Apple iPhone 6S kommt mit 2 GByte und iPad Pro mit 4 GByte RAM

Apple stattet seine neue iPhone-Generation mit 2 GByte RAM aus, wie der Entwickler Hamza Sood mithilfe einer in Xcode ausgeführten Testanwendung bestätigt hat. Die Speichermenge hat sich demnach gegenüber der Vorgängergeneration iPhone 6 verdoppelt. Mit 4 GByte steht dem iPad Pro die doppelte Speichermenge des iPad Air 2 oder des iPad Mini 4 zur Verfügung.

Die App, die von Entwickler Hamza Sood entwickelt wurde und ein bestimmtes Bild in Abhängigkeit vom zur Verfügung stehenden Hauptspeicher anzeigt, belegt außerdem, dass das iPad Pro, was Adobe Ende vergangener Woche bereits versehentlich ausgeplaudert hatte, über 4 GByte Speicher verfügt.

iPhone 6S (Bild: Apple)

iPhone 6S (Bild: Apple)

Nutzer der 2007 eingeführten ersten iPhone-Generation mussten sich noch mit 128 MByte RAM begnügen, wie AppleInsider berichtet. iPhone 3GS und iPhone 4 kamen 2009 beziehungsweise 2010 mit 256 respektive 512 MByte RAM auf den Markt. Seit 2012, also seit dem iPhone 5, verbaute Apple 1 GByte RAM in seinen Smartphones. Allerdings änderte das Unternehmen zwischenzeitlich den verwendeten Speichertyp.

Apple setzt laut AppleInsider beim iPhone 5S auf LPDDR2-RAM und für das iPhone 6 auf den LPDDR3-Standard. Ob iPhone 6S und 6S Plus immer noch diesen Typ verwenden oder Apple auf die neuere LPDDR4-Spezifikation umgestellt hat, ist indes nicht bekannt. Apple-Lieferant Samsung fertigt nach eigenen Angaben seit vergangener Woche auch 12 Gigabit große LPDDR4-Speicherchips.

9to5Mac weist darauf hin, dass die Menge des verfügbaren Speichers unter anderem dafür verantwortlich ist, wie viele Apps im Hintergrund ausgeführt und ohne einen „Neustart“ wieder aufgerufen werden können. Auch die Zahl der Tabs, die Safari öffnen kann, ohne eine Seite neu zu laden, sei vom Speicherausbau abhängig. Mehr RAM ermögliche außerdem speicherintensive Aufgaben wie das Bearbeiten von 4K-Videos.

Apple stattet iPhone 6S und iPhone 6S Plus mit 2 GByte RAM und das iPad Pro mit 4 GByte RAM aus (Screenshot: Hamza Sood).

Apple stattet iPhone 6S und iPhone 6S Plus mit 2 GByte RAM und das iPad Pro mit 4 GByte RAM aus (Screenshot: Hamza Sood).

Mit 4 GByte steht dem iPad Pro die doppelte Speichermenge des iPad Air 2 oder des iPad Mini 4 zur Verfügung. Sie ist vor allem sinnvoll bei einem Tablet, das sich insbesondere an Business-Anwender richten soll. Zudem zieht Apple damit mit der Einstiegskonfiguration von Microsofts konkurrierendem Surface Pro 3 gleich, das mindestens 4 GByte Arbeitsspeicher bietet und optional sogar 8 GByte. Das iPad Pro teilt wesentliche Eigenschaften mit dem Gerät von Microsoft, das seine Käufer ebenfalls im Enterprise-Umfeld sucht. Beide verfügen – teilweise optional – über einen Bedienstift sowie eine Schutzhülle mit integrierter Tastatur. Möglicherweise wird Microsoft zudem schon im Oktober mit dem Nachfolger Surface Pro 4 nachlegen.

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[Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Apple iPhone 6S kommt mit 2 GByte und iPad Pro mit 4 GByte RAM

  • Am 14. September 2015 um 14:17 von Rob Wilken

    Das iPad Pro zieht nicht mit dem Surface Pro gleich (denn dieses hat eine vollwertige „Fast-Desktop-CPU“, ist mit SDHC Karte erweiterbar, bietet USB3 und und und), sondern, wenn unbedingt ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen sein muss (Scherz), mit einem Surface (mit ohne Pro) aus der Vorgänger-Generation.

    Meiner Meinung nach ist der Haupt-Kaufgrund für ein iPad Pro im Vergleich zu einem Surface der Markenname. Es gibt halt Anwender, die nur nach Obstsorte einkaufen.

    Ich finde es GUT, dass es immer mehr Konkurrenz zur Surface-Serie gibt – es hat lange genug gedauert, bis der Markt diese neue Variante von Tablets (oder eher „Hybrid“-Geräten?) akzeptiert hat, aber jetzt kommt der Zug ins Rollen. Viele Hersteller bieten bereits echte Konkurrenz zu Surface an, was letzten Endes dem Verbrauche zugute kommen wird (Preis/Leistungs-mäßig). Dass Apple an hoher Leistung zu gutem Preis nicht interessiert ist, wissen wir – dafür bringt Apple (hoffentlich) in Punkto „Usability“ Alternativen auf den Tisch (drucksensitive Funtionen?).
    Coole Zeiten.

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