlen mittels Samsung Pay eignen. Sie soll auch als Smart-Key für Hotelzimmer oder als Fernbedienung für das vernetzte Zuhause dienen. Zudem verspricht das südkoreanische Unternehmen ein größeres App-Öko-System für die Gear S2.

An Bord sind bereits ein Adressbuch, Benachrichtigungen, eine Nachrichten- sowie E-Mail-App, eine Sprachsteuerung, Emojis, ein Keypad sowie die Fitness-Apps S Health und Nike+. Außerdem spielt Samsung einen Kalender, eine News-App sowie eine Anwendungen für die Navigation und das Wetter auf. Ein Musikplayer, eine Foto-Galerie, eine Sprachnotizen-App, ein Energiesparmodus sowie ein Sicherheitsassistent, Find My Device und ein Sperrbildschirm zählen ebenfalls zum App-Angebot.

(Bild: Übergizmo)

(Bild: Übergizmo)

Die Bedienung der Samsung Gear S2
Trotz der haptischen Bedienmöglichkeiten ist das Display natürlich ebenfalls Touch-sensitiv. Eine Wischbewegung von oben nach unten soll das Menü öffnen, also Einstellungen für Helligkeit, Bluetooth, die Akkuanzeige sowie einen Nicht-Stören-Modus. Das Wischen von unten nach oben bringt die Liste mit den zuletzt verwendeten Apps auf den Screen.

Vom Homescreen aus erscheinen nach einem Dreh nach rechts die Widgets. Mit einem Linksdreh bringt man die Gear S2 dazu, den Inhalt dieses Widgets anzuzeigen. Dreht man schon auf dem Homescreen nach links, sieht man die Benachrichtigungen.

Die drehbare Lünette wiederum erlaubt es, durch das App-Menü zu blättern und zu Zoomen. Dreht man langsam, sieht man eine App. Dreht man schneller, erscheinen drei Apps auf einmal. Ein Druck auf einen Button soll die App-Übersicht wieder schließen.

Erhält man einen Anruf und dreht den Ring nach rechts, wird der Anruf abgelehnt. Selbes Spiel beim Linksdreh, nur wird dann noch eine SMS an den Anrufer gesandt. Aufgelegt wird über einen Druck auf einen Button. Die Anrufannahme ist übrigens noch nicht bekannt.

Im Musik-Player wechselt man mit dem Ring natürlich zwischen einzelnen Songs. Um ein Untermenü mit Wiedergabelisten, Titel, Alben und Interpreten zu öffnen, wischt man von unten nach oben. Dort kann mit dem Ring gescrollt werden.

(Bild: Übergizmo)

Das Armband der Gear S2 lässt sich wie die meisten Uhrenarmbänder schließen. (Bild: Übergizmo)

Der Akku der Samsung Gear S2
Geladen wird die Gear S2 und Gear S2 Classic drahtlos. Die Modelle ohne 3G-Modul verfügen über einen 250-mAh-Akku und sollen laut Samsung im Schnitt zwei bis drei Tage durchhalten. Die mit Mobilfunkmodul ausgestatteten Versionen kommen mit einem 300-mAh-Akku und halten laut Samsung bei normaler Nutzung zwei Tage durch.

Angaben zum Preis und der Verfügbarkeit der Gear S2 und Gear S2 Classic macht Samsung aber noch nicht.

Autor: Christian Schartel
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