Spotify arbeitet nach Datenschutz-Kritik an neuen AGB

Spotify reagiert auf die Kritik über die Sammlung personenbezogener Daten nach der letzten Änderung der Richtlinien vor zwei Wochen. Eine nachgebesserte Version soll „zeitnah“ folgen.

Als der Musikstreaming-Dienst Spotify vor zwei Wochen eine neue Version der Allgemeinen Geschäftsbedingungen veröffentlichte, geriet das Unternehmen wegen der Sammlung personenbezogener Daten in Kritik. Nun möchte man nachbessern und den Kunden zumindest einen Monat Bedenkzeit geben.

Spotify (Bild: Spotify)

Spotify (Bild: Spotify)

Die neue Version der Richtlinien wird hierzulande „zeitnah ausgerollt“, gab ein Sprecher von Spotify gegenüber SPIEGEL ONLINE bekannt. Kunden sollen dann 30 Tage lang Zeit bekommen, sich zu überlegen, ob sie den neuen AGB zustimmen oder nicht. Dabei ist irrelevant, wie sie sich nach der ersten Änderung vor zwei Wochen entschieden haben.

Während eine deutsche Fassung noch in Arbeit ist, wurden die angepassten AGB von Spotify in Dänemark, Schweden und Großbritannien bereits umgesetzt. In der britischen Version der Datenschutzrichtlinien wird in einem einleitenden Abschnitt genau darauf hingewiesen, welche Daten der Streamingdienst in jedem Fall sammeln möchte und zu welchen Informationen er dem Nutzer die Option lässt.

Zu den alternativlos zu akzeptierenden personenbezogenen Daten zählen in Großbritannien das Geburtsdatum, das Alter und die Adresse der Kunden, wenn sie sich mit AGB einverstanden erklären. Nur wer überdies entsprechend zustimmt, gibt ebenfalls Informationen wie zum Beispiel den Wohnort, Fotos oder die Kontakte aus dem Adressbuch preis.

Ob die bald auch in Deutschland ausgerollte überarbeitete Version mit der britischen übereinstimmt oder inhaltliche Veränderungen vorgenommen werden, sollte spätestens in zwei Wochen geklärt sein. Am 19. September nämlich endet der Zeitraum, in dem die meisten britischen Nutzer von Spotify den AGB zugestimmt haben müssen, wenn sie weiterhin bei diesem Dienst Musik streamen möchten.

[Mit Material von Mathias Windhager, Übergizmo.de]

Autor: Christian Schartel
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