Pebble veröffentlicht Firmware-Update für Pebble Time und Time Steel

Das Update auf Version 3.4 bietet eine deutsche Menüführung, sowie Ruhezeit-Einstellungen und einen Energiesparmodus. Auf Termineinladungen können Nutzer jetzt direkt in der Timeline mit Zu- oder Absagen reagieren.

Pebble hat seinen jüngsten Familienmitgliedern, der Pebble Time und der Pebble Time Steel, mit der Version 3.4 ein Firmware-Update mit zahlreichen neuen Funktionen spendiert. So sprechen die beiden Modelle des kalifornischen Kickstarter-Projekts jetzt neben Englisch auch Deutsch, Spanisch und Französisch. Mit der Spracherweiterung stehen jetzt sämtliche Menüpunkte in den vier Sprachen zur Verfügung. Außerdem gibt es einen Ruhezeit- und einen Energiesparmodus. Die Updates sind sowohl für iPhone als auch für Android-Geräte verfügbar, kommen über die Smartphone-Apps, die kostenlos im Google Play Store und im iTunes App Store zum Download bereit stehen.

Pebble Time Steel (Bild: Pebble)

Die Ruhezeit-Funktion ist mittels verschiedener Modi individualisierbar. Über den Modus „Manual“ kann sie jederzeit aktiviert werden. Dazu muss nur der Zurück-Button gehalten werden, um von jedem beliebigen Menüpunkt darauf zurückzugreifen. Mit der Einstellung „Calendar Aware“ werden sämtliche Benachrichtigungen während eingetragener Kalendertermine abgeschaltet. Über „Weekdays“ lassen sich beliebige Zeiträume speichern, in denen zwischen Montag und Freitag keine Mitteilungen auf der Pebble Time angezeigt werden sollen. „Weekends“ dient zur Festlegung der automatischen Ruhezeit am Wochenende und „Interruptions“ bestimmt, ob wahlweise keine Mitteilungen oder nur Anrufe vom Smartphone auf dem Handgelenk angezeigt werden sollen.

Bei aktivierten Energiesparmodus wird die Bluetooth-Verbindung zwischen Pebble Time oder Pebble Time Steel und Smartphone nach 30 Minuten ohne Bewegung automatisch gekappt. Sobald die Smartwatch erneut bewegt wird, nimmt sie ihren gewohnten Dienst nahtlos wieder auf. Somit soll sich der Energieverbrauch – je nach Benutzung – noch einmal um bis zu 50 Prozent reduzieren lassen.

Pebble hat zwischenzeitlich auch neue Versionen der Pebble Time Android- und iPhone-Apps bereitgestellt, die vom Smartphone aus mit der Pebble Time und Pebble Time Steel zusammenarbeiten. Android-Nutzer erhalten ein optimiertes Layout mit weiter vereinfachter Menüführung. Außerdem können sie ab sofort auf Termineinladungen direkt in der Timeline mit Zu- oder Absagen reagieren.

Die Pebble Time ist seit Anfang August in Deutschland erhältlich. Zur IFA hatte Pebble eine Preissenkung für seine Smartwatch-Klassiker Pebble und Pebble Steel angekündigt. Sie sollte bis 20. September für 99 respektive 149 Euro erhältlich sein. Offensichtlich wurde die Aktion vorzeitig beendet, da sie im Online-Shop von Pebble aktuell mit 129 und 179 Euro gelistet ist.

Die zweite Generation der Smartwatch kommt mit einem E-Paper-Display mit steuerbarer Hintergrundbeleuchtung, das 64 Farben darstellen kann. Die E-Paper-Anzeige arbeitet gegenüber einem LCD oder OLED deutlich energieeffizienter und ist zudem dauerhaft aktiv. Ein weiterer Vorteil ist der hohe Kontrast, der das Display auch bei direktem Lichteinfall gut ablesbar macht. Die Smartwatch soll mit einer Akkuladung rund eine Woche durchhalten. Die neue Pebble Time ist dennoch 20 Prozent dünner als die ursprüngliche Pebble Smartwatch. Die Uhr ist bis 30 Meter wasserdicht und arbeitet sowohl mit iOS- als auch mit Android-Smartphones zusammen.

Zu den weiteren Neuerungen der Pebble Time zählen ein eingebautes Mikrofon, das dem Nutzer den Versand von Sprachnachrichten und das Erstellen von Sprachnotizen erlaubt, sowie das Timeline-Konzept, das die jüngsten Benachrichtigungen wie auch anstehende oder zurückliegende Termine in chronologischer Reihenfolge anzeigt. Timeline sortiert relevante Informationen wie Mitteilungen, Wetter, Nachrichten, Reisedaten oder Erinnerungen chronologisch, sodass wichtige Ereignisse auf einen Blick sichtbar sind.

Ein Smart Accessory Port an der Rückseite der Pebble Time ermöglicht das Anschließen von Armbändern mit integrierten Sensoren, den sogenannten Smartstraps. Von GPS-Funktionen über Messungen der Herzfrequenz bis hin zur Gestensteuerung sind der Phantasie von Hardware Entwicklern keine Grenzen gesetzt. Die ersten Smartstraps sollen voraussichtlich zu Beginn nächsten Jahres erhältlich sein. Mithilfe eines Schnellverschlusses lassen sich die Armbänder einfach austausche. Wie schon bei den Vorgängern können auch bei der Pebble Time Standarduhrenbänder angebracht werden.

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann

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